Nach Tod der Boxlegende New York benennt Straße nach Muhammad Ali

Der Madison Square Garden in New York war eine seiner wichtigsten Wirkungsstätten. Jetzt heißt ein Straßenzug in der Nähe der Arena "Muhammad-Ali-Weg".

Ali-Gedenkstätte in New York
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Ali-Gedenkstätte in New York


New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat angekündigt, eine Straße in der Stadt nach Boxlegende Muhammad Ali zu benennen. Der Name der 33. Straße in der Nähe des Madison Square Gardens werde in "Muhammad-Ali-Weg" geändert. Die Umbenennung sei zunächst vorübergehend. Sollte der Stadtrat der Maßnahme zustimmen, könnte die Straße dann auch dauerhaft Alis Namen tragen.

"Wir zollen damit einer Legende im Herzen unserer Stadt Tribut. Er verdient diese Ehre und noch viel mehr", sagte de Blasio. Im Madison Square Garden hatte Ali insgesamt acht Kämpfe bestritten, darunter den sogenannten Kampf des Jahrhunderts 1971 gegen Joe Frazier.

Der frühere Schwergewichtsweltmeister Ali war am Donnerstag wegen Atemproblemen in eine Klinik in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona eingeliefert worden. Am Freitag starb er im Alter von 74 Jahren.

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Muhammad Ali: Großmaul, Kämpfer, Champion

"Er war größer als der Präsident der Vereinigten Staaten, war der berühmteste Mensch der Welt", sagte Alis einstiger Gegner George Foreman. Ali soll am kommenden Freitag in seiner Geburtsstadt Louisville im US-Bundesstaat Kentucky bei einer öffentlichen Trauerfeier zu Grabe getragen werden.

Trauerfeier ohne Obama

Barack Obama wird dabei nicht anwesend sein. Wie das Weiße Haus in einem offiziellen Statement mitteilte, sind der US-Präsident und die First Lady am selben Tag Ehrengäste bei der Schulabschlussfeier ihrer ältesten Tochter Malia in Washington. Obamas Beraterin Valerie Jarrett werde ihn bei der Trauerfeier vertreten und einen Brief des Präsidenten und seiner Frau vorlesen.

Muhammad "The Greatest" Ali war dreimal "undisputed champion", also der unumstrittene Weltmeister aller Verbände, er prägte den Boxsport wie kein Sportler vor oder nach ihm. Das Internationale Olympische Komitee wählte ihn 1999 zum Sportler des Jahrhunderts.

1981 beendete Ali seine Karriere, drei Jahre später wurde seine Parkinson-Erkrankung bekannt. Einer seiner erinnerungswürdigsten Auftritte gelang ihm bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, als er als Überraschungsgast mit zittriger Hand das olympische Feuer entzündete. "Ich habe gezeigt, dass Parkinson mich nicht bezwingen kann", sagte Ali damals, "ich habe gezeigt, dass ich immer noch der Größte bin."

Zum Tode Muhammad Alis

asa/sid/dpa/AFP



insgesamt 4 Beiträge
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johannesbueckler 08.06.2016
1. Eine gute Zusammenfassung
und es wird auf keinen Fall die letzte Straße oder der letzte Platz sein, der nach ihm benannt wird.... Bei diesen Berichten sind aber häufig Ortsangaben vereinfacht...Er verstarb (leider zu früh) in Scottsdale, welches natürlich an Phoenix angrenzt....Aber man schmeißt doch auch Dortmund und Bochum nicht in einen Topf ??
anslingerpeter81 08.06.2016
2.
Er war Legende wirklich. Und er hat viel Errungenschaften nicht nur im Boxen. Ich denke, es ist gerecht - seinen Namen zu verewigen, eine der Straßen in einer der größten Städte des Planeten seinen Namen genannt.
jaguaros 08.06.2016
3. Immer dabei
In den siebzigern war ich immer dabei. Manchmal auch in der Nacht oder ganz frueh. Auf den Kampf in Zaire kann ich mich noch erinnern, und das ist schon verdammt lange her. Box war nie meine Sache, aber beim Ali war es anders. Schade um ihm, war eigentlich prima Kerl.
pouria.s 08.06.2016
4. Er fehlt, und dieser Schmerz wird nie enden!
Er fehlt, mehr denn je, wenn es um einen Prominenten geht und mehr denn je, wenn es um einen Sportler geht. Er war es, der in Amerika und später auf der ganzen Welt für eine nie dagewesene Veränderung sorgte. Er hätte die besten 3 Jahre seiner boxerischen Fähigkeit bewahren können, wenn er sich nur "gefügig" und "unterwürfig-a-la-uncle-Tom" gezeigt hätte. Aber er verzichtete auf die besten drei Jahre (1967-1970). Wer tut das heute noch? Wer hat diese Größe gehabt, als Farbiger zu sagen: I am black an beautiful! Ali, er war eine Persönlichkeit, die selbst in unsere rasante Zeit unvergessen bleibt. Wir lieben dich, Muhammad. Als gläubiger Mensch, sag ich zu deiner Seele nicht Rest in peace, sondern: wir sehen uns, irgendwann, auf der anderen Seite. Gott habe deiner Seele selig und erfreue dich dort mit Gott und all seinen anderen Engeln.
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