Motorsport Weltmeister VW zieht sich aus Rallye-WM zurück

Am Sonntag wurde noch die Rallye-WM gewonnen, jetzt hat Volkswagen seinen Abschied aus der Rennserie bekanntgeben. Der Serienchampion will sich auf neue Projekte im Motorsport konzentrieren.

Rallyefahrer Sébastien Ogier
AFP

Rallyefahrer Sébastien Ogier


Weltmeister Volkswagen zieht sich mit dem Saisonende nach vier erfolgreichen Jahren aus der Rallye-WM zurück. Der Automobilhersteller begründete den Schritt mit der Neuausrichtung seines Motorsportprogramms. Das Unternehmen will sich von 2017 an auf neue Technologien konzentrieren. Bereits seit einiger Zeit war über den WM-Abschied von VW spekuliert worden. Der Konzern steht zudem durch Milliardenbelastungen nach dem Dieselskandal unter Druck.

"Die Marke Volkswagen steht vor gewaltigen Herausforderungen", sagte Entwicklungsvorstand Frank Welsch in der Motorsport-Zentrale in Hannover. "Mit dem anstehenden Ausbau der Elektrifizierung unserer Fahrzeugpalette müssen wir all unsere Anstrengungen auf wichtige Zukunftstechnologien konzentrieren."

VW war 2013 mit einem Werksteam in die WM eingestiegen. Der Konzern aus Wolfsburg gewann in dieser Zeit alle Titel. Der Franzose Sébastien Ogier und sein Beifahrer Julien Ingrassia wurden in dieser Zeit vier Mal Weltmeister. Am vergangenen Sonntag in Wales sicherte sich VW ebenfalls zum vierten Mal in Serie die Hersteller-WM. Für VW ist die Rallye Australien Mitte November damit das letzte Rennen.

"Natürlich bedauern wir den Abschied aus der WRC sehr - für die Marke Volkswagen war es das bislang erfolgreichste Kapitel ihrer Motorsport-Geschichte", sagte VW-Motorsport-Direktor Sven Smeets. Konkret will VW eine Ausweitung der Aktivitäten im Rallycross prüfen. Im Gegensatz zur klassischen Rallye fahren beim Rallycross kleine Gruppen von Rennwagen im Sprint gegeneinander.

jan/dpa/sid



insgesamt 16 Beiträge
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smartphone 02.11.2016
1. Sags doch geich im Klartext
Aufgrund der freiwilligen Erkenntnisisolation gepaart mit Allmachtsphantasien müssen wir weite Teile unserer vermeintlichen Kompetenzen einstampfen und alle Kostenfaktoren ( ausser Managergehälter +Boni) auf den Prüfstand stellen - der leider nicht per Software 50 Mrd Euro ausdrucken kann . WIr Danken Ihnen für Ihr Vertrauen .....
genugistgenug 02.11.2016
2. Das hat aber gedauert! Geht das Geld aus?
Nun beginnen also die Streichungen - doch wieso wird im Ur-Metier gestrichen? Wo sonst kann man besser zeigen, was die eigenen Kisten können? Oder ist das der Beginn der Umstellung auf E-Kisten und irgendwann kommt bei Beschwerden / Klagen / Schadenersatzforderungen 'Diesel, Benziner, haben wir schon lange nicht mehr, das war das alte VW, das gibt es nicht mehr, deshalb gibt es von uns NIX'!
i.dietz 02.11.2016
3. Bin voll dafür
Rallye-Sport steht doch nur für Krach, Radau, Gestank, Landschaftszerstörung unsw. Wird endlich Zeit, dass diesem Unfug ein Ende gesetzt wird. Enttäuschte Fans können ja alternativ auf der Kirmes Auto-Scooter fahren !
anders_denker 02.11.2016
4. Bestes Ergebnis ever
Aber überall muss man sparen ;-)
r_dawkins 02.11.2016
5. @i.dietz
Zitat von i.dietzRallye-Sport steht doch nur für Krach, Radau, Gestank, Landschaftszerstörung unsw. Wird endlich Zeit, dass diesem Unfug ein Ende gesetzt wird. Enttäuschte Fans können ja alternativ auf der Kirmes Auto-Scooter fahren !
Ich befürchte, Sie werden enttäuscht sein, denn der Ralley-Sport besteht, wie Sie ja vieleicht noch nicht wussten, nicht ausschließlich aus VW-Fahrzeugen. Darum wird uns der herrlichste Motorsport noch lange erhalten bleiben! Übrigens ist für mich bei der Ralley durchaus ein Einsatz von E-Fahrzeugen denkbar.
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