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28. August 2009, 20:59 Uhr

Mixed Zone

Russin springt Weltrekord, Kretzschmar verlässt Magdeburg

Besthöhe: Die Russin Jelena Issinbajewa hat einen neuen Weltrekord im Stabhochsprung aufgestellt. Stefan Kretzschmar und der SC Magdeburg beenden die Zusammenarbeit, der THW Kiel hat einen französischen Nationalspieler verpflichtet. Die deutschen Hockeyherren stehen im EM-Finale.

Hamburg - Die Russin Jelena Issinbajewa hat mit 5,06 Meter einen Weltrekord im Stabhochsprung aufgestellt. Damit verbesserte die 27-Jährige am Freitagabend beim Golden-League-Meeting der Leichtathleten in Zürich ihre eigene Bestmarke, die sie am 18. August 2008 mit 5,05 Meter im Finale der Olympischen Spiele in Peking geschafft hatte. Issinbajewa war bei der Leichtathletik- Weltmeisterschaft in Berlin noch mit einem "Salto nullo" ausgeschieden. Es war ihr 27. Weltrekord.

Stefan Kretzschmar ist nicht mehr Sportdirektor des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg. Der frühere Nationalspieler und die Handball Magdeburg GmbH einigten sich auf eine Auflösung des Vertrages zum 31. August. Das teilte Kretzschmars Anwalt Simon Bergmann am Freitag mit. Über eine eventuelle Abfindung wurde nichts bekannt. "Über die Konditionen kann ich nichts sagen. Darüber haben wir Stillschweigen vereinbart", sagte Bergmann. Der 36-jährige Kretzschmar war nach dem Ende seiner Spielerkarriere seit dem 1. Juli 2007 Sportdirektor und hatte noch einen Vertrag bis 30. Juni 2010.

Der französische Handball-Nationalspieler Daniel Narcisse hat nach einem erfolgreichen Medizin-Check einen Vier-Jahres-Vertrag beim deutschen Meister THW Kiel unterschrieben. Die schriftliche Freigabe seines bisherigen Clubs Chambery HB liege zwar noch nicht vor, dies sei aber nur noch eine Formalie. Beide Clubs haben sich über die finanzielle Abwicklung des Transfers des 29-jährigen Weltmeisters und Olympiasiegers zum THW geeinigt. Kiel wird demnach in einer Einmalzahlung rund eine halbe Million Euro Ablöse überweisen, verteilt über den Vertragszeitraum werden zusätzlich Erfolgsprämien fällig.

"Die Gesamtsumme wird aber nicht die kolportierte Summe von 1,2 Millionen Euro erreichen", sagte der neue THW-Manager Uli Derad. Kiel war nach dem Abgang von Superstar Nikola Karabatic nach Frankreich zu Montpellier HB auf der Suche nach einem adäquaten Nachfolger. Dieser soll der sprunggewaltige Narcisse sein, der als einer der besten Rückraumspieler der Welt gilt. Narcisse verfügt über Bundesliga-Erfahrung, er spielte schon beim VfL Gummersbach unter Kiels Trainer Alfred Gislason.

Hockeyherren im Finale

Die deutschen Hockeyherren haben es der Damenmannschaft nachgemacht und sind bei der Europameisterschaft in Amsterdam ebenfalls in das Endspiel eingezogen. Der Olympiasieger und Weltmeister bezwang im Halbfinale Spanien 2:1 (0:0). Christopher Menke (48.) und Philipp Zeller (61.) mit der ersten Straf-Ecke erzielten die Tore für das Team von Trainer Markus Weise, das im Endspiel am Sonntag nun ein bislang noch nie erreichtes Titel-Triple anstrebt. Eduard Tubau (58.) glich mit einem Siebenmeter für Spanien zwischenzeitlich aus. Endspielgegner ist England, das sich im ersten Halbfinale etwas überraschend 2:1 (1:1, 1:0) nach Golden Goal gegen Titelverteidiger Niederlande durchsetzte. Im Gruppenspiel hatten sich beide Teams 4:4 getrennt.

Marathonläuferin Liza Hunter-Galvin aus Neuseeland ist wegen EPO-Dopings zwei Jahre gesperrt worden. Wie der nationale Leichtathletik-Verband am Freitag bekanntgab, hat die zweimalige Olympia-Teilnehmerin mit Wohnsitz in den USA die Einnahme des Blutdopingmittels drei Tage vor der offiziellen Bekanntgabe einer positiv ausgefallenen Doping-Kontrolle gestanden. Hunter-Galvin hatte bei den Athen-Spielen 2004 den 51. Platz belegt, vier Jahre später in Peking erreichte die Lehrerin Rang 35.

Vor den Olympischen Spielen war ihre Nominierung abgelehnt worden. Hunter-Galvin pochte jedoch auf ihre persönliche Bestzeit von 2:30:39 Stunden und setzte sich jeweils in der Berufung gegen ihre Nichtberücksichtigung durch.

Missglückte Revanche für Friedrich

Ariane Friedrich hat die WM-Revanche gegen Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic verloren. Die deutsche Rekordhalterin kam beim Golden-League-Meeting in Zürich nicht über 1,94 Meter hinaus und wurde nur Vierte. Die Kroatin Vlasic gewann souverän mit 2,01 Meter. Wie bei der Leichtathletik-WM in Berlin kam die Russin Anna Tschitscherowa auf den zweiten Platz; mit 1,98 Meter höhengleich wurde die Amerikanerin Chaunte Howard Dritte.

luk/sid/dpa

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