Mixed Zone Neuseeland im Finale der Rugby-WM

Großer Jubel in Neuseeland: Die Gastgeber der Rugby-WM haben Erzrivale Australien besiegt und stehen im Endspiel. Turner Fabian Hambüchen hat eine Medaille bei der WM in Tokio knapp verpasst. Außerdem: Die Baseballer der Texas Rangers haben die World Series erreicht.

Neuseelands Rugby-Nationalmannschaft: Chance auf den zweiten WM-Titel
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Neuseelands Rugby-Nationalmannschaft: Chance auf den zweiten WM-Titel


Hamburg - Gastgeber Neuseeland hat im Halbfinale der Rugby-WM Australien 20:6 (14:6) bezwungen. Gegen den Erzrivalen gingen die Neuseeländer vor 60.000 Zuschauern im ausverkauften Eden Park in Auckland schnell 8:0 in Führung und hielten den Vorsprung bis zur Pause (14:6). In der zweiten Halbzeit überzeugte der Gastgeber besonders in der Defensive und ließ keinen weiteren Punktgewinn der Australier mehr zu.

Im Endspiel treffen die "All Blacks" am kommenden Sonntag in Auckland auf Frankreich. Die Franzosen hatten am Samstag Wales 9:8 geschlagen. Bereits 1987 bestritten beide Nationen das erste WM-Finale der Rugby-Geschichte. Damals triumphierte Neuseeland 29:9 und holte seinen bislang einzigen Titel.

Zum fünften Mal hat Timo Boll das Einzel-Finale der Tischtennis-EM erreicht. In Danzig siegte der 30-Jährige gegen Bojan Tokic aus Slowenien 4:0. Der Deutsche könnte zum 15. Mal Gold bei einer EM holen. Im rein deutschen Endspiel trifft Boll auf seinen Landsmann Patrick Baum, der gegen den Serben Alexsandar Karakasevic ebenfalls 4:0 gewann.

Am Schlusstag der Turn-Weltmeisterschaften in Tokio haben Fabian Hambüchen und Philipp Boy Medaillen am Reck verpasst. Hambüchen zeigte eine gute Leistung, landete mit 16,237 Punkten aber hinter den Chinesen Zou Kai (16,441 Punkte) und Chang Chenglong (16,366) sowie Kohei Uchimira aus Japan (16,333) auf dem vierten Platz. Boy, der im Mehrkampf Silber gewonnen hatte, stürzte und kam nur auf Rang sieben.

Am Sprungtisch triumphierte Hak Seon Yang. Der Südkoreaner zeigte unter anderem eine Höchstschwierigkeit, einen Überschlag-Strecksalto mit drei Schrauben. Für die Ausführung erhielt der 18-Jährige die Rekordnote von 16,866 Punkten. Der US-Amerikaner Danell Leyva siegte überraschend am Barren. Bei den Frauen setzten sich Sui Lu aus China am Schwebebalken sowie die Russin Ksenia Afanasjewa am Boden durch.

Martin Kaymer hat das Golfturnier in Vilamoura/Portugal nach einer Aufholjagd auf dem geteilten achten Platz beendet. Der Weltranglistensechste spielte auf dem Par-72-Kurs zum Abschluss eine 66 und verbesserte sich mit insgesamt 271 Schlägen um zehn Ränge. Kaymer hatte seine Siegchancen mit einer 70er-Runde am dritten Tag eingebüßt. Den Sieg sicherte sich der Engländer Tom Lewis mit 267 Schlägen vor dem Spanier Rafael Cabrera-Bello (269). Marcel Siem fiel am vierten Tag nach einer 73er-Runde mit insgesamt 281 Schlägen auf Rang 59 zurück.

In der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB haben die Texas Rangers die Finalserie erreicht. Das Team aus Dallas setzte sich im sechsten Halbfinalspiel 15:5 gegen die Detroit Tigers durch und entschied die Best-of-seven-Serie 4:2 für sich. Bereits im vergangenen Jahr standen die Rangers in der World Series, hatten sich aber den San Francisco Giants geschlagen geben müssen. Am Sonntag (Ortszeit) haben die St. Louis Cardinals gegen die Milwaukee Brewers die Chance, ebenfalls ins Finale einzuziehen. Vor dem sechsten Spiel führen die Cardinals in der Serie 3:2.

Ab Montag wird Andy Murray die neue Nummer drei der Tennis-Weltrangliste sein. Der Schotte triumphierte bei dem mit 3,24 Millionen Dollar dotierten Masters-Turnier in Shanghai. Im Finale setzte sich Murray 7:5, 6:4 gegen den Spanier David Ferrer durch. Für den 24-Jährigen war es der dritte Turnier-Sieg in Folge.

Tennisspielerin Angelique Kerber ist beim WTA-Turnier in Osaka im Halbfinale gescheitert. Die Halbfinalistin der US Open unterlag Marion Bartoli aus Frankreich 1:6, 6:7 (5:7). Im Endspiel bezwang Bartoli die Australierin Samantha Stosur in 74 Minuten 6:3, 6:1. Die Partien der Vorschlussrunde waren wegen Regens auf Sonntag verschoben worden.

Die deutschen Degendamen stehen bei den Fecht-Weltmeisterschaften im Viertelfinale. In der Runde der besten Acht treffen Britta Heidemann, Imke Duplitzer, Monika Sozanska und Ricarda Multerer auf den Vorjahresdritten Südkorea. Im Achtelfinale bezwang Deutschland die schwedische Auswahl 45:31. Auch die Florett-Herren haben das Viertelfinale erreicht. Dort trifft das Team auf Europameister Italien.

Durch einen technischen K.o. in der zweiten Runde hat Bernard Hopkins seinen WM-Gürtel im Halbschwergewicht der WBC verloren. Die 46 Jahre alte Box-Legende hatte bei der Pflichtherausforderung gegen seinen US-amerikanischen Landsmann Chad Dawson eine Schulterverletzung erlitten. Daraufhin brach der Ringrichter den Kampf ab. Für Hopkins war es die sechste Niederlage im 61. Kampf. Hopkins hatte den Titel erst am 22. Mai geholt und wurde dadurch zum ältesten Profiboxer, der je einen WM-Titel erobert hat. Zuvor hielt er bereits die Mittelgewichtsgürtel der IBF, WBC, WBA und WBO.

max/dpa/dapd

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