MotoGP Márquez gewinnt, Bradl stürzt

MotoGP-Pilot Stefan Bradl ist in Mugello spektakulär gestürzt. Der Sieg beim Großen Preis von Italien ging erneut an den spanischen Weltmeister Marc Márquez, der sich knapp gegen einen Landsmann durchsetzen konnte. In der Moto2-Klasse fuhr Jonas Folger auf das Podium.
Titelverteidiger Márquez: Sechster Sieg im sechsten Saisonrennen

Titelverteidiger Márquez: Sechster Sieg im sechsten Saisonrennen

Foto: Claudio Onorati/ dpa

Hamburg - Erst jubelten die deutschen Motorrad-Fans, dann stockte ihnen der Atem. Nicht einmal 45 Minuten lagen im italienischen Mugello zwischen dem dritten Platz von Jonas Folger im Moto2-WM-Rennen und dem spektakulären Sturz von Stefan Bradl in der Königsklasse MotoGP. Der 24-jährige Bradl wurde vom stürzenden Cal Crutchlow abgeräumt, flog von seiner Honda, konnte aber schließlich ohne fremde Hilfe die Strecke verlassen.

Es war bereits Bradls zweiter heftiger Sturz am Sonntag, nachdem er schon beim Warm Up im Kiesbett gelandet war. Auch dabei hatte der Honda-Pilot viel Glück im Unglück.

Seinen sechsten Sieg im sechsten Rennen feierte Titelverteidiger Marc Márquez, der sich bis zur Ziellinie ein packendes Duell mit seinem spanischen Landsmann Jorge Lorenzo lieferte. Der neunmalige Champion Valentino Rossi aus Italien beendete seinen 300. Grand Prix als Dritter.

Folger beendet sein Rennen auf Platz drei

In der Moto2-Klasse zeigte Jonas Folger in Italien einmal mehr sein Potenzial und fuhr zum zweiten Mal in dieser Saison unter die besten Drei. Nach einem Traumstart von Platz vier aus setzte der 20-Jährige zu einem Ausreißversuch an, der schon nach wenigen Kurven das Feld sprengte. Folger fuhr konstant, zunächst konnten nur Luis Salom und der spätere Sieger Esteve Rabat mithalten. Doch zur Hälfte des Rennens war es mit der Dominanz Folgers vorbei.

"Der Reifen hatte abgebaut und vornehmlich in den Kurveneingängen bekam ich einfach keine Ruhe ins Bike", sagte Folger. Die Konkurrenten zogen vorbei und machten Druck. "Ich habe noch versucht, ein paar Runden mitzugehen, aber dann habe ich mich nur noch darauf konzentriert, meinen Vorsprung nach hinten zu halten", sagte der Deutsche.

Öttl holt sein bestes Saisonergebnis

Weniger gut lief das Rennen für die beiden anderen Deutschen, Marcel Schrötter und Sandro Cortese. Schrötter, von Rang zehn gestartet, wurde Zwölfter. Für Cortese lief es noch schlechter. Der frühere Moto3-Champion wurde von Startplatz drei aus durchgereicht, am Ende landete er auf Platz 13.

In der Moto3 durfte sich Philipp Öttl über sein bestes Saisonergebnis freuen. Er holte als 13. drei WM-Punkte, während Luca Grünwald als 16. seinen ersten WM-Zähler knapp verpasste. Sieger wurde der Italiener Romano Fenati.

tim/dpa
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