Mixed Zone Dämpfer für Olympia-Chancen des DBB, Valverde will WM-Start einklagen

Eine mögliche Abänderung der Qualifikations-Regeln lässt die Olympia-Hoffnungen von Nowitzki und Co. weiter schwinden. Ein Radprofi will mit allen Mitteln zur Rad-WM in Stuttgart. Nach einem Jahr Pause kehrt eine ehemalige Weltranglistenerste auf die Tennisbühne zurück.


Hamburg - Vor der entscheidenden Partie der Deutschen Basketball-Nationalmannschaft um den Einzug ins EM-Viertelfinale morgen gegen Italien sorgt ein Brief des Weltverbandes Fiba an seine Mitgliedsverbände für Wirbel. Demnach sollen die Qualifikations-Kriterien für die europäischen Mannschaften eventuell geändert werden.

Radprofi Valverde: Mit gerichtlichen Mitteln WM-Start erzwingen
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Radprofi Valverde: Mit gerichtlichen Mitteln WM-Start erzwingen

DBB-Sportdirektor Wolfgang Brenscheidt sagte der "Sport Bild": "Ein Skandal! Es ist ein Unding, dass nach einer EM rückwirkend die Qualifikationskriterien für Olympische Spiele eventuell geändert werden." Bislang galt, dass neben Weltmeister und Gastgeber Spanien die beiden besten Mannschaften der EM automatisch das Olympia-Ticket erhalten. Die vier Teams auf den Plätzen 3 oder 4 bis 6 oder 7 (abhängig vom Abschneiden Spaniens) würden dann im kommenden Juli an einem Qualifikations-Turnier mit zwölf Mannschaften teilnehmen, wovon drei nach Peking fliegen.

Dieses Turnier soll nun möglicherweise gestrichen werden, stattdessen würden nur die vier bestplatzierten Mannschaften dieser EM neben Spanien am olympischen Turnier teilnehmen. Eine rückwirkende Entscheidung will die Fiba am 8. und 9. Dezember auf ihrer Vollversammlung in Chicago treffen. Für die deutsche Mannschaft wäre somit der fünfte Platz bei der laufenden EM Pflicht, um einen Startplatz bei Olympia sicher zu haben.

Der unter Dopingverdacht stehende Radprofi Alejandro Valverde will sein Startrecht bei der Straßen-WM in Stuttgart (26. bis 30. September) notfalls bei einem ordentlichen Gericht einklagen. Das kündigte der Tour-Sechste aus Spanien in einem Schreiben an den Radsport-Weltverband (UCI) an, sollte ihm die Teilnahme an den Titelkämpfen weiter verweigert werden. Bis Ende der Woche werde man der UCI noch Zeit geben, die Anschuldigungen gegen Valverde zurückzunehmen, so Valverdes Manager Sanchez Sabater. Die UCI hatte jüngst noch mal klargestellt, dass der Spanier definitiv keine Starterlaubnis für Stuttgart erhalten werde. Der Weltverband beruft sich dabei auf Artikel 9.2.002 seines Reglements, wonach ein Fahrer, gegen den ermittelt wird, nicht bei der WM starten darf.

Die frühere Weltranglistenerste Lindsay Davenport ist nach einem Jahr Babypause mit einem Sieg auf die Tennistour zurückgekehrt. Beim WTA-Turnier auf Bali gewann die Amerikanerin ihr Auftaktmatch gegen die an Nummer fünf gesetzte Griechin Eleni Daniilidou 6:2, 6:2. Nächste Gegnerin der 31-Jährigen, die ihr bis dato letztes Einzel auf der Tour Ende September 2006 im Viertelfinale von Peking gegen die Französin Amelie Mauresmo bestritt, ist US-Qualifikantin Julie Ditty.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat dem tunesischen Schwimm-Weltmeister Oussama Mellouli seinen im März gewonnenen Titel wegen Dopings aberkannt und verhängte eine 18-monatige Sperre rückwirkend zum 30. November 2006. Der 23-Jährige, der bei der WM in Melbourne Gold über 800 und Silber über 400 Meter Freistil gewonnen hatte, war im November 2006 bei einem Wettkampf in den USA positiv auf Amphetamine getestet worden. Der tunesische Verband hatte ihn nur verwarnt. Daraufhin hatte der Weltverband Fina den Sportgerichtshof eingeschaltet.

chp/dpa/sid



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