Mixed Zone Deutschland-Achter souverän, DSV feuert Skisprung-Coach 

Der Deutschland-Achter ist bei der WM in Neuseeland auf Kurs. Die Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen steht in der WM-Zwischenrunde. Der Deutsche Skiverband trennt sich mit sofortiger Wirkung von Skisprung-Co-Trainer Marc Nölke. Fabian Hambüchen beendet seine Turn-Saison.

Deutschland-Achter: Favoritenrolle für WM-Gold bestätigt
dpa

Deutschland-Achter: Favoritenrolle für WM-Gold bestätigt


Hamburg - Der Deutschland-Achter hat seine erste WM-Aufgabe in Neuseeland mit Bravour gemeistert. Im Vorlauf der Titelkämpfe auf dem Lake Karapiro setzte das seit zwei Jahren auf der 2000-Meter-Distanz ungeschlagene Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes seine Erfolgsserie fort. Die Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt kam mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor Neuseeland ins Ziel und qualifizierte sich damit auf direktem Weg für das Finale am Sonntag. Darüber hinaus kam auch Einerfahrer Karl Schulze weiter. Mit einem Sieg im Hoffnungslauf vor Lassi Karonen erreichte er das Halbfinale.

Der deutsche Skisprung-Co-Bundestrainer Marc Nölke ist vom Verband knapp vier Wochen vor dem Auftakt des WM-Winters fristlos gefeuert worden. Als Grund für die Entlassung wurden von Bundestrainer Werner Schuster disziplinarische Gründe genannt. Über den genauen Vorwurf wurde nichts Näheres bekannt. "Es gab einen Vorfall, aufgrund dessen diese Maßnahme absolut in Ordnung ist. Es ist schade, dass es so einen Lauf genommen hat, aber es gab keinen anderen Weg für den Verband", sagte Chefcoach Schuster: "Lieber vor der Saison als während der Saison. Wir stehen vor einem wichtigen Winter und müssen den Fokus schnell wieder auf den Sport lenken."

Der ehemalige Skispringer und RTL-Experte Nölke war erst nach dem vergangenen Winter vom österreichischen Skiverband abgeworben worden und hatte ursprünglich einen Vertrag bis 2014. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Co-Trainer in Österreich mit Olympiasiegern wie Thomas Morgenstern oder Gregor zusammen. Er hatte in der Saisonvorbereitung vor allem bei der Umstellung auf ein neues Bindungssystem wichtige Impulse geliefert.

Die deutschen Volleyballerinnen haben bei der WM in Japan vorzeitig die Zwischenrunde erreicht. Im vorletzten Vorrundenspiel besiegte das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti Kroatien in Matsumoto erwartungsgemäß 3:0 (26:24, 25:18, 25:21) und ist nicht mehr von einem der ersten vier Plätze in der Gruppe C zu verdrängen. Am Mittwoch geht es gegen Thailand um den zweiten Gruppenplatz hinter den USA.

In der Zwischenrunde in Nagoya trifft die deutsche Mannschaft voraussichtlich auf Olympiasieger Brasilien, Europameister Italien, die Niederlande und Tschechien. Die beiden besten Teams der Achtergruppe ziehen ins Halbfinale ein. Die Dritt- und Viertplatzierten spielen um die Plätze fünf bis acht, was das erklärte Ziel der Deutschen ist. Die Finalrunde findet vom 11. bis 14. November in Tokio statt.

Turn-Star Fabian Hambüchen hat seine Saison vorzeitig beendet. Dieser Schritt sei notwendig, um den Heilungsverlauf an der verletzten Achillessehne weiter voranzutreiben. Das gab sein Management am Dienstag bekannt. "Ich möchte 2011 bei der Heim-EM in Berlin topfit und gesund an den Start gehen. Dazu ist es wichtig, dass ich der verletzten Achillessehne jetzt die nötige Ruhe gönne", sagte Hambüchen.

Die Verletzung an der Achillessehne behindert Hambüchen schon seit längerer Zeit. So konnte er bei der WM in Rotterdam nicht am Mehrkampf teilnehmen. Am Reck holte er dennoch WM-Bronze. Ursprünglich wollte Hambüchen in diesem Jahr noch beim Weltcup in Stuttgart in knapp zwei Wochen antreten.

Floyd Landis belegt in der Gesamtwertung der Tour of Southland in Neuseeland nach drei Etappen den vierten Rang. Der US-Radprofi, der mit seinen Doping-Anschuldigungen Ermittlungen der amerikanischen Behörden gegen seinen früheren Teamkollegen Lance Armstrong in Gang gesetzt hatte, liegt 1:02 Minuten hinter Spitzenreiter Jeremy Yates. Die Rundfahrt endet am Samstag.

Landis war der Tour-de-France-Sieg von 2006 aberkannt worden, nachdem er positiv auf Testosteron getestet worden war. Nach einem Justiz-Marathon wurde er gesperrt und gab erst in diesem Jahr sein langes Leugnen auf und bekannte sich zu seinen Doping-Verstößen.

aha/dpa/sid



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schensu 03.11.2010
1. Volleyball
Zitat von sysopDer Deutschland-Achter ist bei der WM in Neuseeland auf Kurs.*Die*Volleyball-Nationalmannschaft der*Frauen steht*in der WM-Zwischenrunde. Der Deutsche Skiverband trennt sich mit sofortiger Wirkung von Skisprung-Co-Trainer Marc Nölke.*Fabian Hambüchen beendet*seine Turn-Saison. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,726766,00.html
Da liefern die Mädels bei der *WM* in Japan eine Klasseleistung ab - und dem Spiegel ist das tatsächlich 2 Absätze zwischen einem gefeuerten Skisprungtrainer und einem Turner, der seine Saison vorzeitig beendet, wert. Ergebensten Dank für diese - immerhin - Nachricht. Es macht mich schwankend zwischen zynischem Hinnehmen und wütendem Unverständnis ob dieser erbärmlichen Berichterstattung. Hat man euch Redakteure in der Schule nicht mitspielen lassen? Oder was ist der Grund für so eine bräsige Ignoranz dieser - zugegeben - etwas anspruchsvolleren Sportart? Wer trifft eigentlich die Entscheidungen, die zu ellenlangen Artikeln über so "typisch heimische" Sportarten wie Baseball oder Football führen? Mal als Nachdenkhilfe: Dem AFVD (American Football Verband Deutschland) mit seinen 250 Vereinen und gut 37.000 Mitgliedern stehen eine knappe halbe Million organisierte Volleyballer in über 5.000 Vereinen gegenüber. Oder das hier: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,726916,00.html oder das: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,726878,00.html Meine Güte!
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