Mixed Zone Bridgestone vor Abschied, Yankees vor Titel

In der Formel 1 steht der nächste große Name vor dem Rückzug: Reifenhersteller Bridgestone kündigte ein Ende seines Engagements an. Den New York Yankees fehlt noch ein Sieg zum Gewinn der World Series. Dem ehemaligen Tennis-Profi Andre Agassi droht weiterer Ärger.

Yankees-Spieler: Noch ein Erfolg bis zum Gesamtsieg
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Yankees-Spieler: Noch ein Erfolg bis zum Gesamtsieg


Hamburg - Der japanische Reifenhersteller Bridgestone steigt nach der kommenden Saison aus der Formel 1 aus. Das gab der weltgrößte Reifenkonzern am Montagmorgen, knapp 24 Stunden nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi, bekannt. "Obwohl wir die Gründe für die Entscheidung verstehen und respektieren, ist es dennoch eine große Enttäuschung", erklärte Motorsportdirektor Hiroshi Yasukawa in einer Pressemitteilung.

Seit 1997 beliefert das Unternehmen die Formel 1 mit Reifen, seit 2008 als offizieller Ausrüster. In dieser Zeit gewann Bridgestone je zehn Fahrer- and zehn Konstrukteurs-Weltmeisterschaften. Man müsse die eigenen Ressourcen stärker auf die Entwicklung innovativer Technologie und strategischer Produkte ausrichten, die den Zielen des Unternehmens dienen, hieß es in der Erklärung.

Nach dem japanischen Automobilbauer Honda Ende 2008 und BMW nach der abgelaufenen Saison verlässt mit Bridgestone innerhalb eines Jahres ein weiterer großer Name die Top-Klasse des Motorsports. Fraglich ist auch noch, ob der japanische Toyota-Rennstall an Bord bleibt. Eine Entscheidung wird spätestens am 15. November durch den Vorstand des Automobilbauers fallen.

Mögliche weitere Ermittlungen gegen Andre Agassi

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) will mögliche Schritte gegen den ehemaligen Tennis-Star Andre Agassi nach dessen Drogenbeichte im Zuge der Veröffentlichung seiner Biografie prüfen. "Er hat etwas eingenommen, was 1997 auf der Liste der verbotenen Substanzen stand. Dagegen können wir nichts mehr tun, weil die Verjährungsfrist von acht Jahren abgelaufen ist", sagte Wada-Generaldirektor David Howman: "Aber zwei Dinge müssen noch untersucht werden: Wenn er gelogen hat, und das hat er ja zugegeben, und wenn er unter Eid gelogen hat, erfordert das weitere Untersuchungen, um zu sehen, ob ein Verfahren eingeleitet wird."

Agassi hatte zugegeben, während seiner Laufbahn wiederholt zum Aufputschmittel Crystal Meth gegriffen zu haben und einer Sperre dabei nur mithilfe einer Lüge entgangen zu sein. Die Profivereinigung ATP hatte Agassi 1997 positiv getestet, aber auf eine Sperre verzichtet. Dafür war der Verband zuletzt in die Kritik geraten.

Yankees mit klarer Führung gegen Philadelphia

Die New York Yankees stehen kurz vor ihrem 27. Meistertitel in der Major League Baseball (MLB). Der Rekordmeister gewann am Sonntagabend (Ortszeit) das vierte Finalspiel der World Series bei Titelverteidiger Philadelphia Phillies 7:4 und führt in der Best-of-Seven-Serie 3:1. Somit brauchen die Yankees aus maximal drei Partien nur noch einen Sieg, um erstmals seit 2000 wieder die Meisterschaft feiern zu können.

Bis zu Beginn des neunten und letzten Innings hatte es noch 4:4 gestanden, dann sorgten die Gäste mit drei weiteren Runs für die Entscheidung. In der MLB-Geschichte haben 34 von 40 Mannschaften, die 3:1 vorn lagen, am Ende auch den Titel geholt. Die fünfte Partie steht am Montag erneut in Philadelphia auf dem Programm.

Der Handball-Bundesligist TSV Dormagen hat die drohende Insolvenz vorerst abgewendet. Ein Vorschuss des Bayer-Konzerns für den Gesamtverein nahm der in Finanznot geratenen Handball-Abteilung die Angst vor einem Aus in der laufenden Spielzeit. "Damit ist der Spielbetrieb bis zum Saisonende gesichert", sagte der Vereinsvorsitzende Karl-Josef Ellrich. Zur Höhe des Vorschusses, der in den nächsten Jahren zurückgezahlt werden soll, machten das Unternehmen und der Verein keine Angaben.

jok/sid/dpa



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