Mixed Zone Vettel ausgezeichnet, Kölner Haie entlassen Trainer Mason

Sieben Niederlagen in Folge waren zu viel: Doug Mason ist nicht länger Trainer von Eishockey-Bundesligist Kölner Haie. Auch ein prominentes deutsches Beachvolleyball-Duo wird künftig nicht mehr zusammenspielen. Formel-1-Pilot Sebastian Vettel ist Deutschlands Motorsportler des Jahres.


Hamburg - Die Kölner Haie haben die Trennung von Trainer Doug Mason bestätigt. Nachfolger des 53-jährigen Kanadiers wird sein bisheriger Assistent und Landsmann Clayton Beddoes. Als neuer Co-Trainer fungiert ab sofort Ex-Nationalspieler Andreas Lupzig, der bisher zweiter Assistent von Mason war. "Ich bin dreißig Jahre im Geschäft. Ich habe damit gerechnet. Es war eine professionelle Entscheidung des Clubs. Es wird eine schwierige Saison für die Haie", wird Mason auf "Bild.de" zitiert.

Rennfahrer Vettel: Motorsportler des Jahres
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Rennfahrer Vettel: Motorsportler des Jahres

Vizemeister Köln hatte mit sieben Niederlagen aus sieben Spielen den schlechtesten Saisonstart der Clubgeschichte hingelegt. Der Abstand des Vorletzten zu den direkten Playoff-Plätzen beträgt bereits zwölf Punkte. Mason arbeitete bei den Haien seit April 2006, der größte Erfolg war der Einzug ins Finale 2008 (1:3 gegen die Eisbären Berlin). Nach dem Rücktritt von Karel Lang in Duisburg ist die Entlassung Masons der zweite Trainerwechsel der DEL-Saison.

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel wird vom Deutschen Motorsport Verband (DMV) zum Motorsportler des Jahres 2008 ernannt. Als Begründung nannte der DMV die jüngsten Erfolge des 21-Jährigen mit dem Toro-Rosso-Team. Am 14. September hatte Vettel beim Großen Preis von Italien in Monza als bisher jüngster Fahrer ein Formel-1-Rennen gewonnen. Die Auszeichnung soll Vettel, der 2001 vom DMV bereits als Junior Motorsportler des Jahres geehrt wurde, am 6. Dezember überreicht werden.

Das deutsche Beachvolleyball-Duo Julius Brink und Christoph Dieckmann beendet die gemeinsame Karriere. Der 26-jährige Brink wird sich mit Blick auf die Olympischen Spiele 2012 in London einen neuen Partner suchen, der 32-jährige Dieckmann will eine Knieverletzung in Ruhe auskurieren und dann über die Fortsetzung seiner Laufbahn entscheiden. Das Duo spielte seit 2006 gemeinsam. Bei den olympischen Spielen in Peking galten Brink und Dieckmann als Medaillenhoffnung, schieden aber bereits in der Vorrunde aus.

Grund für das schlechte Abschneiden der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Peking seien "vielschichtige trainingsmethodische Fehler". Zu dieser Erkenntnis kommt der neue Direktor Leistungssport im Deutschen Schwimm-Verband (DSV), Lutz Buschkow, nach der sogenannte Olympia-Auswerte-Tagung in Göttingen. Die Tagung wurde letztmals von dem Norweger Örjan Madsen geleitet, der zum Monatsende als Sportdirektor Schwimmen des DSV ausscheidet. Mit Ausnahme von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen (50 und 100 Meter Freistil) und Paul Biedermann hatte es in China keine deutschen Endlauf-Teilnehmer gegeben. Dabei müsse man laut Buschkow von unterschiedlichen individuellen Fehlern ausgehen. Ein Teil der Athleten habe in der unmittelbaren Olympia-Vorbereitung zu viel trainiert, andere zu wenig: "Mir scheinen die Trainingsumfänge für den aktuellen Leistungsstand in der Welt nicht ausreichend zu sein", kritisierte Buschkow.

Ann Kathrin Linsenhoff hat überraschend ihren Rücktritt als Vorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe angekündigt - nur wenige Stunden nachdem ihr der Aufsichtsrat das Vertrauen ausgesprochen hatte. Sie werde das Amt zum 31. März 2009 niederlegen, teilte die 48-Jährige in einer Presseerklärung mit. Damit zog sie die Konsequenzen aus den Unstimmigkeiten mit ihrem Vorgänger und jetzigen Aufsichtsratschef Hans Wilhelm Gäb. "Durch die Vorkommnisse der vergangenen Wochen fehlt jegliches Vertrauen zwischen Hans Wilhelm Gäb und meiner Person", heißt es in der Mitteilung. Gäb hatte Linsenhoff zuletzt intern stark kritisiert.

Tennisspielerin Sabine Lisicki hat sich beim WTA-Turnier in Seoul erfolgreich aus einer Wettkampfpause zurückgemeldet. Die 18-Jährige feierte in ihrem ersten Match nach dem Zweitrunden-Aus bei den US Open vor mehr als drei Wochen einen souveränen 6:1, 6:0-Auftakterfolg gegen die Russin Wera Duschewina. Im Achtelfinale trifft Lisicki auf die Siegerin des Duells zwischen der an Nummer sieben gesetzten Neuseeländerin Marina Erakovic und der Australierin Samantha Stosur.

hut/sid/dpa



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