Mixed Zone Super Aguri kann starten, Gebrselassie verzichtet

Zu schlechte Luft: Weltrekordhalter Haile Gebrselassie hat seinen Marathon-Start bei den Olympischen Spielen in China abgesagt. Wenige Tage vor Saisonstart ist die Zukunft des Formel-1-Teams Super Aguri gesichert. Golfer Bernhard Langer ist in Amerika erfolgreich.


Hamburg - Der Weltrekordhalter im Marathon, Haile Gebrselassie, hat aus Angst vor der Luftverschmutzung in Peking seinen Start bei den Olympischen Spielen abgesagt. Der Äthiopier, der an Asthma leidet, hat aber zugesagt, bei den Spielen im August auf der 10.000-Meter-Distanz zu laufen.

Marathon-Läufer Gebrselassie: Verzicht auf Parade-Strecke in China
DPA

Marathon-Läufer Gebrselassie: Verzicht auf Parade-Strecke in China

"Die Luftverschmutzung in China ist eine Gefahr für meine Gesundheit, und es wäre schwierig gewesen, die 42 Kilometer in meiner Verfassung zu laufen", sagte Gebrselassie.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg, die im Umkreis des früheren T-Mobile-Teams und dessen Ärzten wegen Dopings ermittelt, will noch in dieser Woche zwei Personen vernehmen. "Wir wollen mit einem mit Sinkewitz befreundeten Fahrer, der nicht dem T- Mobile-Team angehörte, und seiner früheren Freundin sprechen. Sollten sich deren Aussagen mit denen von Sinkewitz decken, können wir weiter vorgehen", sagte der Freiburger Staatsanwalt Wolfgang Maier heute.

Die Ermittlungen könnten sich auch auf den früheren T-Mobile- und jetzigen Astana-Fahrer Andreas Klöden ausweiten. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, der Doping-Kronzeuge Patrik Sinkewitz habe ausgesagt, seine ehemaligen Team-Kollegen Klöden und Matthias Kessler hätten ihn nach dem Prolog der Tour de France 2006 von Straßburg nach Freiburg begleitet. Sinkewitz hatte gestanden, den Abstecher in die Uni-Klinik Freiburg unternommen zu haben, um sich unter der Regie der früheren Teamärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid Eigenblut spritzen zu lassen.

Laut Maier seien im Moment auch Spezialisten des Bundeskriminalamtes dabei, gelöschte Computer-Daten aus der Abteilung von Schmid und Heinrich wieder sichtbar zu machen. Beide Ärzte hatten zugegeben, Fahrer ihres Teams gedopt zu haben. Sinkewitz ist wegen eines anderen Dopingvergehens noch bis 18. Juli gesperrt, danach will er wieder fahren.

Die Formel-1-Saison 2008 ist für Super Aguri gesichert. Sechs Tage vor dem ersten Rennen am kommenden Sonntag in Melbourne (5.30 Uhr Liveticker, SPIEGEL ONLINE) gab Teamgründer Aguri Suzuki den Einstieg der britischen Magma Group bekannt. "Nach Gesprächen mit verschiedenen Sponsoren, Investoren und Interessenten haben wir eine Vereinbarung mit der Magma Group erreicht", sagte Suzuki. Details über den Umfang des Einstiegs gab Suzuki noch nicht bekannt. Man sei noch mitten in Gesprächen, in denen es auch um die Übernahme von Anteilen gehe. Der japanische Automobilhersteller Honda, der das 2005 gegründete Team mit Motoren versorgt und auch anderweitig unterstützt, hat dem Deal bereits zugestimmt.

Golfprofi Alexander Cejka hat seinen hohen Ansprüchen bei der Pods Championship in Palm Harbor nicht standgehalten. Statt die fest eingeplanten Top-Ten-Platzierung zu erreichen, fiel der 37-Jährige noch vom 13. auf den 47. Rang zurück. Mit seiner 76er Schlussrunde auf dem Par 71-Kurs im Innisbrook Resort und insgesamt 290 Schlägen verpasste Cejka gestern rund 100.000 Dollar Prämie und musste sich weit hinter Sieger Sean O'Hair (280/USA) mit 14.000 Dollar zufrieden geben. Vor einer Woche hatte Cejka mit Rang sieben bei der Honda Classic sein bestes Saisonergebnis erzielt.

Dagegen meldete sich Bernhard Langer nach vierwöchiger Pause auf der US-Champions-Tour der Senioren eindrucksvoll zurück. Im Stechen am siebten Extraloch setzte sich der 50-jährige zweimalige US-Masterssieger bei der Toshiba Classic in Newport Beach/Kalifornien mit einem Birdie gegen Jay Haas (USA) durch. Er feierte damit seinen zweiten Sieg seit August 2007 auf der "Rentner"-Tour.

chp/fpf/sid/dpa/rtr



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