Mixed Zone Olympiasieger Bekele darf wieder starten  

Der äthiopische Leichtathletikverband hat die Suspendierung von Langstreckenläufer Kenenisa Bekele aufgehoben. Formel-1-Pilot Jérôme D'Ambrosio hat beim Rennstall Lotus unterschrieben. Und: Die WTA sucht nach einer Lösung für das "exzessive Stöhnen" beim Frauentennis.

Langstreckenläufer Bekele: Suspendierung aufgehoben
REUTERS

Langstreckenläufer Bekele: Suspendierung aufgehoben


Hamburg - Äthiopiens Leichtathletik-Verband hat den Machtkampf mit 35 Athleten um den dreifachen Olympiasieger Kenenisa Bekele beendet und dessen Suspendierung aufgehoben. "Der Verband hat die Sperre nach einem Meeting mit Funktionären, Sportlern und ihren Beratern aufgehoben", sagte Sprecher Fikru Takele. Sechs Monate vor den Olympischen Spielen in London waren die Laufstars Bekele und Tirunesh Dibaba sowie 33 weitere Athleten mit einer Wettkampfsperre auf unbestimmte Zeit belegt worden. Hintergrund der ungewöhnlichen Strafmaßnahme war die Weigerung der Athleten, im Training mit dem Verband zusammenzuarbeiten.

Das Formel-1-Team Lotus hat Jérôme D'Ambrosio als dritten Fahrer verpflichtet. Der 26 Jahre alte Belgier soll nach Angaben des britischen Rennstalls eingesetzt werden, wenn von den Stammpiloten Kimi Räikkönen (Finnland) oder Romain Grosjean (Frankreich) einer für einen Grand Prix ausfällt. D'Ambrosio war im Vorjahr Timo Glocks Teamkollege bei Marussia Virgin Racing.

Die Klagen über das lautstarke Stöhnen von Tennisspielerinnen wie Maria Scharapowa und Victoria Azarenka sind nun ein Fall für die WTA-Tour. In einer Presseerklärung räumte die Organisation bei den Australian Open ein, dass "es einige Fans störend finden". Bei den Azarenka-Matches hatten Zuschauer das Gestöhne der Weißrussin nachgemacht.

Die WTA erklärte, dass sie derzeit nach Lösungen suche, wie "exzessives Stöhnen" reduziert werden könne. Nach ihrer Dreisatz-Niederlage gegen Maria Scharapowa hatte Sabine Lisicki gesagt, das Stöhnen ihrer Gegnerin sei "sehr laut". Agnieszka Radwanska sagte nach ihrer Niederlage gegen Azarenka im Viertelfinale: "Ich glaube nicht, dass es nötig ist, so laut zu schreien."

Für die deutschen Wasserballerinnen ist die Europameisterschaft beendet. Bei den Titelkämpfen in Eindhoven gab es in der Begegnung um Rang sieben gegen Großbritannien eine 11:13-Niederlage nach Verlängerung. Für die deutsche Frauenmannschaft bedeutet Rang acht die bisher schlechteste Platzierung bei einer EM. Bereits zuvor hatte das deutsche Team die direkte Teilnahme an der nächsten EM im Sommer 2014 in Budapest verpasst. Auch das Olympia-Qualifikationsturnier hatte es frühzeitig abschreiben müssen.

mib/ham/sid/dapd



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