Mixed Zone Schiedsrichter-Streit in der NBA beendet, Moreni zeigt Reue

Kurz vor dem Start der neuen Saison konnte sich die NBA mit ihren Schiedsrichtern einigen. Radprofi Cristian Moreni hält sich als erster Dopingsünder an die Ehrenerklärung des Weltverbandes und zahlt ein Jahresgehalt Strafe. Der Streit um den Austragungsort des America's Cup geht vor Gericht.

Radprofi Moreni (2007): Strafzahlung in Höhe eines Jahresgehalts
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Radprofi Moreni (2007): Strafzahlung in Höhe eines Jahresgehalts


Hamburg - Sechs Tage vor Saisonbeginn in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ist der Arbeitskampf mit der Schiedsrichter-Vereinigung beendet. Liga und Geschäftsführung der Referees hätten sich auf einen neuen Vertrag geeinigt, der am Freitag von der Schiedsrichter-Gewerkschaft unterschrieben werden soll, berichtet die "New York Times". Damit dürften die Top-Referees pünktlich zum Saisonauftakt wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Nachdem sich die NBA und die Vereinigung der Unparteiischen zunächst nicht auf ein neues Arbeitspapier hatten einigen können, wurden die etatmäßigen Schiedsrichter am 1. September von der Liga ausgesperrt und durch Referees aus NBA-Tochterligen ersetzt. In den Testspielen hatten einige NBA-Trainer jedoch die Leistungen der Ersatz-Schiedsrichter kritisiert. Es seien mehr Fouls gespfiffen, mehr Freiwürfe gegeben und dadurch insgesamt die Dauer der Spiele ausgedehnt worden, hieß es. Auslöser der Arbeitskampfes waren Forderungen der Unparteiischen nach faireren Renten, möglichen Abfindungen und Plänen zur Entwicklung jüngerer Referees.

Dopingsünder Cristian Moreni zeigt Reue. Der italienische Radprofi, der bei der Tour de France 2007 positiv auf Testosteron gestestet worden war, wird als erster des Dopings überführter Fahrer die Strafzahlung in Höhe eines Jahresgehalts an den Radsport-Weltverband (UCI) leisten. Die UCI hatte 2007 die Ehrenerklärung eingeführt, nach der sich die Fahrer bei einem Dopingvergehen zur Zahlung eines Jahresgehaltes verpflichten mussten. Dem war bisher kein Dopingsünder nachgekommen. Der frühere T-Mobile-Profi Alexander Winokurow, dessen kasachischer Landsmann Andrej Kaschetschkin und der Däne Michael Rasmussen haben gegen diese Regelung bereits Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas eingelegt. Juristen räumen der UCI nur wenig Chancen ein, die Regelung aufrechtzuerhalten. "Er will zurück in den Radsport. Es zeigt, dass er Charakter hat", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid. Moreni war 2007 auf der elften Etappe der Frankreich-Rundfahrt erwischt worden. Daraufhin war sein Cofidis-Rennstall aus der Tour ausgestiegen.

Der Streit um die 33. Auflage des Segelklassikers America's Cup wird mit einer neuen Runde vor Gericht fortgesetzt. Das Herausforderer-Team BMW Oracle Racing aus den USA ersuchte den Obersten Gerichtshof in New York, den vom Cup-Verteidiger Alinghi gewählten Austragungsort abzulehnen. Die Schweizer haben als Revier den Persischen Golf vor der Küste des arabischen Emirats Ras al-Chaima gewählt. Das Duell ist für Februar 2010 angesetzt worden. Die Amerikaner argumentieren mit einer Doppelstrategie: Zum einen stellen sie das rund 230.000 Einwohner zählende Emirat aufgrund seiner Nähe zu iranischen Inseln als einen "zu gefährlichen" Austragungsort für amerikanische Sportler dar. Zum anderen soll das Gericht überzeugt werden, dass Alinghi mit der Wahl des entlegenen Reviers seinen Pflichten im Sinne der Cup-Stiftungsurkunde von 1887 nicht nachkommt. Die nächste Anhörung in dem seit dem 20. Juli 2007 andauernden Gerichtsstreit ist für den 27. Oktober geplant. Ein Ende der Auseinandersetzung im Kampf um die Macht im America's Cup ist nicht abzusehen.

Die seit 1997 ausgetragene Fia-GT-Meisterschafterhält ab dem kommenden Jahr offiziell den WM-Status und ist damit nach der Formel-1-WM, der Rallye-WM und der Tourenwagen-WM die vierte unter dem Dach des Automobil-Weltverbands Fia ausgetragene Weltmeisterschaft. In der Saison 2010 stehen zwölf Läufe auf dem Programm, darunter am 29. August das deutsche Gastspiel auf dem Nürburgring. Das entschied am Mittwoch das World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes Fia in Paris. In Bernd Schneider (Mercedes/1997), Klaus Ludwig (Mercedes/1998) und Michael Bartels (Maserati/2006 und 2008) gab es bisher drei deutsche Sieger in der FIA-GT-Meisterschaft. Bartels könnte am kommenden Sonntag im belgischen Zolder als erster Fahrer in der 13-jährigen Historie der populären Sportwagenserie zum dritten Mal den Titel gewinnen.

Olympiasiegerin Liu Zige hat sich bei den chinesischen Schwimm-Meisterschaften den Weltrekord über 200 Meter Schmetterling zurückgeholt. Zige blieb in Jinan in 2:01,81 Minuten 1,6 Sekunden unter der alten Bestmarke, die die Australierin Jessica Schipper bei der WM im Juli in Rom aufgestellt hatte.

luk/sid/dpa

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