Mixed Zone Petkovic sichert Fed-Cup-Sieg, Kaymer nur Mittelmaß in Katar

Dank zweier Einzelsiege von Andrea Petkovic darf das deutsche Damentennis auf eine Rückkehr in die Weltgruppe hoffen. Golfstar Martin Kaymer verpasste in Katar eine Topplatzierung. Außerdem: Die deutschen Handball-Clubs ziehen erste Konsequenzen aus dem WM-Desaster.

Tennisstar Petkovic: Rückkehr in die Weltgruppe rückt näher
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Tennisstar Petkovic: Rückkehr in die Weltgruppe rückt näher


Hamburg - Das deutsche Fed-Cup-Team hat die Erstrundenpartie der Weltgruppe II gegen Slowenien in Maribor gewonnen und spielt ein Jahr nach dem Abstieg im April um die Rückkehr in die Erstklassigkeit. Julia Görges sorgte am Sonntag durch ein 6:4, 6:2 gegen Masa Zec-Peskiric für die uneinholbare 3:1-Führung und gewann auch noch das abschließende Doppel. Das abschließende Doppel in der Ljudski Sports Hall hatte keine Bedeutung mehr. Im Duell der beiden Spitzenspielerinnen hatte zuvor Melbourne-Viertelfinalistin Andrea Petkovic durch ein 6:1, 6:2 gegen Polona Hercog gewonnen. Die Weltranglisten-24. hatte am Samstag bereits das Auftakteinzel gegen Zec-Peskiric 6:3, 6:4 gewonnen, Görges allerdings im Anschluss gegen Hercog 5:7, 4:6 verloren.

Der dänische Golfprofi Thomas Björn hat beim Katar Masters in Doha seinen elften Sieg auf der Tour gefeiert. Deutschlands Golfstar Martin Kaymer landete zwei Wochen nach seinem Saisondebüt-Sieg in Abu Dhabi mit 286 Schlägen auf dem 28. Rang. Auch der Ratinger Marcel Siem konnte als 45. nie in den Kampf um den Sieg eingreifen. Hinter Sieger Björn belegte der Spanier Alvaro Quiros Rang zwei vor seinem Landsmann Rafael Cabrera-Bello sowie dem lange führenden Österreicher Markus Brier. Kaymer bleibt damit auch nach dem Turnier Zweiter der Weltrangliste.

Alexander Cejka ist zum dritten Mal bei bisher vier Golf-Starts auf der US PGA-Tour am Cut gescheitert. Mit 142 Schlägen verfehlte der 40-Jährige die Qualifikation für die beiden Finalrunden bei der Phoenix Open in Arizona um drei Schläge. Cejka traf auf den letzten acht Löchern seiner 2. Runde nur 21 Prozent der Spielbahnen und lediglich 56 Prozent der Grüns. Die Führung im Kampf um den Sieg verteidigte in Abwesenheit des pausierenden Tiger Woods nach zwei Runden der Amerikaner Tommy Gainey.

Die deutschen Handball-Clubs haben als erste Reaktion auf das schwache Abschneiden bei der WM in Schweden zwei Neuerungen beschlossen. Von der kommenden Saison an sollen die Bundesligisten erst ab der dritten statt der zweiten Runde in den DHB-Pokal einsteigen. Zudem wird eine A-Jugend-Bundesliga für 17- und 18-Jährige geschaffen. Darüber hinaus wurde eine längere Vorbereitungszeit für die Nationalmannschaft auf die EM 2012 in Serbien angeregt. So soll nach einem Spieltag am 26. Dezember 2011 bereits die EM-Pause beginnen. Das Turnier, für das sich die deutsche Mannschaft noch qualifizieren muss, findet vom 17. bis 29. Januar 2012 statt.

Der US-Leichtathlet Ashton Eaton hat seinen eigenen Hallen-Weltrekord im Siebenkampf um 69 Punkte verbessert. Beim Mehrkampf-Meeting in Estlands Hauptstadt Tallinn sicherte sich der 23-Jährige den Sieg mit 6568 Zählern. Eaton übertraf damit seinen bisherigen Weltrekord, den er am 14. März 2010 in Fayetteville im US-Staat Arkansas aufgestellt hatte. Der Amerikaner trumpfte bisher nur in der Halle auf. Bei den Freiluft-Weltmeisterschaften in Berlin war Eaton im Zehnkampf lediglich auf dem 18. Platz gelandet.

Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa hat sich nach gut einjähriger Wettkampfpause erfolgreich zurückgemeldet. Die Russin holte sich beim Hallen-Meeting in Moskau mit der Weltjahresbestleistung von 4,81 Meter den Sieg. Issinbajewa, die in ihrer Karriere 15 Freiluft- und 12 Hallen-Weltrekorde aufgestellt hatte, gewann bereits mit dem ersten Sprung über 4,61 Meter den Wettkampf in ihrer Heimat vor Landsfrau Swetlana Feofanowa (4,56). Anschließend übersprang sie auch noch 4, 81 Meter, bevor sie an der Höhe von 4,91 Meter scheiterte. Issinbajewa hatte vor gut einem Jahr ihre Karriere unterbrochen, nachdem sie bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 in Berlin und bei der Hallen-WM im März 2010 in Dubai ohne Medaille geblieben war.

Judo-Olympiasieger Ole Bischof hat sich beim Grand Slam am Wochenende in Paris nicht auszeichnen können. In der Klasse bis 81 Kilogramm schied der Deutsche bereits in der Vorrunde aus. Schon im zweiten Kampf scheiterte Bischof im deutsch-deutschen Duell an Sven Maresch. Der 24-Jährige verlor den anschließenden Kampf gegen den Franzosen Alain Schmitt und belegte den fünften Platz.

aha/dpa/sid



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