Mixed Zone HSV-Handballer siegen, Löwen verlieren

Handball-Bundesligist HSV Hamburg steht nach einem Sieg in Moskau so gut wie sicher im Viertelfinale der Champions League. Die Rhein-Neckar Löwen kassierten dagegen in Chambery eine Niederlage. Zum Davis-Cup-Spiel zwischen Schweden und Israel werden keine Zuschauer zugelassen.


Hamburg - Der HSV Hamburg steht unmittelbar vor dem Einzug ins Viertelfinale der Handball-Champions-League. Nach dem 32:30 (14:14)-Erfolg bei Russlands Meister Medwedi Tschechow ist der Mannschaft von Trainer Martin Schwalb das Weiterkommen kaum noch zu nehmen. Ohne Verlustpunkt führt der HSV (8:0 Punkte) die Gruppe eins vor Tschechow (4:4), Portland San Antonio (2:4) und dem FC Kopenhagen (0:6) an.

HSV-Handballer Torgowanow (l.), Lijewski: Auf Viertelfinalkurs
DPA

HSV-Handballer Torgowanow (l.), Lijewski: Auf Viertelfinalkurs

Beide Teams boten lange Zeit eine ausgeglichene Partie in der Olympischen Sporthalle vor den Toren Moskaus. Zunächst setzten sich die Gäste mit 9:7 ab, anschließend ging Medwedi 14:11 in Führung. Erst zwei Minuten vor Schluss gelang Marcin Lijewski, mit elf Treffern erfolgreichster Schütze der Hamburger, mit dem Tor zur 32:28-Führung die Vorentscheidung.

Dagegen verloren die Rhein-Neckar Löwen 23:25 (12: 11) bei den Franzosen von Chambery HB, können aber mit Siegen in zwei ausstehenden Heimspielen noch das Viertelfinalticket lösen. Jan Filip war der überragende Werfer der Gäste. Der 35-jährige Tscheche warf zehn Tore und war vor allem in der ersten Halbzeit Dreh- und Angelpunkt der Badener, die erst nach 16 Minuten erstmals in Führung gingen. Pech hatten die Löwen, als Karol Bielecki in der 49. Minute nach dem dritten Foul die Rote Karte sah. Das Spiel war entschieden, als Chambery 35 Sekunden vor Schluss das 24:23 gelang und den Gegenstoß der Gäste abfing.

Der THW Kiel bleibt in der Handball-Bundesliga das Maß aller Dinge. Der 39:30 (26:17)-Heimerfolg gegen GWD Minden am Mittwochabend brachte dem Verein zwei Zähler und einen weiteren Rekord ein. Nach dem Unentschieden am ersten Spieltag haben die Kieler die 20 folgenden Spiele allesamt gewonnen und damit die Bestmarke des TBV Lemgo aus dem Jahr 2002 egalisiert. Dank dieser Siegesserie führt der THW (41:1 Punkte) die Tabelle unangefochten vor Lemgo (31:9) an.

5000-Meter-Weltmeisterin Meseret Defar hat beim Hallen-Sportfest der Leichtathleten in Stockholm ihrer äthiopischen Teamkollegin und Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba den5000-Meter-Weltrekord abgenommen. Die 25-Jährige lief 14:24,37 Minuten und blieb damit 3,05 Sekunden unter der Marke von Dibaba, die am 27. Januar 2007 in Boston 14:27:42 erzielt hatte.

Wegen Sicherheitsbedenken findet das Heimspiel zwischen Schwedens Tennis-Herren und Israel in der ersten Runde des Davis Cups ohne Zuschauer statt. Die Ränge in Malmö vom 6. bis 8. März werden leerbleiben, gaben die schwedischen Veranstalter bekannt. Zuvor waren mehrere anti-israelische Demonstrationen in der schwedischen Stadt angekündigt worden. Malmös Behörden erklärten, sie könnten keine Sicherheitsgarantien für Israels Fans übernehmen.

Die deutschen Volleyball-Nationalmannschaften haben sich in den aktuellen Weltranglisten verbessert. Die Frauen rückten vom 15. auf den 12. Platz vor, die Männer verbesserten sich um einen Rang auf Position 13. An der Spitze änderte sich nichts. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen behauptete Brasilien seine Toppositionen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) im Kampf gegen die Leistungsmanipulation ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen. Beim ersten Empfang eines Nada-Vorstandes durch einen Regierungschef sagte die CDU-Politikerin: "Die Entwicklung seit ihrer Gründung und insbesondere die Neustrukturierung haben gezeigt, dass sich die Institution etabliert hat und sich auf neue Entwicklungen einstellen kann. Ich sehe die Dopingbekämpfung bei der Nada und dem für die Spitzensportförderung zuständigen Bundesministerium des Innern in sehr guten Händen."

mti/sid/dpa

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