NBA-Star Nowitzki "Man muss alles hinterfragen"

Klare Worte einer Vereinslegende: Dirk Nowitzki hat die Personalpolitik seiner Dallas Mavericks kritisiert. Laut dem Deutschen habe es der Klub seit der Meisterschaft versäumt, gute Spieler zu verpflichten.

Dirk Nowitzki
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Dirk Nowitzki


Basketball-Superstar Dirk Nowitzki hat die Personalpolitik der Dallas Mavericks aus der nordamerikanischen Profiliga NBA mit scharfen Worten kritisiert. "Da muss man alles hinterfragen. Bin ich es, mit dem die Leute nicht spielen wollen? Ist es der Coach, für den keiner spielen will? Oder ist es Mark (Klubbesitzer Mark Cuban, d. Red.), der die Meistermannschaft von 2011 auseinandergerissen hat und dem Berater und Spieler deshalb böse sind?", sagte Nowitzki der "Bild"-Zeitung.

"Keiner weiß es wirklich. Wir waren in den vergangenen fünf Jahren immer an den ganz großen Fischen dran, haben ihnen aber im Endeffekt nur geholfen, ihren Marktwert zu steigern. Mehr haben wir nicht erreicht", führte der 38-Jährige weiter aus.

In den vergangenen Jahren hatten die Mavericks zahlreiche Spitzenspieler im Visier, Nowitzki verzichtete für mögliche Transfers immer wieder auf Gehalt - dennoch ging der Champion von 2011 meist leer aus. "Andere können gerne mehr verdienen. Wichtiger ist es mir, in einer Mannschaft zu stehen, die gewinnt", sagte der sechstbeste Scorer der NBA-Geschichte.

bam/sid



insgesamt 5 Beiträge
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haenner 10.07.2016
1. scheint ihm egal gewesen zu sein
DN ist ohne Zweifel ein Ausnahmekönner. Umso unverständlicher war es für mich nach dem letzten Titel der Mavericks, dass er trotz höchst durchschnittlicher Leistungen seines Teams immer wieder seinen Vertrag verlängert hat. Andere Asse in der NBA haben auch mal den Verein gewechselt, weil ihnen offensichtlich nicht nur die Kohle wichtig war, sondern auch sportlicher Erfolg. DN hat sich nach 2011 offensichtlich mit dem jeweiligen Erreichen der Playoffs und dem schnellen Ausscheiden zufrieden gegeben. Mit dieser Vereinstreue hat er den Vereinsbossen in Dallas völlig falsche Signale gesendet in puncto sportliche Ambitionen, so dass Dallas seit mehreren Jahren biederster NBA-Duchschnitt ist. Und so etwas färbt leider letztlich auch auf die sportliche Karriere von DN ab.
Bronko 10.07.2016
2. @1
Auf der einen Seite richtig. Auf der anderen Seite das beste Beispiel, dass Sportstars auch nur Menschen sein können. Er hatte schon ziemliche Probleme sich in Dallas einzuleben, ich glaube, er ist einfach nicht der Typ Legionär, der von Stadt zu Stadt springt. Natürlich waren diese Jahre enttäuschend, auch als Fan, aber lieber einmal etwas menschlicher, als dieses stetige Profisportler-Gehabe
bigmitt 10.07.2016
3. Na ja...
...da war auch viel Pech dabei. Ein DeAndre Jordan, Center der Clippers hatte letzten Sommer schon zugesagt und sich kurzerhand umentschieden. Klar ist es für Dirk Schade das im Herbst seiner Karriere keine Aussicht mehr auf den ganz großen Erfolg herrscht aber Er hat den Titel schon...wird sicher ein First Ballot Hall of Famer. ..was sollen Barkley, Malone und Ewing denn sagen?
moick 10.07.2016
4. @#1
Kevin durant wechselt zu den warriors um den ring zu bekommen, haben sie dies ebenso kritisiert?
dumovic 10.07.2016
5. berechtigte Kritik
Die Mavs haben eine Reihe von Transferfehlern gemacht, auch schon vor 2011. Der größte ist der Abgang von Steve Nash. Den ließ man nach Phoenix ziehen, wo er 2 mal MVP wurde. Dann musste man Devin Harris abgeben, um Jason Kidd zu bekommen. Harris wurde bei den Nets Allstar. Dass man die Meistermannschaft zerfallen lies, war ein Desaster. Gerade an der Seite von Dirk braucht man einen speziellen Center Typ, den man mit Chandler endlich gefunden hatte. Dirk in seiner Prime war einer der besten Baller ever. Eine gute 1, eine gute 5 und Dirk auf der 4. Damit gehört man über Jahre zu den Titelaspiranten. Cuban hat die Chance leider nicht genutzt. Ich denke, das ist der Grund, warum niemand mehr nach Dallas will.
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