Mixed Zone Schumacher hofft auf Toyota, Trier setzt auf Frost

Ralf Schumacher sieht seine Zukunft weiter in der Formel 1. Unklar ist, bei welchem Rennstall. Ein Basketball-Bundesligist hat einen neuen Center verpflichtet. Die UCI und Spaniens Radsport-Verband liegen im Clinch.


Hamburg - Ralf Schumacher denkt trotz seiner derzeit ungeklärten Zukunft in der Formel 1 nicht über einen Wechsel in die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM)als Alternative nach. "Die DTM ist interessant, aber für mich kein Thema", sagte Schumacher in Monza. Sein Manager Hans Mahr erklärte: "Ralf wird auch 2008 in der Formel 1 fahren. Deshalb beschäftigt er sich nicht mit anderen Optionen. Dies gilt natürlich auch für die DTM."

Toyota-Pilot Schumacher: "Ich fühle mich hier wunderbar"
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Ob Schumacher allerdings weiter für Toyota fährt, ist offen und bleibt möglicherweise bis zum Saisonende am 21. Oktober mit dem Großen Preis von Brasilien ungeklärt: "Die Entscheidung kann sich über São Paulo hinausziehen." Toyota verzichtet auf die an diesem Wochenende auslaufende Option der Vertragsverlängerung. Sollte Schumacher dennoch in der kommenden Saison für die Japaner fahren, dann wohl nur noch für ein Drittel seines derzeit auf 14 Millionen Euro geschätzten Jahresgehalts. Seinen aktuellen Arbeitgeber lobte der Deutsche unterdessen: "Ich fühle mich hier wunderbar und bin sehr zufrieden - bis auf die Ergebnisse."

Der spanische Radsport-Verband (RFEC) will weiterhin kein Ermittlungsverfahren gegen den unter Dopingverdacht stehenden Alejandro Valverde einleiten. Laut spanischen Medienberichten sehe die RFEC "keine rechtliche Basis" für die Eröffnung eines solchen Verfahrens. Der Radsport-Weltverband (UCI) hatte nach der Sichtung der 6000 Seiten umfassenden Akten aus der "Operación Puerto" um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes eine mögliche Verbindung Valverdes zu Fuentes festgestellt und daraufhin dem Tour-Sechsten die Teilnahme an der Straßenrad-WM in Stuttgart (26. bis 30. September) verwehrt.

Zugleich forderte die UCI die RFEC auf, ein Ermittlungsverfahren gegen Valverde einzuleiten. Der spanische Verband habe zwei Tage lang die Puerto-Akten mit den Anwälten von Valverde und dessen Caisse d'Epargne-Team studiert und sei zu der Erkenntnis gekommen, dass keine neuen Beweise gegen den WM-Zweiten von 2003 und 2005 vorlägen, heißt es in dem Statement der RFEC weiter. Daher will der Verband an der Nominierung Valverdes festhalten. Valverdes Manager Sanchez Sabater kündigte zudem juristische Schritte an, sollte ein WM-Start seines Sportlers verhindert werden.

Toursieger Alberto Contador wird dagegen nicht bei der WM starten. Das bestätigte der spanische Nationaltrainer Paco Antequera in einem Zeitungsinterview. Demnach habe er wegen der ungewissen Situation um die Zukunft des 24-Jährigen im Zuge des Rückzugs seines Discovery-Rennstalls auf Contador verzichtet.

Basketball-Bundesligist TBB Trier hat sich von Center Ted Skuchas getrennt und dafür den 26-jährigen Amerikaner Tim Frost verpflichtet. Skuchas war mit einem Vertrag ausgestattet, der eine "Tryout"-Phase beinhaltet. Da Trainer Joe Whelton auf dieser wichtigen Position unter den Körben Handlungsbedarf sah, wurde nun Frost für ein Jahr verpflichtet. "Tim war bereits früher in unserem Focus. Er kann auf internationale Erfahrungen zurückgreifen und uns durch sein physisches Spiel sehr weiterhelfen", begründete Whelton seine Wahl. Wie Skuchas hat auch Andre Smith den Verein verlassen. "Er hat unsere Erwartungen nicht ganz erfüllen können, daher haben wir uns von ihm getrennt", sagte Manager Lothar Hermeling.

Der Tischtennis-Weltranglistenvierte Timo Boll ist vom Weltverband ITTF zum Weltcup in Barcelona (12. bis 14. Oktober) eingeladen worden. Der zweimalige Cupgewinner (2002 und 2005) hat als Europameister ein automatisches Startrecht für das 135.000-Dollar-Turnier, an dem alle kontinentalen Champions teilnehmen.

mt/sid



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