Mixed Zone Louis Vuitton erwägt Rückzug, NFL Europa am Ende

Der Namensgeber der Herausfordererserie zum America's Cup spielt mit Rückzugsgedanken, sollte der Titelverteidiger triumphieren. Eine US-Profiliga stellt den Betrieb ihrer europäischen Tochter ein. Ein früherer NHL-Stürmerstar ist in die Ruhmeshalle eingezogen.

Hamburg - Sponsor Louis Vuitton erwägt nach Informationen des "Handelsblatt" einen Rückzug aus dem America's Cup. Das französische Luxusgüter-Unternehmen wolle als Geldgeber ausscheiden, falls dem Schweizer Alinghi-Team die Titelverteidigung gelingt. Bruno Troublé, Sprecher von Louis Vuitton, beklagt nach einer Meldung der Zeitung fehlendes Traditionsbewusstsein bei den Schweizern. Dagegen habe Alinghis Rivale, das neuseeländische Team New Zealand, mit seinem 20-jährigen Cup-Engagement mehr Respekt vor der Tradition des Wettbewerbs.

"Wir werden nicht mehr dabei sein, wenn sich der America's Cup zu einer rein kommerziellen Sport-Veranstaltung entwickelt, in der es nur ums Geld geht. Das interessiert uns nicht, weil die Marke Louis Vuitton keine Sport-Marke ist", sagte Troublé. Der 62-Jährige einstige Olympia-Segler hatte 1983 die Herausforderer-Serie zum America's Cup ins Leben gerufen, die nach dem Sponsor Louis Vuitton benannt wurde. Das Unternehmen aus Paris, das unter anderem teure Koffer und Taschen sowie Schmuck verkauft, soll rund 40 Millionen Euro für die aktuelle Regatta zur Verfügung gestellt haben.

Nach 15 Spielzeiten stellt die NFL Europa (NFLE) mit sofortiger Wirkung ihren Spielbetrieb ein. Gemäß Informationen der "B.Z." hat der Ableger der NFL zuletzt jährlich rund 40 Millionen Euro Verlust gemacht. Seit 2005 spielten in der NFLE die Hamburg Sea Devils, die vor knapp einer Woche als letztes Team den World Bowl gewannen, Rekordmeister Frankfurt Galaxy, Rhein Fire, Berlin Thunder und die Cologne Centurions. Komplettiert wurde die Liga durch die Amsterdam Admirals.

Der frühere Eishockey-Star Mark Messier ist seit heute in der Ruhmeshalle der NHL verewigt. Mit der Aufnahme in die "Hall of Fame" wurden die herausragenden Leistungen des heute 46-jährigen Kanadiers gewürdigt. Dort erhielten gleichzeitig auch seine ehemaligen Rivalen Ron Francis, Scott Stevens und Al McInnis einen Platz. Messier war neben seinem ehemaligen Teamkollegen Wayne Gretzky einer der Superstars der NHL, als seine Edmonton Oilers in den 80er-Jahren fünf mal den Stanley Cup gewannen.

Als Kapitän war der Torjäger zudem 1994 am ersten Titelgewinn der New York Rangers seit 54 Jahren maßgeblich beteiligt. Nach 25 Jahren und 1756 NHL-Spielen hatte Messier 2005 seinen Rücktritt erklärt. Mehr NHL-Spiele als er absolvierte nur Gordie Howe (1767). Messier brachte es auf 1193 Assists und erzielte 694 Tore. Er wurde 1990 und 1992 zum wertvollsten NHL-Spieler und 15 Mal ins All-Star-Team gewählt.

Golfprofi Alexander Cejka ist glänzend in das mit 4,9 Millionen Dollar dotierte US-Turnier in Grand Blanc gestartet. Der Münchner begann auf der Par-72-Anlage mit einer 68er-Runde. Damit liegt er momentan auf dem 13. Platz. Bei sechs Birdies verspielte Cejka mit zwei Bogeys eine noch bessere Platzierung. Spitzenreiter ist nach einer 64er-Runde US-Profi Rocco Mediate, der das Turnier im Bundesstaat Michigan vor sieben Jahren gewann. Nicht am Start ist Titelverteidiger Tiger Woods.

fs/wit/sid/dpa

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