Mixed Zone Jensen wird Nationalcoach, Kaman will nur mit Nowitzki

Heine Jensen wird neuer Trainer der deutschen Handballerinnen. Dirk Nowitzki und Chris Kaman gibt es nur im Doppelpack. Eishockey-Profi André Rankel bleibt eine Sperre erspart. Außerdem: Klitschko-Gegner Odlanier Solis soll in einem halben Jahr wieder boxen können.

Handball-Trainer Jensen: Vom HC Leipzig zum DHB
DPA

Handball-Trainer Jensen: Vom HC Leipzig zum DHB


Hamburg - Der Däne Heine Jensen ist neuer Bundestrainer der deutschen Handballerinnen. Der 34-Jährige, seit 2008 Coach des amtierenden deutschen Meisters HC Leipzig, erhält beim DHB einen Vertrag bis zum 31. Dezember 2014 und ist bis zum 30. Juni dieses Jahres in Doppelfunktion für den Verein und das deutsche A-Team verantwortlich. Er tritt die Nachfolge von Rainer Osmann an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.

Handball-Torhüter Per Sandström wechselt nach der laufenden Saison vom deutschen Pokalsieger HSV Hamburg zum Ligarivalen MT Melsungen. Der 30-jährige Schwede, der beim Tabellenführer noch ein weiteres Jahr unter Vertrag gestanden hätte, unterschrieb in Melsungen einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2013.

Nach seiner K.o.-Niederlage gegen WBC-Weltmeister Witali Klitschko ist Profi-Boxer Odlanier Solis erfolgreich operiert worden. Bei dem Eingriff sei im rechten Knie unter anderem das vordere Kreuzband ersetzt worden, teilte die Arena-Promotion mit. Laut Arena-Chef Ahmet Öner könnte Solis in rund sechs Monaten wieder in den Ring steigen. Der Kubaner soll am 15. April ein zweites Mal operiert werden und dann mit der Rehabilitation beginnen. Solis hatte die Verletzung während des Kampfes gegen Klitschko erlitten.

Die NBA-Profis Dirk Nowitzki und Chris Kaman werden in der Basketball-Nationalmannschaft bei der EM 2011 in Litauen (31. August bis 18. September) nur gemeinsam oder überhaupt nicht spielen. "Wenn Dirk spielt, spiele auch ich. Wenn er nicht dabei ist, werde auch ich nicht spielen", sagte Center Kaman von den Los Angeles Clippers der "Los Angeles Times". Superstar Nowitzki von den Dallas Mavericks hatte im vergangenen Sommer zunächst seine Zusage für das Turnier gegeben. In den vergangenen Tagen hatte er jedoch einen Rückzieher und den weiteren Saisonverlauf mit den Mavericks in den NBA-Playoffs von seiner Teilnahme abhängig gemacht.

Eishockey-Profi André Rankel von den Eisbären Berlin bleibt eine Strafe erspart. Er hatte im ersten Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gegen den ERC Ingolstadt (5:3) Gegenspieler Bruno St. Jacques gecheckt, der daraufhin kopfüber in die Bande stürzte und bewusstlos liegenblieb. Ingolstadt hatte wegen des Vorfalls ein Verfahren gegen Rankel angestrengt, das von DEL-Einzelrichter Jörg Mayr jedoch eingestellt wurde. Laut DEL ließ die Würdigung der Beweismittel eine nachträgliche Bestrafung der Aktion nicht zu.

Moskau hat nach der Eiskunstlauf-WM erneut einen kurzfristigen Zuschlag für die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft erhalten. Die russische Hauptstadt wird in diesem Jahr die Titelkämpfe im Modernen Fünfkampf austragen und somit für Kairo einspringen. Ägyptens Hauptstadt muss wegen der politischen Unruhen im Land auf die Titelkämpfe verzichten. "Vertreter des ägyptischen Verbandes haben uns mitgeteilt, dass sie die WM nicht stemmen können. Deshalb wurde Moskau ausgesucht", sagte Iris Wlahaoutschikow, Sportdirektorin des Weltverbandes UIPM, in Cannes. Ein genauer Termin wurde noch nicht festgelegt. In Kairo sollte die WM vom 6. bis 14. September stattfinden.

Nach langen Verhandlungen hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) die Doping-Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (Nada) übertragen. Der Auftrag der Bonner Agentur beginnt am 1. April. Nada und FN einigten sich auf einen Zweijahresvertrag bis zum 31. März 2013. FN-Geschäftsführer Soenke Lauterbach bezeichnete die Vereinbarung als einen Schritt in Richtung "fairen Pferdesport". Im August 2010 hatte die NADA bereits die Wettkampfkontrollen der Reiter übernommen, nicht aber die der Pferde.

Das Nationale Olympische Komitee Italiens (Coni) hat den früheren Arzt des italienischen Eislaufverbandes, Alberto Lugli, wegen Dopings zu einer Sperre von sechs Jahren verurteilt. Das Antidopinggericht des Coni bestätigte damit ein Urteil des italienischen Sportärzteverbandes. Außerdem belegte das Gericht Lugli mit einer Geldstrafe von 5000 Euro. Der Mediziner war durch einen Bericht der Radzeitschrift "Cycling Pro" überführt worden. Ein Reporter hatte sich bei dem Arzt als Sportler ausgegeben und nach Mitteln und Wegen für eine Leistungssteigerung gefragt. Daraufhin hatte Lugli den verdeckt recherchierenden Journalisten Ozon- und Sauerstoff-Behandlungen unterzogen und ihm eine Eigenblutbehandlung vorgeschlagen.

ged/dpa/sid



© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.