Mixed Zone Huck verteidigt WM-Titel, Gummersbach im Finale

Profiboxer Marco Huck hat Herausforderer Brian Minto aus den USA besiegt - und seinen WM-Titel im Cruisergewicht behauptet. Handball-Bundesligist VfL Gummersbach steht im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger. In der Liga-Partie zwischen Dormagen und Minden gab es einen Eklat.

Boxprofi Huck: Alter und neuer WBO-Weltmeister im Cruisergewicht
dpa

Boxprofi Huck: Alter und neuer WBO-Weltmeister im Cruisergewicht


Hamburg - Marco Huck bleibt Weltmeister im Cruisergewicht nach Version des Box-Weltverbandes WBO. Er besiegte am Samstagabend in Oldenburg Herausforderer Brian Minto aus den USA durch Aufgabe nach der zehnten Runde. Der 35 Jahre alte Amerikaner war 2006 bekannt geworden, als er das Comeback von Schwergewichtler Axel Schulz durch einen K.o.-Sieg verdarb. Huck, der in den kommenden Jahren ins Schwergewicht aufsteigen will, feierte in seinem 30. Profikampf den 29. Sieg.

Minto musste nach Schlagkombinationen Hucks in der dritten, fünften und neunten Runde zu Boden und wurde angezählt. Der Amerikaner hielt sich trotz schwerer Treffer lange auf den Beinen. Doch mit dem Gong zur zehnten Runde gab seine Ecke auf. Minto hatte von seinen 37 Fights zuvor, allesamt im Schwergewicht, 34 gewonnen. Nach der K.o.-Niederlage gegen den ehemaligen Vitali-Klitschko-Herausforderer Chris Arreola (USA) hatte er entschieden, ins Cruisergewicht (bis 90 Kilo) zu wechseln.

Handball-Bundesligist VfL Gummersbach ist zum zweiten Mal in Folge in ein Europapokal-Finale eingezogen. Der EHF-Cup-Sieger setzte sich im Halbfinal-Rückspiel des Pokalsieger-Cups 31:28 (16:12) bei Navarra San Antonio aus Spanien durch. Gummersbach zog nach dem 30:26 im Hinspiel verdient ins Endspiel ein. Im Finale wartet nun Steaua Bukarest oder der spanische Vertreter Fraikin Granollers.

Dagegen ist für die SG Flensburg-Handewitt der Traum von der Endspiel-Teilnahme im EHF-Cup nach dem 21:24 (12:12) bei den Kadetten Schaffhausen geplatzt. Die Flensburger, die das Hinspiel noch 31:30 gewonnen hatten, verloren in den letzten 20 Minuten völlig den Faden und gaben eine 18:13-Führung und die schon sichergeglaubte Endspiel-Teilnahme aus der Hand. Die Schweizer treffen im Finale auf den Sieger der Begegnung zwischen dem TBV Lemgo und dem spanischen Vertreter La Rioja. Lemgo muss im Rückspiel am Sonntag ein 25:30 aus dem Hinspiel wettmachen.

Mit einem Eklat endete das Handball-Bundesliga-Spiel, bei dem der TSV Dormagen gegen Schlusslicht GWD Minden beim 31:31 (15:15) einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf verpasste. Inzwischen drohen dem Tabellen-15. noch weitere Konsequenzen. Ein TSV-Fan war kurz vor Schluss aufs Spielfeld gelaufen und hatte den amtlichen Spielaufseher umgerannt. Dieser erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei. Obwohl sich Teammanager Thomas Dröge öffentlich für den Vorfall entschuldigte, muss Dormagen eine Hallensperre fürchten. Schon in der Halbzeitpause hatte die Polizei eingreifen müssen, als sich vor der Halle rund 30 Anhänger beider Teams in die Haare bekamen. Der TSV hat seinerseits Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt, weil Minden in der Schlussphase angeblich sieben Spieler auf dem Feld hatte.

Die Phantoms Braunschweig haben trotz einer 62:71-Niederlage bei den Skyliners Frankfurt als letztes Team die Playoffs in der Basketball-Bundesliga erreicht. Die Niedersachsen profitierten am letzten Hauptrunden-Spieltag von der gleichzeitigen 80:82-Niederlage der Artland Dragons bei den Eisbären Bremerhaven. Bei Punktgleichheit entschied der Direktvergleich zugunsten der Braunschweiger, die es im Viertelfinale mit Titelverteidiger EWE Baskets Oldenburg zu tun bekommen. Die weiteren Duelle lauten Alba Berlin gegen Frankfurt, BG Göttingen gegen Bremerhaven und Telekom Baskets Bonn gegen Brose Baskets Bamberg.

Mit einem weiteren Remis hat Titelverteidiger Viswanathan Anand seine Führung bei der Schach-Weltmeisterschaft in Sofia behauptet und lag zur Halbzeit mit 3,5:2,5 Punkten vorn. Der Inder teilte sich in der sechsten Partie gegen Herausforderer Wesselin Topalow aus Bulgarien zum zweiten Mal hintereinander die Punkte. Nach viereinhalb Stunden einigten sich beide Kontrahenten im 48. Zug auf das Unentschieden.

wit/sid/dpa



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Klaschfr 02.05.2010
1. Schlägerei
Das war eher eine Schlägerei als ein Boxkampf. Hucks Trainer hat mittlerweile eine ganze Reihe von Boxern produziert, die wild mit den Regeln umgehen. Und es macht kein Vergnügen mehr, zuzuschauen. So verkommt langsam die Boxszene.
saul7 04.05.2010
2. ++
Zitat von sysopProfi-Boxer Marco Huck hat Herausforderer Brian Minto aus den USA besiegt - und seinen WM-Titel im Cruisergewicht behauptet. Handball-Bundesligist VfL Gummersbach steht im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger. In der Liga-Partie zwischen Dormagen und Minden gab es einen Eklat. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,692496,00.html
Huck hat verdient gewonnen und Viswathan Anand leigt mit einem Zähler vor seinem Gegner bei der Schach-Weltmeisterschaft,. So viel Zeit muß sein...;-))
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