Mixed Zone Dopingstreit in Österreich, Sorgen beim America's Cup

Haben österreichische Biathleten während der Olympischen Spiele in Turin gedopt? Der österreichische Skiverband sagt ja. Der beschuldigte Wolfgang Rottmann bestreitet dies und will klagen. Der America's Cup verliert einen wichtigen Sponsor.


Hamburg - Rottmann hat den gegen ihn erhobenen Vorwurf des Blutdopings zurückgewiesen. "Ich habe nicht Blutdoping betrieben", erklärte er heute der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Rottmann erwägte eine Klage. Seinem früheren Nationalmannschafts-Kollegen Wolfgang Perner, dem von der Disziplinarkommission des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) ebenfalls Blutdoping angelastet wird, will sich erst später konkret äußern: "Ich sage weder so noch so", antwortete er auf die Frage, ob er Blutdoping betrieben habe.

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Die ÖSV-Kommission hatte in einem gestern vorgelegten Abschlussbericht den beiden mittlerweile zurück getretenen Biathleten rund um die Affäre bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin Blutdoping angelastet. Das Doping war bei Razzien der italienischen Staatsanwaltschaft im Quartier der Österreicher aufgedeckt worden. Außer Rottmann und Perner wurden auch die früheren Trainer Walter Mayer und Emil Hoch belastet. Sie hätten Doping geduldet und aktiv unterstützt, hieß es.

Der deutsche Basketball-Meister Baskets Bamberg hat Nationalspieler Demond Greene verpflichtet. Der erste Zugang im Team von Bundestrainer Dirk Bauermann unterzeichnete heute einen Zweijahresvertrag, wie der fränkische Club mitteilte. Greene kommt von Alba Berlin, wo er in der vergangenen Saison wegen eines Sprunggelenk-Bruches zu einer mehrmonatigen Pause gezwungen war. Die Baskets Bamberg haben zudem heute in dem Textil-Unternehmen "mister + lady" einen neuen Trikotsponsor präsentiert. Der Vertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr.

Der America's Cup hat hingegen einen wichtigen Geldgeber verloren: Das französische Luxusgüterunternehmen Louis Vuitton hat seine Sponsorschaft beim America's Cup beendet. Die Firma war seit 1983 Namensgeber der Ausscheidungsregatten, in denen der Herausforderer für die Finalrennen gegen den Titelverteidiger ermittelt wurde. Louis Vuitton zieht damit die Konsequenzen aus neuen Regeln, die Titelverteidiger Alinghi für den nächsten Wettkampf um die älteste Sportrophäe der Welt aufgestellt hat.

Der kommende America's Cup soll mit neuen, größeren Booten gesegelt werden und möglicherweise bereits 2009 ausgetragen werden. "Die neuen Regeln beinhalten einen kommerzielleren Ansatz, und dem neuen Protokoll wurde bereits von einigen Teams widersprochen. Es gibt außerdem ein großes Risiko, dass die Anzahl der teilnehmenden Teams zurückgeht", hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens: "Wir werden die Entwicklung mit Interesse verfolgen."

fpf/sid/dpa

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