Mixed Zone THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen mit Auftaktsiegen

Den deutschen Handball-Teams ist ein erfolgreicher Start in die Champions League gelungen. Bei Radprofi Linus Gerdemann sollen auffällige Blutwerte aufgetreten sein. Die deutschen Volleyball-Damen verpassten knapp eine EM-Medaille. Auch für die Degenfechter reichte es bei der WM nicht fürs Podest.

THW-Handballer Ahlm (l.), Jicha: Erfolg gegen Ademar Leon
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THW-Handballer Ahlm (l.), Jicha: Erfolg gegen Ademar Leon


Hamburg - Das deutsche Handball-Trio ist gut in die Champions League gestartet. Am ersten Spieltag hatte der HSV Hamburg mit einem Erfolg gegen den schwedischen Meister Alingsas HK vorgelegt. Einen Tag später feierten Vorjahresfinalist THW Kiel mit einem 35:32 (17:15) über Ademar Leon aus Spanien sowie die Rhein-Neckar Löwen beim 32:29 (17:14) über den ungarischen MKB Veszprem einen gelungenen Einstand. "Wir wussten, dass wir auf ein Topteam treffen, wir wollen uns noch dahin entwickeln. Aber es hat mich sehr überrascht, wie gut wir im Angriff gespielt haben", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm. In Köln wird am 29. und 30. Mai 2010 erstmals der Sieger in einem Final Four gekrönt. Zunächst spielen 24 Mannschaften in vier Sechsergruppen aber um den Einzug ins Achtelfinale.

Im Zuge der Untersuchungen der Freiburger Universität sollen bei Milram-Kapitän Linus Gerdemann auffällige Blutwerte aufgetreten sein. Das berichtete die ARD-Sportschau. Demnach sollen im ersten Halbjahr 2006 Schwankungen des Hämoglobinwertes zwischen 14,2 und 17,2 aufgetreten sein. Dies könnte ein Hinweis auf mögliche Manipulation sein. Gerdemann wies die Verdächtigungen zurück. "Ich bin kein Mediziner, aber ich habe nicht manipuliert. Das kann ich ausschließen", sagte der Deutschland-Toursieger von 2008. Auch bei Jan Ullrich soll es auffällige Blutwerte gegeben haben. Der Toursieger von 1997, der im Skandal um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes verwickelt ist, lehnte über seine Anwälte eine Stellungnahme ab. Nach dem Dopingskandal um den früheren Telekom-Rennstall hatte die Universität Freiburg eine Untersuchung eingeleitet. Dabei sei auch ein in Hamburg erstelltes Blutgutachten gemacht worden, was im Untersuchungsbericht der Freiburger Uni nicht aufgeführt worden war.

Deutschlands Volleyballerinnen haben bei der Europameisterschaft die erste Medaille seit sechs Jahren verpasst und am Ende nur Platz vier belegt. Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti unterlag im Spiel um Platz drei vor 13.500 Fans in Lodz 0:3 (16:25, 19:25, 23:25) gegen Gastgeber Polen. Im Halbfinale hatte Deutschland 1:3 gegen Italien verloren. Der Titelverteidiger besiegte im anschließenden Finale die Niederlande 3:0 (25:16, 25:19, 25:20). Die deutschen Volleyballerinnen hatten in Polen ihre zehnte EM-Medaille anvisiert. 2003 hatte Deutschland als Dritter zuletzt auf dem Podest gestanden. Als Trost bleibt nach der EM die Qualifikation für die Weltserie 2010 sowie die EM 2011 in Italien und Serbien.

Sandro Cortese hat den ersten Sieg in der Motorrad-WM beim 79. Start knapp verpasst. Der 19-jährige Derbi-Pilot wurde beim Großen Preis von Portugal in Estoril Zweiter in der Klasse bis 125 ccm. Das Rennen gewann der Spanier Pol Espagaro. Den letzten deutschen Sieg hatte Stefan Bradl am 17. August 2008 in Brünn eingefahren. Am Sonntag belegte der ebenfalls 19 Jahre alte Bradl den vierten Rang. In Cortese stand am Sonntag zum dritten Mal im 13. WM-Lauf des Jahres ein deutscher Pilot auf dem Podest. Die WM-Entscheidung ist nach dem Sturz von Julian Simon vertagt, der Spanier führt aber weiter souverän. Derweil ist Bradls Aufstieg in die neue Klasse Moto2 perfekt. Sein Teamchef Stefan Kiefer bestätigte am Sonntag im DSF den Wechsel des letztjährigen WM-Vierten in die Nachfolgeklasse der 250er. " Klar, es wäre auch reizvoll gewesen, 2010 noch einmal einen ernsthaften Angriff auf den WM-Titel zu machen", sagte Bradl.

Deutschlands Degenfechter gehen bei der WM-Medaillenvergabe leer aus. Das Tauberbischofsheimer Trio mit Europameister Sven Schmid, dem EM-Fünften Jörg Fiedler und Martin Schmitt schied am Sonntag bei den Weltmeisterschaften in Antalya früh aus. Für Schmid und Fiedler war in der Runde der besten 32 Schluss. Der ehemalige EM-Zweite Schmitt kam immerhin in das Achtelfinale, unterlag dort aber dem Kubaner Sardinas Madrigal mit 10:15 Treffern. Madrigal hatte zuvor auch gegen Schmid gewonnen.

luk/sid/dpa



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