Nach SPIEGEL-Bericht über Missbrauch Fechtverein stellt Kommission vor

Eine Kommission soll die Missbrauchsvorwürfe gegen einen Fechttrainer in Tauberbischofsheim aufklären. Das unabhängige Team ist nun vorgestellt worden. Erste Ergebnisse könnte es schon im Mai geben.

Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim
DPA

Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim


Das Team, das die Missbrauchsvorwürfe gegen einen Fechttrainer am Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim aufklären soll, ist vorgestellt worden. Drei Juristen, ein Pädagoge sowie eine ehrenamtliche Mitarbeiterin einer Opferschutzorganisation bilden die unabhängige Kommission.

Zuvor hatte der SPIEGEL berichtet, dass es in Tauberbischofsheim zwischen 2003 und 2016 zu mehreren Fällen von sexueller Belästigung durch ihn gekommen sein soll. Die Vorwürfe richten sich vor allem gegen einen mittlerweile freigestellten Trainer des Stützpunktes. Der Coach bestreitet die Anschuldigungen.

"Wir legen Wert auf Ermittlungen durch externe, erfahrene und vertrauenswürdige Persönlichkeiten", sagte Harald Stempfer, der Geschäftsführer des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim. Die Kommission werde ihren Auftrag auch unabhängig von möglichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft fortführen. Die Staatsanwaltschaft Mosbach hatte bereits Vorermittlungen eingeleitet, um einen möglichen Anfangsverdacht zu prüfen.

"Unsere Aufgabe besteht nun darin, unabhängig und neutral Sachverhalte zu ermitteln", sagte Rechtsanwalt Sebastian Warken als Vorsitzender der Taskforce: "Wir sind nicht als Interessenvertreter tätig". Gemeinsam mit seinen Kollegen will er in nächster Zeit vor allem mit Sportlerinnen sowie Angestellten des Fechtzentrums reden. Außerdem wurde für Betroffene eine anonyme Telefon-Hotline eingerichtet. Erste Ergebnisse könnte es laut Warken bereits im Mai geben.

aev/dpa



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