Mixed Zone Gummersbach von Rettung überzeugt, Laborleiter verteidigt Armstrong

Die Handball-Clubs VfL Gummersbach und DHC Rheinland dürfen auf die Lizenzen für die kommende Saison hoffen. Der Leiter eines Schweizer Anti-Doping-Labors verteidigt sich und Lance Armstrong gegen Vertuschungsvorwürfe. Außerdem: Christian Ehrhoff ist fit für die NHL-Finals.

Gummersbacher Pfahl: Warten auf die Lizenz
dapd

Gummersbacher Pfahl: Warten auf die Lizenz


Hamburg - Der VfL Gummersbach kann sich wieder Hoffnungen auf die bislang verweigerte Lizenz für die Handball-Bundesliga machen. "Wir werden im Tagesverlauf die erforderlichen Unterlagen fristgerecht bei der HBL einreichen. Wir sind der Überzeugung, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben", sagte VfL-Sprecher Thomas Hellwege. Die Handball-Bundesliga (HBL) hatte dem zwölfmaligen deutschen Meister die Lizenz insbesondere aufgrund einer bestehenden Liquiditätslücke in Höhe von 2,2 Millionen Euro zunächst verweigert. Bis um 23.59 Uhr am Freitag hat der VfL Zeit, die nachgebesserten Unterlagen an die HBL zu schicken. "Wir werden diese Summe ungefähr erreichen", so Hellwege. Eine endgültige Entscheidung über die Lizenzvergabe soll nach Prüfung der Unterlagen in der kommenden Woche fallen.

Vor der Lösung seiner finanziellen Probleme steht auch Bundesliga-Zwangsabsteiger DHC Rheinland. Der Club hat seine Aussichten auf den Erhalt einer Lizenz für die kommende Spielzeit der zweiten Handball-Bundesliga stark verbessert. Am Donnerstag stimmten die Gläubiger der DHC Rheinland GmbH und Co. KG dem Insolvenzplan von Verwalter Dirk Andres mit mehr als 98 Prozent zu. "Mit diesem Schritt steht dem Neustart nichts mehr im Wege. Nach Ablauf verschiedener Fristen, die in einem derartigen Verfahren üblich sind, wird das Amtsgericht nun in Kürze die Insolvenz aufheben", sagte Andres. Jetzt könne man sich wieder voll und ganz auf das Sportliche konzentrieren, sagte DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven. Wenn das Amtsgericht Düsseldorf das Insolvenzverfahren zum 10. Juni aufhebt, wäre der DHC Rheinland saniert und könnte schuldenfrei zur kommenden Spielzeit der zweiten Liga antreten. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens standen die Dormagener als erster Absteiger aus der Bundesliga fest.

Nach einem monatelangen Streit hat ein Gericht in London die Namensfrage des Formel-1-Teams Lotus geklärt. Der britisch-malaysische Rennstall darf weiterhin so heißen, entschieden die Richter am Freitag. Damit wird es auch künftig neben Lotus-Renault mit dem deutschen Fahrer Nick Heidfeld ein zweites Team mit dem Namen des Herstellers geben. Im vergangenen Jahr hatte Team-Lotus-Besitzer Tony Fernandes die Namensrechte gekauft. Allerdings setzten sich die Straßenautosparte Group Lotus und der Mutterkonzern Proton gegen eine weitere Verwendung des Namens zur Wehr, da Lotus als Hauptsponsor bei Renault eingestiegen war.

Der ehemalige Radprofi Lance Armstrong ist während der Tour de Suisse 2001 nach Angaben des zuständigen Laborleiters nicht positiv getestet worden. Martial Saugy, Leiter des Anti-Doping-Labors in Lausanne, sagte "der Neuen Zürcher Zeitung", es habe lediglich verdächtige Proben gegeben, die auch nicht dem US-Amerikaner zugeschrieben werden konnten. "Wenn ich mich richtig erinnere, waren es vier Proben. Sie wurden auf verschiedenen Etappen genommen, deshalb weiß ich nicht, ob sie vier verschiedene Fahrer betrafen oder alle von einem Athleten stammten. Die Tests wurden aber nicht unter den Tisch gewischt, und es stimmt auch nicht, dass die Resultate als positiv hätten interpretiert werden können", sagte Saugy: "Sie waren suspekt, und mit diesem Argument allein hat man vor Gericht keine Chance." Im Zuge der Ermittlungen gegen Armstrong in den USA waren schwere Vorwürfe gegen das Labor laut geworden, das angeblich positive Analysen des siebenmaligen Toursiegers in Kooperation mit dem Rad-Weltverband UCI unterschlagen haben sollte.

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff hat seine Schulterverletzung rechtzeitig vor den Finalspielen der nordamerikanischen Profiliga NHL auskuriert. Der Verteidiger der Vancouver Canucks werde in den Endspielen wieder dabei sein, sagte Trainer Alain Vigneault. Wer Vancouvers Gegner wird, ermitteln am Samstag im entscheidenden siebten Spiel die Boston Bruins und die Tampa Bay Lightning. Ehrhoff hatte sich im dritten Halbfinal-Spiel gegen die San Jose Sharks nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler an der linken Schulter verletzt und daraufhin Spiel vier und fünf verpasst.

Golfprofi Alex Cejka musste wegen erneuter Beschwerden an seinem angebrochenen rechten Zeh beim US-Turnier in Irving (Texas) aufgeben. Nach seiner 74er Runde vom ersten Tag gab der 40-Jährige seinen Verzicht bekannt. "Mein rechter Fuß schmerzt wieder, ich konnte die letzten acht Löcher kaum noch laufen," sagte Cejka, der in den letzten zehn Tagen zehn Runden gespielt hatte.

ged/dpa/sid



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