NBA Antetokounmpo nach Nowitzki als zweiter Europäer zum MVP gewählt

Der Grieche Giannis Antetokounmpo wurde als wertvollster Spieler der NBA-Saison ausgezeichnet. Dies ist bisher nur einem weiteren Europäer gelungen: Dirk Nowitzki. Antetokounmpo zeigte sich gerührt.

Giannis Antetokounmpo bei seiner Rede
AP/Richard Shotwell

Giannis Antetokounmpo bei seiner Rede


Der Grieche Giannis Antetokounmpo ist zum wertvollsten Spieler (MVP) der NBA-Saison gewählt worden. Der 24-Jährige von den Milwaukee Bucks erhielt 78 von 101 möglichen Stimmen für Platz eins. Vorjahressieger James Harden (Houston Rockets) wurde bei der Zeremonie in kalifornischen Santa Monica Zweiter.

Bester Nachwuchsspieler des Jahres (Rookie of the year) wurde wie erwartet der 20-jährige Luka Doncic. Der slowenische Europameister hatte in seinem ersten NBA-Jahr an der Seite des inzwischen zurückgetretenen Dirk Nowitzki für die Dallas Mavericks gespielt und durchschnittlich 21,2 Punkte verbucht.

"An jedem Tag, an dem ich auf dem Spielfeld stehe, denke ich an meinen Vater", sagte MVP Antetokounmpo bei seiner Rede unter Tränen. Charles Antetokounmpo war 2017 im Alter von 53 Jahren gestorben. Giannis Antetokounmpo war in ärmlichen Verhältnissen in Athen als Sohn nigerianischer Einwanderer aufgewachsen.

Antetokounmpo ist erst der fünfte NBA-MVP, der nicht auf dem US-Festland geboren wurde. Seine Vorgänger waren Hakeem Olajuwon (Nigeria), Tim Duncan (Amerikanische Jungferninseln), Steve Nash (Kanada) und Nowitzki. Außerdem ist er seit 1980 der drittjüngste Spieler nach Derrick Rose und Michael Jordan, der die Maurice Podoloff Trophy bekam.

Der griechische Nationalspieler Antetokounmpo kam in der abgelaufenen Hauptrunde im Schnitt auf 27,7 Punkte und 12,5 Rebounds. Angeführt vom "Greek Freak" beendeten die Bucks die regular season als bestes Team mit 60 Siegen und 22 Niederlagen. Im Play-off-Halbfinale scheiterte Milwaukee aber am späteren Champion Toronto Raptors (2:4).

Vor Antetokounmpo hatte nur ein Bucks-Spieler die Auszeichnung erhalten. Der legendäre Kareem Abdul-Jabbar, Rekordpreisträger, bekam den MVP-Award in den Jahren 1971, 1972 und 1974 - später drei weitere Male für seine Leistungen im Trikot der Los Angeles Lakers (1976, 1977, 1980).

ngo/sid



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valensine 25.06.2019
1. "Grieche" mit Migrationshintergrund
Wichtige Infos zum Spieler fehlen: seine Eltern sind gebürtige Nigerianer, die nach Griechenland einwandern mussten. Dort hat Antetokounmpo seine ganze Kindheit und Jugend über viele rassistische Erfahrungen gemacht, "seine Familie war nicht willkommen" (New York Times). Und sogar als Basketballstar haben er und seine Brüder, ebenfalls Basketballer, mit teils üblen rassistischen Beleidungen zu kämpfen (Bruder wurde im griechischen TV als "Affe" beschimpft- New York Times). Der griechische Basketballbund steht ihm nicht gerade bei, weshalb er über den Rücktritt aus der Nationalmannschaft nachgedacht hat. Vielleicht hat er deswegen seine Mutter bereits in die USA geholt, der Rest folgt wohl. Das sind wichtige Infos, die Antetokounmpos Leben beeinflussen. Es ist nicht nur alles Geld, Erfolg.
yogtze 25.06.2019
2.
Zitat von valensineWichtige Infos zum Spieler fehlen: seine Eltern sind gebürtige Nigerianer, die nach Griechenland einwandern mussten. Dort hat Antetokounmpo seine ganze Kindheit und Jugend über viele rassistische Erfahrungen gemacht, "seine Familie war nicht willkommen" (New York Times). Und sogar als Basketballstar haben er und seine Brüder, ebenfalls Basketballer, mit teils üblen rassistischen Beleidungen zu kämpfen (Bruder wurde im griechischen TV als "Affe" beschimpft- New York Times). Der griechische Basketballbund steht ihm nicht gerade bei, weshalb er über den Rücktritt aus der Nationalmannschaft nachgedacht hat. Vielleicht hat er deswegen seine Mutter bereits in die USA geholt, der Rest folgt wohl. Das sind wichtige Infos, die Antetokounmpos Leben beeinflussen. Es ist nicht nur alles Geld, Erfolg.
An Ihrem Beitrag stimmt vieles nicht. Zum einen wird in dem Artikel selbstverständlich erwähnt, dass seine Eltern aus Nigeria stammen (was für seine NBA-Karriere unerheblich ist). Dass sein Bruder rassistisch beschimpft wurde, ist wahr - von einem Reporter, der auch entsprechende Reaktionen von der übrigen griechischen Öffentlichkeit zu spüren bekam. Antekounmpos und seine Brüder sind in Griechenland sehr populär und seine Basketballkarriere in der NBA wird mit viel Freude verfolgt. Dass er über einen Rücktritt aus der griechischen Nationalmannschaft nachdachte, stimmt nicht. Ich lese bei Ihren Kommentaren häufig einen anti-griechischen Grundton heraus, Sie scheinen Griechen zu hassen und hier einen Grund zu suchen, Griechen als besonders rassistisch hinzustellen. Es gibt Rassismus in Griechenland (wie in jedem anderen Land auch, leider), aber Ihr Kommentar geht fehl.
valensine 25.06.2019
3. @yogtze-Kommentar/Troll
Ihre Behauptungen sind nicht nachvollziehbar und ehrlich gesagt auch etwas peinlich. Alles von mir kommentierte entspricht den Fakten und man kann es in den internationalen Medien nachlesen. Kratzt es an Ihrem Ego, dass der besagte Basketballer und seine Familie erheblichem Rassismus in Griechenland ausgesetzt war und immer noch ist? Das ist eben nicht auf der ganzen Welt so üblich, wie Sie es darstellen. Dabei habe ich nicht einmal die Rolle des griechischen Basketballbundes und auch einiger griechischen Politiker in der Rassismus-Affäre um Antetokounmpo dargestellt. Das ist mehr als skandalös und einer Berichterstattung hierzulande durchaus wert. Rassismus ist ein grosses Problem in Griechenland, und das können Sie nicht wegkommentieren. Nicht jede Kritik an Griechenland müssen Sie persönlich nehmen, es sei denn, Sie sind extrem nationalistisch-chauvinistisch? Zu guter letzt: Bitte beachten Sie die SPON-Kommentarregeln und hören Sie auf, andere Kommentatoren /-innen zu diffamieren.
TheDjemba 25.06.2019
4. Grieche
Zitat von yogtzeAn Ihrem Beitrag stimmt vieles nicht. Zum einen wird in dem Artikel selbstverständlich erwähnt, dass seine Eltern aus Nigeria stammen (was für seine NBA-Karriere unerheblich ist). Dass sein Bruder rassistisch beschimpft wurde, ist wahr - von einem Reporter, der auch entsprechende Reaktionen von der übrigen griechischen Öffentlichkeit zu spüren bekam. Antekounmpos und seine Brüder sind in Griechenland sehr populär und seine Basketballkarriere in der NBA wird mit viel Freude verfolgt. Dass er über einen Rücktritt aus der griechischen Nationalmannschaft nachdachte, stimmt nicht. Ich lese bei Ihren Kommentaren häufig einen anti-griechischen Grundton heraus, Sie scheinen Griechen zu hassen und hier einen Grund zu suchen, Griechen als besonders rassistisch hinzustellen. Es gibt Rassismus in Griechenland (wie in jedem anderen Land auch, leider), aber Ihr Kommentar geht fehl.
Ante wurde in Griechenland geboren, trotz allem bekam er erst 2013 die griechische Staatsangehörigkeit. Davor war er staatenlos. Wäre er kein Basketballstar, und 2013 war er das schon, hätte er die griechische Staatsangehörigkeit nie bekommen.
Münchner73 25.06.2019
5. Hallo yogtze
Zitat von yogtzeAn Ihrem Beitrag stimmt vieles nicht. Zum einen wird in dem Artikel selbstverständlich erwähnt, dass seine Eltern aus Nigeria stammen (was für seine NBA-Karriere unerheblich ist). Dass sein Bruder rassistisch beschimpft wurde, ist wahr - von einem Reporter, der auch entsprechende Reaktionen von der übrigen griechischen Öffentlichkeit zu spüren bekam. Antekounmpos und seine Brüder sind in Griechenland sehr populär und seine Basketballkarriere in der NBA wird mit viel Freude verfolgt. Dass er über einen Rücktritt aus der griechischen Nationalmannschaft nachdachte, stimmt nicht. Ich lese bei Ihren Kommentaren häufig einen anti-griechischen Grundton heraus, Sie scheinen Griechen zu hassen und hier einen Grund zu suchen, Griechen als besonders rassistisch hinzustellen. Es gibt Rassismus in Griechenland (wie in jedem anderen Land auch, leider), aber Ihr Kommentar geht fehl.
Aufgrund einiger (protürkischen, antideutschen) Kommentaren des Foristen Valensine, vermute ich mal, dass unser Freund selber einen Migrationshintergrund hat, es aber nicht offen zugeben will. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen und er mag einfach nur die Griechen und die Deutschen nicht. Sei es ihm gegönnt :-)
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