Mixed Zone UCI will Winokurow länger sperren, Kostelic gewinnt Slalom

Längere Strafe: Der Radsport-Weltverband will Alexander Winokurows Comeback verzögern. Bundestrainer Schuster hat die deutschen Skispringer für die Vierschanzentournee nominiert. Ivica Kostelic gewann den Weltcup-Slalom in Alta Badia, Felix Neureuther schied aus.


Hamburg - Der Radsport-Weltverband (UCI) versucht, ein schnelles Comeback von Alexander Winokurow abzuwenden. Die UCI legte am Wochenende beim Internationalen Sportgerichtshof Cas offiziell Beschwerde gegen die Einjahressperre für Winokurow ein, die der kasachische Verband wegen Fremdblutdopings während der Tour de France 2007 verhängt hatte. Stattdessen will die UCI die für ein Doping-Vergehen übliche Zweijahressperre erwirken, bestätigte UCI-Sprecher Enrico Carpani.

Slalomläufer Kostelic: Sieg in Alta Badia
REUTERS

Slalomläufer Kostelic: Sieg in Alta Badia

"Die UCI muss sicherstellen, dass er bekommt, was unserer Ansicht nach die richtige Sanktion ist", sagte Präsident Pat McQuaid dem Internetportal "cyclingnews". Der Gang zum Cas in Lausanne sei daher unvermeidlich, vor allem weil spekuliert werde, "dass er versuchen könnte, im April zurückzukehren".

Da Winokurow, der stets seine Unschuld beteuerte, im Dezember 2007 seinen Rücktritt erklärt hatte, verzichtete die UCI damals auf einen Einspruch.

Martin Schmitt steht an der Spitze des deutschen Aufgebots für die 57. Vierschanzentournee der Skispringer. Neben Schmitt nominierte Bundestrainer Werner Schuster Michael Uhrmann, Michael Neumayer, Stephan Hocke, Severin Freund, Felix Schoft und Andreas Wank für das A-Team.

Bei den Heim-Springen in Oberstdorf (29. Dezember) und Garmisch- Partenkirchen (1. Januar) darf der Deutsche Skiverband zudem eine sechsköpfige nationale Gruppe an den Start bringen. In diese wurden Tobias Bogner, Pascal Bodmer, Julian Musiol, Erik Simon, Danny Queck und Maximilian Mechler berufen. Welche sieben Athleten die Tournee bei den Springen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) fortsetzen, entscheidet sich nach dem Neujahrsspringen.

Svindal bleibt Gesamtführender

Der deutsche Skirennfahrer Felix Neureuther kommt in dieser Saison noch nicht in Schwung. Neureuther erreichte im italienischen Alta Badia auch beim zweiten Weltcup-Slalom nicht den zweiten Lauf und bleibt in seiner Spezialdiziplin ohne Punkte. Auf der "Gran Risa" im Hochabteital war sein Lauf bereits nach einem Einfädler am dritten Tor zu Ende. Ivica Kostelic feierte indes seinen neunten Weltcup-Sieg. Der Kroate gewann in einer Gesamtzeit von 1:39,83 Minuten vor Jean-Baptiste Grange aus Frankreich (1:40,03). Dritter wurde der Österreicher Benjamin Raich (1:40,63).

Grange wahrte seine Führung in der Disziplinwertung, der Norweger Aksel Lund Svindal blieb im Gesamtweltcup vor Raich. Bester Deutscher war Stefan Kogler, der nach 26 erfolglosen Versuchen nun bereits zum zweiten Mal in Folge Weltcup-Punkte holte. Als 18. lag er in 1:42,48 Minuten schon 2,65 Sekunden hinter Kostelic. Dominik Stehle (39.) und Fritz Dopfer (45.) hatten das Finale der besten 30 Athleten deutlich verpasst.

Entscheidung ohne Veröffentlichung

Die Handball-Bundesliga (HBL) hat über den Einspruch von Bundesligist HSG Nordhorn gegen den Abzug von vier Punkten entschieden, wird das Ergebnis aber erst nach Weihnachten bekannt geben. "Eine Entscheidung ist gefallen. Aber wir haben in Nordhorn keinen Verantwortlichen erreicht. Wir wollen das Ergebnis aber erst dem Verein mitteilen, bevor wir es öffentlich machen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Nordhorn wurden die Punkte wegen Verstoßes gegen Lizenzauflagen abgezogen. Der Club hatte Einspruch eingelegt, da man laut Geschäftsführer Berend Greven der HSG lediglich vorhalten könne, die im September gesetzte Frist zur Nachreichung von Unterlagen für den Lizenzierungsantrag um ein oder zwei Tage überschritten zu haben.

Dafür aber sind die Nordhorner ihrer Ansicht nach schon mit einer Strafe von 5000 Euro belegt worden. Der Punktabzug sei daher eine "Doppelbestrafung", so Greven. Gegen die Nordhorner Marketinggesellschaft wird zurzeit noch wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der Zahlung von Schwarzgeldern ermittelt. Mit einer schnellen Entscheidung ist in diesem Fall jedoch nicht zu rechnen. "Die Sache liegt noch bei der Steuerfahndung. Dieses Jahr wird nichts mehr passieren", sagte Alexander Retemeyer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Super-Bowl-Gewinner New York Giants und die Tennessee Titans haben sich am 15. Spieltag der US-amerikanischen Footballliga NFL das erste Heimrecht für die am 3. Januar beginnenden Playoffs gesichert. New York besiegte die Carolina Panthers nach Verlängerung 34:28, die Titans schlugen die Pittsburgh Steelers 31:14. Im Giants Stadium schaffte New Yorks Running Back Derrick Ward mit nur 15 Läufen 215 Yards - die meisten in seiner bisherigen Karriere. Düster sieht es bei den Detroit Lions aus, das Team musste sich den New Orleans Saints 7:42 geschlagen geben und kassierte damit im 15. Spiel die 15. Niederlage.

set/sid/dpa/ap/reuters

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