Mixed Zone Kiefer im Halbfinale, Hardy will trotz Dopingbefund zu Olympia

Nicolas Kiefer steht durch den Sieg gegen James Blake im Halbfinale in Toronto. US-Schwimmerin Jessica Hardy will trotz ihres positiven Dopingbefundes in Peking starten. Die irakischen Sportler gehen gegen ihren Olympiaausschluss vor.


Hamburg - Kiefer bezwang am Freitag den US-Amerikaner James Blake 6:1, 6:2. Gegen den Weltranglisten-Achten hatte der 31-Jährige zuvor alle drei Partien verloren. Bei der mit 2,6 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung in Toronto trifft Olympia-Teilnehmer Kiefer am Samstag auf den ebenfalls ungesetzten Franzosen Gilles Simon, der sich gegen den Kroaten Marin Cilic 3:6, 6:2 und 6:3 durchgesetzt hatte. Es ist Kiefers erstes Halbfinale bei einem Turnier der Masters-Series in diesem Jahr. Im Viertelfinale hatte der Deutsche den russischen Weltranglisten-Vierten Nikolai Dawidenko 4:6, 6:4, 6:4 geschlagen.

Tennisprofi Kiefer: Überraschend starke Vorstellung
AP

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Nach einer Massenschlägerei im amerikanischen Profi-Basketball der Frauen hat der Verband drastische Strafen verhängt. Die Spielerinnen der beteiligten Mannschaften Detroit Shock und Los Angeles Sparks wurden mit Sperren von bis zu vier Begegnungen belegt. Insgesamt waren zehn Spielerinnen in die Prügelei verwickelt.

Die US-amerikanische Schwimmweltmeisterin Jessica Hardy hat nach ihrem positiven Dopingtest bei den Olympiaausscheidungen Einspruch eingelegt und hofft weiter auf eine Peking-Teilnahme. Das gab ihr Anwalt Howard Jacobs bekannt. Hardy sei bei ihrem zweiten Dopingtest am 4. Juli positiv auf Clenbuterol getestet worden, der erste Test am 1. Juli und der dritte am 6. Juli seien negativ gewesen, sagte Jacobs. "Ich habe noch nie von einem solchen Schema gehört", so Jacobs. Hardy bestreitet jedes Dopingvergehen. "Sie wusste noch nicht mal, was Clenbuterol ist, als sie über den positiven Test informiert wurde." Die 21-jährige Hardy, die über 100 Meter Brust zu den Favoriten in Peking gezählt hatte, hofft auf ein schnelle Entscheidung, um bei einem Freispruch noch an den Sommerspielen teilzunehmen. Ihr droht eine zweijährige Sperre.

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft bestreitet nach der geglückten Qualifikation für Olympia am kommenden Donnerstag (19 Uhr) einen letzten Test vor der Abreise nach China. Gegner ist in Bamberg Finnland. "Es war ein großer Wunsch der ganzen Mannschaft, nach dem tollen Erfolg in Athen noch einmal vor eigenem Publikum zu spielen", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann. Am 2. August startet die Nationalmannschaft zur Peking-Reise

Dorthin möchten auch die irakischen Sportler. Deswegen wollen sie den Olympiaausschluss durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) nicht hinnehmen und das IOC verklagen. Ein irakischer Sportfunktionär erklärte am Freitag in Bagdad, man werde vor dem Internationalen Gerichtshof in den Haag Klage gegen die Entscheidung einreichen. Nach Angaben des irakischen Athletensprechers Jaza'ir al-Sahlani arbeitet ein Konsortium von sechs Rechtsanwälten unter der Führung eines deutschen Juristen an der Klage. Aussicht auf Erfolg hat das Ansinnen jedoch nicht, da vor dem Organ der Vereinten Nationen nur Staaten oder Uno-Untergruppierungen klagen können.

met/sid/dpa/rtr



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