Mixed Zone Ferrari dominiert Tests, sieben Bewerber wollen Olympia 2016

Weltmeisterliches Auftreten: Kimi Räikkönen war der schnellste aller Formel-1-Piloten bei Tests in Spanien. In die "Operacion Puerto" verwickelten Radprofis droht ein Startverbot in Italien. Die olympischen Sommerspiele 2016 könnten in Aserbaidschan stattfinden.


Hamburg - Ferrari hat am ersten von drei Testtagen im spanischen Jerez de la Frontera die anderen Teams klar hinter sich gelassen. Im neuen F2008 benötigte Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen aus Finnland für seine schnellste von 59 Runden auf dem 4,428 Kilometer langen Kurs 1:19,846 Minuten. Sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa, der mit einigen technischen Schwierigkeiten zu tun hatte, war dennoch nur 0,277 Sekunden langsamer. Der spanische Testfahrer Pedro de la Rosa fuhr im ebenfalls neuen McLaren-Mercedes MP4-23 als Drittschnellster 1:20,548 Minuten. Bester Deutscher war Sebastian Vettel im Toro Rosso (1:20,732) als Vierter. Nico Rosberg im Williams-Toyota wurde in 1:21,143 Minuten Siebter.

Ferrari-Pilot Massa: Starke Zeit trotz technischer Probleme
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Ferrari-Pilot Massa: Starke Zeit trotz technischer Probleme

Force India, das Team des deutschen Piloten Adrian Sutil, hatte hingegen mit vielen mechanischen Problemen zu kämpfen. Testfahrer Vitantonio Liuzzi musste deshalb seinen Wagen einige Zeit in der Garage lassen und wurde am Ende des Tages in 1:23,035 Minuten Elfter. Force India hatte vergangenen Samstag den Italiener Giancarlo Fisichella verpflichtet und damit als letztes der elf Teams sein Fahrerduo komplettiert. Noch bis Mittwoch testen neun Teams in Jerez.

Die sieben Interessenten an der Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2016 haben heute fristgerecht ihre Unterlagen beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne eingerecht. Wie das IOC mitteilte, sind die Bewerbungsunterlagen von Baku (Aserbaidschan), Chicago (USA), Doha (Katar), Madrid (Spanien), Prag (Tschechien), Rio de Janeiro (Brasilien) und Tokio (Japan) eingegangen. Die Spiele 2016 werden am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen vergeben. Zuvor trifft die IOC-Exekutive im Juni 2008 eine Vorauswahl. Die besten Chancen für 2016 werden Chicago eingeräumt, nachdem die USA letztmals 1996 mit Atlanta Gastgeber der Sommerspiele waren. Wegen der "stillschweigenden" Kontinental-Rotation bei der Vergabe werden nach Peking 2008 und London 2012 sowohl Asien als auch Europa nur geringe Chancen gegeben.

Der Chefermittler des Olympischen Komitees Italiens (CONI), Ettore Torri, will ein Startverbot für ausländische Radprofis in Italien erwirken, denen eine Verwicklung in den Dopingskandal "Operacion Puerto" nachgewiesen werden kann. Torri nannte dabei ausdrücklich die Namen von Toursieger Alberto Contador und Alejandro Valverde (beide Spanien). "Nachdem wir italienische Sportler bestraft haben, wollen wir uns mit den beiden Ärzten Eufemiano Feuntes und Merino Batreis sowie den etwa 50 ausländischen Athleten befassen, die deren Praxen besucht und vermutlich verbotene Substanzen eingenommen haben", erklärte Torri.

Man warte auf weitere Dokumente der spanischen Behörden, danach wolle man die verdächtigten Personen vernehmen. Torri bezeichnete es als unfair, dass ausländische Stars "wie Contador und Valverde" bisher unbehelligt blieben, während in Italien Girosieger Ivan Basso für zwei Jahre gesperrt oder ein Danilo Di Luca nicht zur Weltmeisterschaft zugelassen wurde.

Bei den 68. Hahnenkammrennen kommendes Wochenende in Kitzbühel gibt es für die Athleten mehr Geld als jemals zuvor zu verdienen. Der Veranstalter gab heute die Rekordsumme von insgesamt 550.000 Euro bekannt. Das Preisgeld für den Super G beträgt 130.000 Euro, für die Abfahrt und den Slalom je 175.000 Euro und bei der klassischen Hahnenkamm-Kombination werden 70.000 Euro ausgeschüttet. Vor zwei Jahren war mit 520.000 Euro die bislang höchste Summe ausgelobt worden.

"Der Sieger der Abfahrt erhält alleine 70.000 Euro", sagte OK-Chef Michael Huber. Einmalig im Weltcup gibt es auch Preisgeld für die Top 30. "Wir bieten damit ein mehr als doppelt so hohes Preisgeld, wie eigentlich von der Fis (der internationale Skiverband, d. Red.) vorgeschrieben. Damit wollen wir unsere Wertschätzung und unseren Respekt für die teilnehmenden Athleten und deren Leistungen ausdrücken", sagte Huber.

fsc/sid/dpa



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