Mixed Zone Landis' Comeback, Hambüchens Rekord

Ein Radprofi, der im vergangenen Jahr die Tour de France gewann, hat nach seinem positiven Dopingtest erstmals wieder ein Rennen bestritten. Am Reck zeigte ein deutscher Turner eine Topleistung. Das Münchner Olympia-Konzept wurde gelobt.


Hamburg - Floyd Landis hat erstmals seit seiner Überführung als Dopingsünder während der Tour de France vor rund einem Jahr wieder ein offizielles Radrennen bestritten. Beim Mountainbike-Wettbewerb Leadville Trail 100 im US-Bundesstaat Colorado belegte der US-Amerikaner trotz mehrerer Stürze nach gut sieben Stunden und 100 Meilen den zweiten Platz hinter seinem Landsmann Dave Wiens. Zuvor war Landis, der zurzeit vor der US-Anti-Doping-Agentur gegen die Verhängung einer Zwei-Jahres-Sperre kämpft und dabei auch auf seine Bestätigung als Tour-Sieger 2006 hofft, im vergangenen Mai lediglich bei einem Wohltätigkeits-Rennen wieder in den Sattel gestiegen.

Mountainbiker Landis: Zweiter Platz in den Bergen
AP

Mountainbiker Landis: Zweiter Platz in den Bergen

Die Olympia-Dritte Sabine Spitz hat bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften Silber auf der Marathondistanz geholt. Spitz musste sich im belgischen Verviers nur Petra Henzi aus der Schweiz geschlagen geben.

Reck-Europameister Fabian Hambüchen hat beim letzten WM-Test in Schaffhausen mit 16,45 Punkten einen inoffiziellen "Weltrekord" aufgestellt. Der 19-Jährige verbesserte gestern Abend seine bisherige Reck-Bestnote von den deutschen Meisterschaften in Gießen im Juli noch einmal um 0,1 Punkte und übernahm damit endgültig die Favoritenrolle für die Welttitelkämpfe in Stuttgart (1. bis 9. September). Mit 91,850 Punkten turnte Hambüchen beim Dreiländerkampf in der Schweiz zudem den besten Mehrkampf und ließ die Rumänen Razvan Selariu (90,85) und Daniel Popescu (90,60) hinter sich. Mit der deutschen WM-Riege belegte er mit 360,300 Punkten hinter Rumänien (365,000) Platz zwei.

Nicht an der WM teilnehmen darf dagegen Matthias Fahrig. Der EM-Dritte im Bodenturnen dieses Jahres wurde vom Deutschen Turner-Bund (DTB) aus dem Kader gestrichen. Das gab DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam am Rande des Dreiländerkampfes bekannt. Hintergrund für die Maßnahme ist ein nicht konkret benanntes Fehlverhalten Fahrigs bei den deutschen Meisterschaften. Für den 22-Jährigen ist es bereits die zweite Suspendierung, nachdem er während der WM 2005 in Melbourne über die Stränge geschlagen hatte. "Es gibt Grenzen, die im Zusammenhang mit einer leistungssportlichen Einstellung eingehalten werden müssen, und die hat er in Gießen überschritten", sagte Willam.

Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat das Münchner Konzept für die Winterspiele 2018 gelobt. "Ich glaube, das ist ein überzeugendes, sehr kompaktes Konzept und ich bin sehr froh, dass die Wintersportverbände dieses einstimmig verabschiedet haben und es so zügig gegangen ist", sagte er bei der Kanu-WM in Duisburg. Am vergangenen Freitag hatten sich die Wintersportverbände auf eine Marschroute mit München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee geeinigt, nun kommt es zum Gespräch mit dem DOSB. Nächste Woche, eher in der ersten Wochenhälfte, sei das Treffen, sagte Bach der Deutschen Presse-Agentur dpa.

mt/sid/dpa



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