Mixed Zone Flensburg aus dem Titelrennen, Alba unterliegt Quakenbrück

Die vierte Saisonniederlage beendet alle Meisterschaftsträume: Handball-Bundesligist Flensburg-Handewitt unterlag in Magdeburg. Gleiches erlebten die Rhein-Neckar Löwen im Europapokal. Die Basketballer von Alba Berlin müssen sich vom Double verabschieden.


Hamburg - Die SG Flensburg-Handewitt hat sich im Rennen um die deutsche Handball-Meisterschaft den wohl entscheidenden Ausrutscher geleistet. Beim SC Magdeburg unterlag die Mannschaft von Trainer Kent Harry Andersson 28:32 (10:14) und liegt zwei Spieltage vor Saisonende mit 54:10 Punkten drei Zähler hinter Spitzenreiter THW Kiel (57:7). Damit kann der THW bereits am nächsten Spieltag mit einem Sieg bei FA Göppingen seinen 14. Meistertitel perfekt machen. Bester Werfer für die Gastgeber vor 6008 Zuschauern war Alexandros Vasilakis mit sieben Toren. Für die SG traf der dänische Euopameister Lars Christiansen neun Mal.

Flensburger Christiansen: Neun Treffer - und doch verloren
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Flensburger Christiansen: Neun Treffer - und doch verloren

Der TBV Lemgo behielt 33:31 (18:12) gegen TuS N-Lübbecke die Oberhand und zog nach Punkten wieder mit dem VfL Gummersbach (39:25) auf Rang sechs gleich. Im Kampf gegen den Abstieg musste sich der Wilhelmshavener HV mit einem 30:30 (14:14) gegen den TV Großwallstadt zufrieden geben. Tusem Essen erlitt beim 27:30 (11:14) gegen Göppingen einen Rückschlag. Aufgestiegen in die Bundesliga ist der Stralsunder HV. Das Team gewann am Samstag 37:32 (19:14) beim SC Magdeburg II und sicherte sich damit die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord der Männer.

Für die Rhein-Neckar Löwen droht der Traum vom ersten Titel der Vereinsgeschichte zu platzen. Im Final-Hinspiel im Europacup der Pokalsieger bei MKB Veszprem musste sich die Mannschaft von Trainer Juri Schewzow 32:37 (20: 20) geschlagen geben und geht mit einer schweren Hypothek ins Rückspiel am kommenden Samstag. Bester Werfer vor 2000 Zuschauern für den 15-maligen ungarischen Meister war Marko Vujin mit neun Toren, für die Löwen kamen Uwe Gensheimer und Mariusz Jurasik auf je sechs Treffer.

Alba Berlin muss weiter auf den ersten Titel seit 2006 warten. Im Halbfinale des Top-Four-Turniers um den deutschen Basketball-Pokal vor 6139 Zuschauern in Hamburg bezwang Vizemeister Artland Dragons Quakenbrück den Bundesliga-Tabellenführer 76:69 (39:32) und beendete damit die Double-Träume Albas. Trotz 21 Punkten gelang es auch Liga-MVP Julius Jenkins nicht, die Berliner Niederlage zu verhindern. Bester Werfer der Dragons war Adam Chubb, der 19 Zähler zum Sieg des Vorjahresfinalisten beitrug. Mit einem weiteren Erfolg im Finale kann Quakenbrück am Sonntag den ersten Titel der Vereinsgeschichte gewinnen. Gegner der Dragons im Endspiel ist EnBW Ludwigsburg, das sich 76:72 (44:35) gegen die Eisbären Bremerhaven durchsetzte.

Denis Gremelmayr hat zum zweiten Mal binnen zwei Wochen den Einzug ins Finale eines ATP-Turniers verpasst. In Barcelona unterlag er dem topgesetzten Rafael Nadal glatt 1:6, 0:6. Der Spanier trifft im Endspiel auf seinen Landsmann David Ferrer. Die Nummer zwei der Setzliste besiegte Stanislas Wawrinka (Schweiz/Nr. 14) 7:6 (10:8), 6:3. Mitte April hatte Gremelmayr im portugiesischen Estoril erstmals ein Halbfinale auf der ATP-Tour erreicht.

fsc/sid/dpa



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