Mixed Zone Klitschkos haben Rücktrittsoption im TV-Vertrag

Die Boxer Wladimir und Vitali Klitschko können jederzeit aus dem TV-Vertrag mit RTL auszusteigen. Der Formel 1-Rennstall Hispania ist verkauft worden. Und: Der Deutsche Eishockey-Bund verbietet den DEL-Clubs die Teilnahme an internationalen Spielen.

Klitschko-Brüder Vitali (l.) und Wladimir: Gut drei Millionen Euro pro Kampf vom TV-Sender
REUTERS

Klitschko-Brüder Vitali (l.) und Wladimir: Gut drei Millionen Euro pro Kampf vom TV-Sender


Wladimir und Vitali Klitschko können jederzeit aus ihrem TV-Vertrag mit dem Fernsehsender RTL aussteigen. Wenn sie sich zu einem Rücktritt entscheiden würden, wäre die bestehende Vereinbarung über weitere fünf Kämpfe aufgehoben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Pro Kampf sollen die beiden zwischen drei und 3,5 Millionen Euro erhalten.

Nach derzeitigem Plan wollen die beiden Brüder noch in diesem Jahr wieder in den Ring steigen. Der 40 Jahre alte Vitali kämpft am 10. September in Breslau gegen den Polen Thomasz Adamek. Sein fünf Jahre jüngerer Bruder Wladimir will zwischen Oktober und Dezember gegen einen noch unbekannten Gegner in antreten, nachdem er erst am vergangenen Wochenende gegen David Haye gewonnen hatte.

Formel 1-Rennstall Hispania (HRT) ist an die Thesan Capital verkauft worden. Die spanische Investment-Firma übernahm die Mehrheitsanteile am Team. Nun wollen die neuen Besitzer die Aktivitäten des Rennstalls in ihr Heimatland verlegen, nachdem das diesjährige Auto im bayrischen Greding gebaut worden war.

Zudem hat der Rennstall Virgin auf technischer Ebene eine langfristige Kooperation mit McLaren geschlossen. Die Zusammenarbeit beinhaltet unter anderem, dass Virgin den Windkanal und das Know-How von McLaren nutzen darf. Unterdessen hat der Rennstall Williams festgelegt, in den kommenden Jahren die Motoren und Chassis von Renault zu verwenden. Sie wollen 2012 und 2013 mit den gleichen Motoren wie Red Bull fahren. Somit wird Renault in der kommenden Saison mit Williams, Red Bull, Lotus und Renault insgesamt vier Teams mit Motoren ausrüsten.

Der Deutsche Eishockey Bund (DEB) hat den DEL-Clubs verboten, künftig an internationalen Spielen teilzunehmen. Damit geht der Streit zwischen Verband und der Liga weiter, die sich bisher nicht auf eine Verlängerung des Ende April ausgelaufenen Kooperationsvertrags einigen konnten. So droht dem fünfmaligen Meister Eisbären Berlin und den Adlern Mannheim der unfreiwillige Verzicht auf die Teilnahme an der "European Trophy", die am 11. August beginnt. Aber auch die Hamburg Freezers, die in Schweden Testspiele bestreiten wollen, und der EHC München, der nach Südtirol eingeladen ist, müssten demnach ihr Vorbereitungsprogramm umstellen.

Peter John Lee, Manager der Eisbären Berlin, kündigte bereits an, sich nicht an das Verbot zu halten. "Momentan sind die DEL-Clubs formal gar nicht Mitglied im DEB und deshalb brauchen wir auch keine Genehmigung vom Verband", sagte Lee. Er räumte allerdings auch ein, dass den Berliner Gegnern aus Schweden, Tschechien, Finnland, Österreich und der Slowakei bei der "European Trophy" Sanktionen des Weltverbandes IIHF drohen, würden sie gegen ein Team aus einer Liga ohne gültigen Kooperationsvertrag spielen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline die Lieferung von Medikamenten-Rezepturen vereinbart. Dabei geht es um Arzneistoffe, die sich noch in der Entwicklung befinden. So soll eine größere Effizienz bei Doping-Kontrollen erzielt werden, teilte die WADA am Montag auf der Homepage mit. "Die Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie ist entscheidend, um den Dopern immer einen Schritt voraus zu sein", sagte WADA-Präsident John Fahey.

Die Basketballer des FC Bayern München wollen in der kommenden Saison am Europacup teilnehmen. "Wir haben sicherlich Interesse, international zu spielen. Alles weitere muss man sehen", sagte Trainer Dirk Bauermann. Der FC Bayern war erst in der vergangenen Saison in die Bundesliga aufgestiegen und hat sich nun auf Anraten des europäischen Liga-Verbands ULEB für eine Wildcard beworben. Der Europacup ist mit der Europa League im Fußball vergleichbar. Die besten Teams Europas spielen in der höherwertigen Euroleague.

Florett-Olympiasieger Benjamin Kleibrink verpasst die Fecht-Europameisterschaften, die kommende Woche (13. bis 19. Juli) im englischen Sheffield beginnen. Der Goldmedaillengewinner von Peking leidet noch immer an den Folgen eines Motorradunfalls, bei dem er sich Mitte April eine Schulterverletzung zugezogen hatte. Angeführt wird das 26-köpfige deutsche Aufgebot von Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann, Degen-Titelverteidigerin Imke Duplitzer und Florett-Weltmeister Peter Joppich.

Der amerikanische Schwimmer Michael Phelps hat über 100 Meter Schmetterling eine neue Weltjahresbestzeit aufgestellt. Der 14-malige Olympiasieger gewann den Kanada Cup in Montreal in 51,32 Sekunden. Damit löste er Benjamin Starke ab, der bei den Deutsche Meisterschaften in Berlin vor einem Monat 51,65 Sekunden geschwommen war.

leh/dpa/sid/rtr



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