Mixed Zone Neuer Verdacht gegen Dopingarzt, Geldstrafe für Box-Weltmeister

Eufemiano Fuentes soll schon vor der Tour de France 2005 einen italienischen Radstar gedopt haben. Ein Schlag ins Gesicht des Gegners kostet einen Boxer viel Geld. Ein deutscher Triathlet hat einen Erfolg vor Gericht erstritten.


Hamburg - Das Bundeskriminalamt (BKA) hat offenbar neue Beweise gegen den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ermittelte das BKA, dass Fuentes bereits vor der Tour de France 2005 gemeinsam mit einem Arzt aus der niedersächsischen Kleinstadt Bad Sachsa in Deutschland aktiv war. Damals sollen die beiden Mediziner bei Italiens Radprofi Ivan Basso in einem Hotel in Hannover Bluttransfusionen vorgenommen haben.

Blutbeutel: Fuentes erneut belastet
DPA

Blutbeutel: Fuentes erneut belastet

Zuvor hatte bereits der geständige Dopingsünder Jörg Jaksche in einer ARD-Dokumentation zugegeben, von dem deutschen Arzt mehrere Bluttransfusionen zu Dopingzwecken erhalten zu haben. Der inzwischen wegen geplanten Dopings für zwei Jahre gesperrte Basso hatte stets behauptet, nie gedopt zu haben. Seine bei Fuentes gefundenen Blutbeutel seien für die Tour 2006 bestimmt gewesen.

Der frühere Mittelgewichts-Weltmeister Bernard Hopkins muss 200.000 Dollar Strafe zahlen, nachdem er seinen Gegner Winky Wright vor vier Wochen beim Wiegen ins Gesicht geschlagen hatte. Das entschied die State Athletic Commission des amerikanischen Bundesstaates Nevada. Damit verliert Hopkins rund sechs Prozent seiner Kampfbörse für den Sieg vom 20. Juli, den er gegen Wright im Halbschwergewicht feierte. Als Grund gab der 42-Jährige an, dass Wright seine verstorbene Mutter beleidigt habe.

Der unter Manipulationsverdacht geratene Triathlet Lothar Leder hat eine Einstweilige Verfügung gegen die Sport & Event GmbH "XDream" erwirkt. Demnach ist es den GmbH-Leitern und Veranstaltern des Ironman Germany, Kai Walter und Kurt Denk, unter Androhung einer Ordnungsstrafe von 250.000 Euro untersagt, zu behaupten: Bei den vor dem Ironman am 29. Juni genommenen freiwilligen Blutproben, sei im Fall Leder ein auffälliger Wert "nach Meinung namhafter medizinischer Experten eindeutig nicht durch ein Krankheitsbild, sondern nur durch Manipulation erreichbar", festgestellt worden. Leders Anwalt Michael Lehner wird in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zitiert: "Denk ist damit das Mundwerk gestopft."

Golfprofi Alex Cejka kommt bei der Jagd auf den Zehn-Millionen-Dollar-Jackpot des US-Saisonfinals immer besser in Schwung. Am zweiten Tag der Wyndham Championship in Greensboro blieb Cejka mit 67 Schlägen fünf unter dem Platzstandard. Damit spielte er sich vom 26. auf den elften Rang vor. Cejka liegt mit nun 135 Schlägen insgesamt neun unter Par. Die Führung teilt sich der US-Amerikaner Jeff Overton mit seinen Landsleuten John Huston und Steve Marino. Alle benötigten für die ersten beiden Runden 132 Schläge.

Olympiasieger Deutschland ist in Manchester mit einem Kantersieg in die Hockey-EM der Damen gestartet. Das Team von Bundestrainer Michael Behrmann siegte in der Gruppe B gegen Aserbaidschan 7:1 (4:0). Aserbaidschan hatte vor dem Turnier durch die kurzfristige Einbürgerung von sechs Spielerinnen aus Südkorea für Aufsehen gesorgt.

wit/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.