Mixed Zone Neuseeländer gewinnen Regatta Sydney-Hobart, Hannawald wird Rennfahrer

Erfolg beim Nachbarn: Den Segel-Klassiker von Sydney nach Hobart konnte eine neuseeländische Yacht für sich entscheiden. Der Gasriese Gazprom zieht sich vom Olympia-Sponsoring für die Winterspiele 2014 im russischen Sotschi zurück. Ex-Skispringer Sven Hannawald wird Rennfahrer.

Neuseeländische Yacht "Alfa Romeo": Sieg bei der Regatta von Sydney nach Hobart
AFP

Neuseeländische Yacht "Alfa Romeo": Sieg bei der Regatta von Sydney nach Hobart


Hamburg - Die neuseeländische Yacht "Alfa Romeo" hat am Montag den Segelklassiker von Sydney nach Hobart auf der Insel Tasmanien gewonnen. Das Team um Skipper Neville Crichton benötigte für die 1160 Kilometer lange Distanz zwei Tage, neun Stunden und zwei Minuten. 90 Minuten hinter der "Alfa Romeo" lag die australische "Wild Oats XI" auf Platz zwei vor der britischen Yacht "ICAP Leopard". Wegen nur leichter Winde verfehlte die Siegeryacht den vier Jahre alten Streckenrekord klar. Die Bestzeit steht bei einem Tag, 18 Stunden und 40 Minuten.

Der finanziell angeschlagene weltgrößte Gaskonzern Gazprom will nun doch kein Sponsor der Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Schwarzmeerkurort Sotschi werden. Das Unternehmen nehme Abstand von seinen früheren Sponsorenplänen, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Montag unter Berufung auf den Konzern. "Wir sind bereits an mehreren Großprojekten in Sotschi beteiligt und betrachten dies als unseren Beitrag", sagte ein Gazprom-Sprecher. Beobachter sehen dagegen als Grund den Geldmangel beim größten russischen Energiekonzern, der auch Sponsor von Fußball-Bundesligist Schalke 04 ist.

Das Organisationskomitee der Spiele hat nach Angaben von "Wedomosti" bereits Verträge mit mehreren Sponsoren geschlossen, darunter auch dem deutschen Autokonzern VW. Dabei sei eine Rekordsumme für Winterspiele von rund einer Milliarde US-Dollar (694,5 Mio Euro) zusammengekommen.

US-Zeitfahrspezialist Tom Zirbel sorgt offenbar für den nächsten Dopingfall im Radsport. Nach Angaben des 31-jährigen WM-Vierten aus dem Garmin-Team wies seine Kontrolle bei den US-Meisterschaften im August Spuren des verbotenen Steroidhormons Dehydroepiandrosteron (DHEA) auf. Im Falle einer Bestätigung des Ergebnisses durch die B-Probe droht Zirbel, der seine Unschuld beteuert, eine Sperre von zwei Jahren.

Hannawald im Rennauto, Dopingopfer klagt auf Rente

Der ehemalige Skisprung-Star Sven Hannawald wird künftig regelmäßig Autorennen bestreiten. Ab 18. April wird der 35-Jährige in der ADAC GT Masters-Serie an den Start gehen. In welchem Auto Hannwald fahren wird, ist noch nicht klar und soll sich im Frühjahr entscheiden. Einen Startplatz hat Hannawald sicher, Sponsoren übernehmen die Kosten von knapp einer halben Million Euro pro Saison. "Ich habe schon in verschiedenen Klassen Gästerennen bestritten. Ich möchte jetzt über eine ganze Saison sehen, wie weit ich komme. Ich weiß, dass ich einige Lehrjahre hinter mich bringen muss. Aber ich bin infiziert. Das ist eine Aufgabe, die mir Spaß macht", sagte Hannawald am Rande der 58. Vierschanzentournee in Oberstdorf.

Die Planung laufe für "zwei bis drei Jahre, dann wird man weitersehen". Hannawald hatte in der Saison 2001/2002 als erster und bisher einziger Skispringer bei der Vierschanzentournee mit Siegen bei allen vier Wettbewerben den Grand Slam geschafft. 2005 erklärte er seinen Rücktritt vom Skisport, da er am Burn-out-Syndrom litt.

Das staatlich anerkannte DDR-Sport-Dopingopfer Cornelia Jeske hat vor dem Sozialgericht Magdeburg Klage eingereicht. Nach Informationen des Deutschlandfunk will die 46-Jährige, die unter ihrem Mädchennamen Reichhelm Hochleistungsrudern beim SC Dynamo Berlin betrieben hat, per Gerichtsentscheid eine monatliche Rente erzwingen. Der Hilfsverein für Dopingopfer unterstützt die frühere Ruderin, die 1984 im Olympiakader gestanden hatte. "Wir befürworten ein solches Vorgehen, weil viele Dopingopfer keinen ordentlichen Beruf mehr ausüben können. Cornelia Jeske erhält von uns beim Prozess finanzielle Unterstützung", sagte Klaus Zöllig, Vorsitzender der Doping-Opfer-Hilfe.

Jeske ist seit dem Jahr 2000 wegen ihrer veränderten Wirbelsäule berufs- und erwerbsunfähig. Im Jahre 2003 hatte sie aus dem Etat des Dopingopfer-Hilfegesetzes den Einmalbetrag von 10.439 Euro erhalten. Vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bund sowie von Jenapharm, dem früheren Produzenten des DDR-Anabolikums Oral-Turinabol, gab es zudem jeweils 9250 Euro.

luk/sid/dpa



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