Mixed Zone Wildcard für DBB-Team, Handball-Frauen verpassen Halbfinale

Bei der WM dabei: Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat eine Wildcard für die Weltmeisterschaft 2010 erhalten. Für die Handball-Frauen ist bei den Titelkämpfen in China nach der Hauptrunde Endstation. Jan Zaveck ist erster Boxweltmeister Sloweniens.
DBB-Star Nowitzki: "Freue mich schon auf den Sommer 2010"

DBB-Star Nowitzki: "Freue mich schon auf den Sommer 2010"

Foto: Lars Baron/ GettyImages

Hamburg - Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in der Türkei dabei. Die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) erhielt vom Weltverband Fiba am Samstag eine von vier Wildcards, nachdem sie sich bei der Europameisterschaft im September in Polen nicht direkt für die WM hatte qualifizieren können. "Super! Diese Wildcard gibt uns eine tolle Perspektive für die nächsten Jahre. Ich danke der Fiba und freue mich schon auf den Sommer 2010", sagte Superstar Dirk Nowitzki. Die Titelkämpfe finden vom 28. August bis 12. September 2010 in Ankara, Istanbul, Izmir und Kayseri statt. Die anderen Wildcards gingen an Russland, Litauen und Libanon.

Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2010 ist die deutsche Nationalmannschaft automatisch auch für die Europameisterschaft 2011 in Litauen qualifiziert, wo die Tickets für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London vergeben werden. "Ich werde mit meiner Mannschaft alles dafür tun, dass man nach der Weltmeisterschaft sagen wird, dass die deutsche Nationalmannschaft die Wildcard auch verdient gehabt hat", sagte Nationaltrainer Dirk Bauermann kurz nach der Entscheidung.

"Wir freuen uns sehr, dass sich das Central Board der Fiba für uns entschieden hat. Die vielen Termine und Gespräche in den vergangenen Monaten haben sich gelohnt, es ist eine richtungsweisende Entscheidung für unseren Verband", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. "Jetzt werden wir alles daran setzen, in der Türkei mit unserer stärksten Mannschaft ein gutes Resultat zu erzielen."

DHB-Frauen verpassen Semifinale, Österreich verschärft Anti-Doping Gesetze

Die deutschen Handball-Frauen haben bei der Weltmeisterschaft in China das Halbfinale verpasst. Der EM-Vierte unterlag am Samstag in seinem ersten Hauptrundenspiel gegen Weltmeister Russland 22:34 (13:16) und kann damit die Vorschlussrunde nicht mehr erreichen. Vor rund 1500 Zuschauern in Yangzhou war Rechtsaußen Sabrina Neukamp mit acht Toren treffsicherste Spielerin in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Der WM-Dritte bestreitet sein zweites von insgesamt drei Hauptrundenspielen am Sonntag gegen Österreich.

Jan Wolfgarten hat bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Istanbul überraschend die Goldmedaille und damit das siebte deutsche Edelmetall gewonnen. Der Würzburger schwamm am Samstag die 1500 Meter Freistil in 14:20,44 Minuten. Wolfgarten unterbot seinen erst zwei Wochen alten deutschen Rekord um fast 14 Sekunden. Zweiter wurde Titelverteidiger Federico Colbertaldo (14:25,68) aus Italien vor dem Dänen Mads Glaesner. Christian Kubusch aus Magdeburg wurde in 14:37,28 Minuten Sechster.

Profi-Boxer Jan Zaveck aus dem Magdeburger SES-Stall ist IBF-Weltmeister im Weltergewicht. Der 33-jährige Slowene bezwang am Freitagabend in Johannesburg Titelverteidiger Isaac Hlatshwayo aus Südafrika durch K.o. in der dritten Runde. Zaveck hatte seinen Gegner nach drei Runden bereits dreimal am Boden, ehe er einen weiteren harten Treffer setzte, der das Duell beendete. "Das war eine Großwildjagd mit einem Blattschuss in der dritten Runde", sagte SES-Manager Ulf Steinforth. Zaveck ist der erste Box-Weltmeister in der Geschichte Sloweniens.

Österreich hat den Kampf gegen Doping verschärft. Das Parlament in Wien verabschiedete am Freitagabend einstimmig ein entsprechendes Gesetz. Dieses sieht unter anderem vor, dass Sportler und Betreuer, die bereits wegen Dopingvergehen gesperrt sind, lebenslänglich von der Bundessportförderung ausgeschlossen werden. Zudem können gedopte Sportler zur Rückzahlung der an sie ausgezahlten Mittel aus diesem Topf verpflichtet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Apa.

Außerdem wird die Frist, während der sich wegen Dopings gesperrte Sportler Kontrollen unterziehen müssen, bevor sie wieder an Wettkämpfen teilnehmen können, auf ein Jahr verdoppelt.

luk/sid/dpa
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