NBA Starkes Debüt von Nowitzkis neuem Teamkollegen

14 Punkte in elf Minuten: Amar'e Stoudemire hat gleich in seiner ersten NBA-Partie für die Dallas Mavericks überzeugt. Der Power Forward soll Dirk Nowitzki vor allem in der Defensive entlasten.

Ellis, Stoudemire: Wechselte von den New York Knicks nach Dallas
AP/dpa

Ellis, Stoudemire: Wechselte von den New York Knicks nach Dallas


Hamburg - Dirk Nowitzki war begeistert von der Leistung seines neuen Teamkollegen. Nach dem ersten gemeinsamen Einsatz für die Dallas Mavericks sagte der deutsche NBA-Profi über Amar'e Stoudemire: "Er hat genau das gebracht, was wir uns von ihm erhofft haben: Punkte von der Bank, dazu Korbaktionen und Ballgewinne in der Zone." Dallas hatte 92:81 gegen die Charlotte Hornets gewonnen. Und Power Forward Stoudemire hatte in nur elf Minuten Einsatzzeit 14 Punkte erzielt und drei Rebounds geholt.

Neben Punkten verspricht Dallas sich von dem Routinier vor allem mehr Stabilität in der Verteidigung. Die Defensive ist nicht die Stärke von Nowitzki, Dallas war in der laufenden Saison daher sehr abhängig von Center Tyson Chandler.

Nowitzki traf nur drei von sieben Würfen aus dem Feld und musste sich mit acht Punkten begnügen, hatte mit starken zwölf Rebounds aber ebenfalls seinen Anteil am Heimsieg. Dallas bleibt nach dem Erfolg im Westen Tabellensechster und darf hoffen, mit dem sechsmaligen Allstar Stoudemire noch eine etwas bessere Ausgangsposition für die Playoffs zu erreichen. Dafür bleiben Dallas in der regulären Saison noch 24 Spiele.

Bester Werfer der Mavericks, die wegen Knöchelproblemen ohne Chandler Parsons auskommen mussten, war Monta Ellis (23). Am Dienstag spielt Dallas gegen die Toronto Raptors.

Das Team von Dennis Schröder meldete sich nach zwei Niederlagen mit einem Sieg zurück: Die Atlanta Hawks gewannen 97:86 bei den Milwaukee Bucks und festigten mit 44 Siegen und zwölf Niederlagen die Tabellenführung in der Eastern Conference. Schröder kam dabei in 26 Minuten Spielzeit auf zwölf Punkte, er verteilte neun Assists und holte zwei Rebounds. Bester Scorer der Gäste war Paul Millsap mit 23 Zählern.

Basketball-Profi Schröder: Aus Braunschweig in die NBA

Durchbruch im zweiten NBA-Jahr: Dennis Schröder hat sich deutlich gesteigert und zählt beim derzeit zweitbesten Team, den Atlanta Hawks, zu den Leistungsträgern.

Eine rasante Entwicklung: 2012/2013 konnte er sich in der Bundesliga etablieren, wurde Allstar (siehe Bild), einige Monate später folgte der Sprung in die NBA.

Dort hatte er zunächst große Probleme, die Kritiker fühlten sich bestätigt. Dabei hatte auch der spätere Superstar Dirk Nowitzki (l.) zunächst Schwierigkeiten. Schröder wurde in seinem ersten Jahr kaum eingesetzt und auch zum Farmteam der Hawks abgeschoben.

Ganz anders sieht es in dieser Saison aus: Der deutsche Nationalspieler steht gut 18 Minuten pro Partie auf dem Feld und erzielt dabei rund acht Punkte, gibt dazu im Schnitt 3,5 Vorlagen und darf auch in wichtigen Phasen spielen. Das war im vergangenen Jahr noch ganz anders, oft durfte Schröder sogar nur zuschauen.

In diesem Jahr hat der 21-Jährige sich jedoch an die anspruchsvolle Liga gewöhnt. Schröder weiß seine Schnelligkeit - seine wohl größte Stärke - nun besser einzusetzen. Dank seiner guten Defensive gestehen ihm die Hawks-Coaches auch Fehler im Angriff zu.

Dort hat Schröder auch an seinen Passfähigkeiten gearbeitet, er findet nun regelmäßig frei stehende Mitspieler und bedient diese.

Auch der Wurf ist deutlich konstanter geworden, die Verteidiger können mittlerweile nicht mehr absinken, sondern müssen den Spielmacher eng verteidigen - sonst werden sie so wie hier die Indiana Pacers bestraft.

Eines seiner stärksten Spiele machte Schröder im Dezember gegen die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki. Womöglich könnte der 21-Jährige der nächste deutsche NBA-Star werden. In Atlanta halten sie große Stücke auf den Point Guard.

Ähnlich geht es Bundestrainer Chris Fleming, der Schröder bei der Heim-EM im kommenden September eine Führungsrolle zuspricht. In der Qualifikation im vergangenen Sommer war Schröder bereits bester Punktesammler.

cte/sid



insgesamt 4 Beiträge
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der_ba_be 23.02.2015
1.
Naja, Stoudemire ist auch nicht gerade für seine "D" berühmt oder geschätzt. Aber sicherlich auf dem Niveau von Brandon Wright, dessen Lücke im Roster er ja schließen sollte. Sein Post-up Spiel ist aber stark und gerade das, kann zu einem wichtigen Aspekt in den Playoffs werden...
der_ba_be 23.02.2015
2. Nachtrag
Spannend wird, in wieweit er als guter Pick&Roll Spieler mit Rajon Rondo harmoniert. Eigentlich sollte das durchaus funktionieren, wenn es Dallas schafft Rondos schwachen Wurf von Außen zu kompensieren. Vielleicht wird das ganze ja auf eine Kombination von Pick&Roll und Pick&Pop hinaus laufen, da ja aktuell Dirk und Rondo meistens zusammen auf dem Court stehen. Da könnte die Kombination von Stoudemire, Rondo und Nowitzki die Defense des Gegners vor die schwierige Entscheidung stellen, entweder die Zone gegen Stoudemire oder den Pass zum Wurf gegen Dirk zu verteidigen. Kommt dann noch Ellis als "ziehender" Guard dazu, kann ich mir schon vorstellen, das Stoudemire in Dallas gut funktionieren kann.
phiasko76 23.02.2015
3. Amare..
..ist auf jeden Fall der Beste, der zu bekommen war, wird definitiv das Team verstärken. O'Neill wäre nicht halb soviel wert gewesen, weil keine Vorbereitung gehabt. Und mit 36/37 ziemlich alt..
phiasko76 23.02.2015
4. ps
..die Wanderlaterne Kendrick Perkins z.B. wäre ein Graus gewesen!
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