Unfall bei MotoGP Titelkandidat Dovizioso stürzt schwer und kann sich an nichts erinnern

Für den WM-Zweiten der MotoGP Andrea Dovizioso war das Rennen in Silverstone bereits nach der ersten Kurve vorbei. Nach einem schweren Sturz musste er ins Krankenhaus. Der Titelkampf scheint damit vorentschieden.

Marc Márquez (vorne) gab die Führung erst in der letzten Kurve an Álex Rins ab
Rui Vieira / DPA

Marc Márquez (vorne) gab die Führung erst in der letzten Kurve an Álex Rins ab


Beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone ist MotoGP-Pilot Andrea Dovizioso gestürzt. In der ersten Kurve nach dem Start kollidierte der Italiener aus dem Team Ducati mit dem ausgerutschten Motorrad von Fabio Quartararo (Yamaha), wurde in die Luft geschleudert und schlug auf der Strecke auf, während seine Maschine Feuer fing und in die Streckenbegrenzung rutschte. Beide Fahrer wurden von Streckenhelfern versorgt. Quartararo gab schnell Entwarnung, Doviziosos Zustand war zunächst unklar.

Der Vizeweltmeister stand zwischenzeitlich selbständig, wirkte aber verwirrt. Mit einer Trage wurde er zur medizinischen Versorgung zunächst ins Fahrerlager und von dort ins Krankenhaus gebracht. Neben starken Schmerzen in der Hüfte klagte der 33-Jährige über Gedächtnisverlust. Sein Team bestätigte, dass Dovizioso keine Erinnerungen an den Unfall habe.

Im Krankenhaus wurden keine Knochenbrüche festgestellt. Einige Stunden nach dem Sturz gab sein Team bekannt, Dovizioso hätte keine weiteren Schäden davongetragen und könne die Klinik wieder verlassen.

Für Doviziosos Kampf um den WM-Titel ist der Unfall eine Vorentscheidung. Weltmeister Marc Márquez (Honda) wurde zwar in der letzten Kurve noch von Álex Rins (Suzuki) überholt, konnte mit dem zweiten Platz seine Führung in der Gesamtwertung aber auf 78 Punkte ausbauen. Selbst bei drei Ausfällen ohne Punktgewinn wäre er noch WM-Führender vor Dovizioso (172 Punkte) und Rins (149). Bis zum Saisonende gibt es noch sieben Rennen, das nächste findet am 15. September in San Marino (Stream: Dazn) statt.

mrk/dpa

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#besserwisser 25.08.2019
1. Da hat das Unterbewusstsein doch alles richtig gemacht!
Was ist daran so ungewöhnlich??? Jeder, der einen schweren Unfall hatte, kennt, denke ich, das Phänomen!? Ich selbst hatte Mal mit meinem Motorrad einen unerwarteten Gedankenaustausch mit einem 5er BMW. Ich weiß sehr genau, wie es zu dem Unfall kam. An den eigentlichen Zusammenstoß habe ich keine Erinnerung, aufgewacht bin ich unter einem ganz anderen Auto. Mein GFK Helm lag neben der Straße und war rückseitig ziemlich deformiert. Verletzt war ich letztlich kaum. Der Polizist, der bei der Unfallaufnahme das Protokoll schrieb, hat mir später gesagt, dass ich in der Luft noch laut und vernehmlich (Zeugen) "Sche...." geschrien hätte - ist eigentlich nicht meine Art, aber war wohl so ... Unser Unterbewusstsein hemmt bei einem Unfall die Aufnahmefähigkeit unseres Gehirns und schaltet, vorübergehend, auf Minimalfunktion. Wenn du's überlebst, hast du nix verpasst und wenn nicht, erspart es dir den Schock und ggf Schmerzen. Ist klever, das Gehirn ...
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