Mixed Zone Deutsche Kanuten stark, tödlicher Rallye-Unfall

Die deutschen Kanuten haben am zweiten Finaltag der WM in Duisburg weiter für Furore gesorgt, paddelten aber knapp an einer Bestmarke vorbei. Ein deutsches Beachvolleyball-Team konnte sich trotz einer Niederlage freuen. Eine Rallye wurde wegen eines tödlichen Unfalls abgebrochen.


Hamburg - Die deutschen Kanuten haben bei den Titelkämpfen in Duisburg heute in fünf Finalläufen triumphiert und damit an diesem Wochenende insgesamt neun Goldmedaillen gewonnen. Zum Abschluss siegten über 500 Meter die Zweierkajaks Ronald Rauhe/Tim Wieskötter und Fanny Fischer/Nicole Reinhardt. Im Sprint setzten sich Jonas Ems im Einerkajak, Fischer/Reinhardt und der Viererkajak mit Schlagfrau Carolin Leonhardt durch. Eine der insgesamt sechs Silbermedaillen steuerte der dreimalige Canadier-Olympiasdieger Andreas Dittmer bei. Zudem gab es drei Bronzemedaillen. Den eigenen Titelrekord, den der Deutsche Kanu-Verband (DKV) vor zwei Jahren aufgestellt hatte, wurde jedoch um eine Goldmedaille verpasst. Die Flotte des DKV sicherte sich zudem elf von zwölf möglichen Olympia-Startplätzen.

Deutsche Kanuten: Auf Medaillenkurs
REUTERS

Deutsche Kanuten: Auf Medaillenkurs

Die Beachvolleyballer Jonas Reckermann und Mischa Urbatzka haben mit Platz zwei beim Weltserienturnier in Kristiansand den größten Erfolg ihrer gemeinsamen Karriere geschafft. Nach fünf Siegen unterlag das Duo erst im Finale 0:2 (15:21, 9:21) gegen die topgesetzten brasilianischen Olympiasieger Emanuel/Ricardo. Reckermann/Urbatzka kassierten 20.000 Dollar. Die WM-Fünften Stephanie Pohl/Okka Rau hatten zuvor mit Platz vier ihr bestes Saisonresultat geschafft. Die ehemaligen Europameisterinnen unterlagen im kleinen Finale 0:2 (17:21, 15:21) gegen die Chinesinnen Tian Jia/Wang und konnten sich mit 10.500 Dollar Preisgeld trösten.

Ein tödlicher Unfall hat heute die Rallye Wartburg bei Eisenach überschattet. Der 45 Jahre alte Co-Pilot Mathias Rohlfs kam ums Leben, als der BMW seines Fahrers Dirk Zipfel auf der zwölften Wertungsprüfung von der Strecke abgekommen und zwischen Winterstein und Brotterode gegen einen Baum geprallt war. Während für Rohlfs jede Hilfe zu spät kam, wurde Zipfel scherverletzt ins Krankenhaus gebracht. Die 48. Auflage der Rallye, ein Lauf zum ADAC Rallye Masters, wurde nach dem Unfall sofort abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Porsche-Pilot Anton Werner das Klassement angeführt. Schon im Jahr 2000 hatte es bei der Rallye einen Todesfall gegeben, als ein Rallyefahrzeug in eine Zuschauergruppe geschleudert war.

mt/sid



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