Mixed Zone Niederlage für Kohlschreiber, Siege für Skyliners und Alba

Das Fiasko geht weiter: Mit Philipp Kohlschreiber und Mischa Zverev sind die nächsten deutschen Tennisspieler bei den French Open gescheitert. Zwei andere rettete vorerst der Regen. Frankfurts und Berlins Basketballer haben ihre ersten Halbfinal-Partien gewonnen.


Hamburg - Quasi im Gleichschritt haben Kohlschreiber und Zverev die deutsche Misere bei den French Open in Paris fortgesetzt. Kohlschreiber scheiterte in seinem Auftaktmatch 3:6, 4:6, 3:6 an dem Schweizer Stanislas Wawrinka, Zverev unterlag kurz zuvor dem chilenischen Qualifikanten Paul Capdeville 1:6, 4:6, 2:6. Beide Partien waren am Nachmittag für über drei Stunden wegen Regens unterbrochen worden. "Mein Selbstvertrauen ist weg und alles was ich mir aufgebaut habe, habe ich wieder verspielt", sagte Kohlschreiber. "Die Zeiten von Becker und Stich sind vorbei, die deutschen Fans müssen damit leben, was zur Zeit rumläuft, und das sind nur wir."

Tennisprofi Kohlschreiber: "Die Zeiten von Becker und Stich sind vorbei"
REUTERS

Tennisprofi Kohlschreiber: "Die Zeiten von Becker und Stich sind vorbei"

Von den ursprünglich acht deutschen Männern im Hauptfeld des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres sind damit nur noch Benjamin Becker (gegen Mikhail Youzhny) und Daniel Brands (gegen Dmitry Tursunov) im Wettbwerb, deren Partien wegen des Regens erst am Mittwoch beendet werden können. Sechs deutsche Spieler hatten ihr Erstrundenmatch verloren.

Für einen Lichtblick in Paris sorgte Sabine Lisicki. Sie steht als einzige deutsche Spielerin in der zweiten Runde. Die 18-Jährige bezwang in einem ebenfalls wegen Regens unterbrochenen Match die Russin Jelena Wesnina 3:6, 6:4, 6:0 und trifft nun auf die Ungarin Agnes Szavay. "Ich habe nach der Pause sehr gut gespielt und viele Fehler der Gegnerin erzwungen", sagte Lisicki. Nach Wiederaufnahme der Partie (Stand 4:4 im zweiten Satz) gewann sie acht Spiele in Folge.

Die DB Skyliners Frankfurt sind mit einem Sieg ins Play-off-Halbfinale der Basketball-Bundesliga gegen die Telekom Baskets Bonn gestartet. Die Mannschaft von Trainer Murat Didin gewann in heimischer Halle 75:72 (37:34) und ging in der Serie "best-of-five" 1:0 in Führung. Nach drei ausgeglichenen Vierteln konnten sich die Skyliners erst im letzten Spielabschnitt absetzen (72:56), doch Bonn verkürzte mit 13 Punkten in Folge eine Minute vor Schluss wieder auf drei Punkte.

In der Neuauflage des Halbfinales von 2004, das Frankfurt 3:2 gewann, führte schließlich der Frankfurter Nationalspieler Pascal Roller mit zwei verwandelten Freiwürfen die Entscheidung herbei. Bester Korbschütze der Frankfurter war Derrick Allen mit 25 Punkten. Bei Bonn war Winsome Frazier mit ebenfalls 25 Punkten bester Werfer. Das zweite Spiel der Halbfinalserie findet am Donnerstag in Bonn statt.

Alba Berlin hat einen Fehlstart ins Play-off-Halbfinale verhindert. Die "Albatrosse" erkämpften sich einen 86:79 (44: 48)-Erfolg gegen Favoritenschreck EWE Baskets Oldenburg und gingen ebenfalls 1:0 in Führung. Berlin, das im Viertelfinale die Eisbären Bremerhaven 3:0 ausgeschaltet hatte, lief gegen Oldenburg lange einem Rückstand hinterher. Doch angeführt von Bobby Brown mit 20 Punkten drehte die Mannschaft von Trainer Luka Pavicevic das Spiel gegen den Bamberg-Bezwinger in der Schlussphase noch. Für die Baskets kam Jasmin Perkovic auf 21 Punkte. Partie Nummer zwei findet Donnerstag in Oldenburg statt.

fsc/sid



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