Mixed Zone Kanada legt bei Eishockey-WM vor, keine Strafe für Busch

Eishockey-Nationalspieler Florian Busch muss wegen seiner verweigerten Dopingprobe keine Konsequenzen fürchten. Bei der WM landen die USA, Gastgeber Kanada und Russland hohe Siege - letztere mit Aufsehen erregenden Retro-Trikots. Timo Schneider steht erneut auf Pole.


Hamburg - Die verweigerte Dopingkontrolle hat keine weiteren Konsequenzen für Eishockey-Nationalspieler Florian Busch. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada wolle gegen den Spieler des deutschen Meisters Eisbären Berlin nicht tätig werden, teilte der Weltverband IIHF am Samstag auf seiner Internetseite mit. Damit darf Busch bei der WM in Kanada für Deutschland spielen. Die deutsche Nationalmannschaft trifft am Abend in Halifax im Auftaktspiel auf Finnland.

Dany Heatley: Beim 5:1-Sieg über Slowenien steuerte er drei Treffer bei.
REUTERS

Dany Heatley: Beim 5:1-Sieg über Slowenien steuerte er drei Treffer bei.

Busch hatte am 6. März zunächst eine unangemeldete Doping-Probe verweigert und diese erst einige Stunden später nachgeholt. Die Probe war negativ. Der Deutsche Eishockey-Bund ahndete den Vorfall mit einer Verwarnung und 5000 Euro Geldstrafe. Die Nationale Anti-Doping-Agentur Nada akzeptierte das Urteil nicht und schaltete die Wada ein. Für die Nada ist eine verweigerte Doping-Probe gleichbedeutend mit einem positiven Test.

Zum Auftakt der Eishockey-WM blieben die Überraschungen aus. Der Gastgeber und Rekordweltmeister Kanada besiegte in der Gruppe B durch einen Dreierpack des Deutschkanadiers Dany Heatley (21./36./51.) Aufsteiger Slowenien 5:1 (1:0, 3:1, 1:0). Dan Hamhuis (21.) und Martin St. Louis (31.) erzielten die weiteren Tore für die kanadischen NHL-Stars, die den 25. WM-Titel anstreben. Für den Gegentreffer zeichnete Anze Kopitar, der einzige slowenische NHL-Profi, verantwortlich (33.). Im zweiten Spiel der Gruppe B setzten sich die USA 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gegen Lettland durch. In den roten Trikots mit der berühmten Aufschrift "CCCP" fertigten die Russen Italien 7:1 (1:0, 5:0, 1:1) ab und übernahmen in der Gruppe D die Tabellenführung. Die Tschechen, die mit 13 NHL-Legionären antraten, siegten 5:2 (2:2, 2:0, 1:0) gegen Dänemark.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgefordert, sämtlichen Olympia-Teilnehmern in Peking klare Richtlinien im Bezug auf politische Äußerungen vorzugeben. Das IOC müsse sagen, was Athleten "tun und lassen dürfen, um nicht gegen die Regeln des IOC zu verstoßen", erklärte der CDU-Politiker, der als Innenminister auch für Sport zuständig ist, in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das Recht auf freie Meinungsäußerung sei "selbstverständlich". Laut Artikel 51 der olympischen Charta sind politische Äußerungen an Wettkampfstätten verboten.

China müsse wissen, dass es als Ausrichter der Olympischen Spiele im Mittelpunkt der weltweiten Aufmerksamkeit stehe. "Wer dann diese Aufmerksamkeit fürchtet, hat einen Fehler gemacht", so Schäuble weiter. Olympia sei eine Chance für Chinas "Selbstbewusstsein und Entwicklung". "Das Land kann sich der Öffentlichkeit der Welt stellen, es muss nur Freiheit und Unterschiedlichkeit respektieren", meinte der Minister.

Audi und Werkspilot Timo Scheider sind in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) weiterhin das Maß der Dinge. Zum dritten Mal in Folge sicherte sich der 29-Jährige in einem Abt-Audi A4 die Pole Position. Scheider war beim dritten Saisonrennen in Mugello und seiner insgesamt fünften DTM-Pole in 1:43,079 Minuten 0,322 Sekunden schneller als der Brite Jamie Green in einer AMG-Mercedes C-Klasse. "Das wird mir langsam selbst unheimlich", sagte Scheider. Der frühere FIA-GT-Vizemeister schaffte damit erst als zweiter Fahrer das Kunststück, in den ersten drei Saisonrennen die Pole zu erobern. Seine bisher beste Saisonleistung zeigte der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher. Auf Startposition 13 ist der 32-Jährige bester Mercedes-Pilot in einem so genannten "Jahreswagen" der Stuttgarter.

ruf/sid/dpa

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