NBA Mavericks verlieren, Nowitzki humpelt vom Feld

Schmerzvolle Niederlage: Dirk Nowitzki hat mit den Dallas Mavericks das texanische Duell gegen Houston verloren. Der deutsche Nationalspieler musste zwischenzeitlich verletzt ausgewechselt werden.

Routinier Nowitzki (l.): Niederlage gegen Houston
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Routinier Nowitzki (l.): Niederlage gegen Houston


Die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki haben in der NBA eine unnötige Heimniederlage kassiert. Nach einer engen Schlussphase verloren die Mavs das texanische Duell mit den Houston Rockets 96:100. Matchwinner für die Gäste war James Harden, der 25 Punkte beisteuerte und 7,4 Sekunden vor Schluss den entscheidenden letzten Korb verbuchte.

Nowitzki humpelte zu Beginn des letzten Viertels nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler in die Kabine, konnte in der Schlussphase aber wieder mitwirken. Ob der Routinier in den kommenden Spielen aussetzen muss, ist nicht bekannt. Nowitzki holte in dem umkämpften Spiel 16 Punkte und zehn Rebounds; bester Werfer bei den Gastgebern war Deron Williams mit 22 Punkten. Nach der neunten Saisonniederlage sind die Mavericks Fünfter der Western Conference, Houston holte mit dem neunten Sieg auf und steht auf Platz acht.

Dennis Schröder konnte sich dagegen mit den Atlanta Hawks über den 13. Sieg in der laufenden Saison freuen. Der Sechste der Eastern Conference gewann sein Heimspiel gegen die Los Angeles Lakers 100:87. Schröder kam bei einer Spielzeit von 16:31 Minuten auf sechs Punkte. Bei den Lakers überzeugte Altstar Kobe Bryant, der gerade erst sein Karriereende nach dieser Saison bekannt gegeben hatte, mit 14 Zählern. Bester Lakers-Profi war Lou Williams mit 18 Punkten.

Basketball-Profi Schröder: Aus Braunschweig in die NBA

Nowitzki abgelöst: Dennis Schröder hatte die Basketball-Nationalmannschaft bei der EM geführt, der mittlerweile 37-Jährige Dirk Nowitzki ließ ihm den Vortritt. Diesen Status hatte sich der Spielmacher in den vergangenen Jahren verdient.

Durchbruch im zweiten NBA-Jahr: Schröder steigerte sich in der abgelaufenen Saison deutlich. Beim zweitbesten Team der regulären Saison, den Atlanta Hawks, zählte er zu den wichtigsten Spielern.

Eine rasante Entwicklung: 2012/2013 konnte er sich in der Bundesliga etablieren, wurde Allstar (siehe Bild), einige Monate später folgte der Sprung in die NBA.

Dort hatte er zunächst große Probleme, die Kritiker fühlten sich bestätigt. Dabei hatte auch der spätere Superstar Dirk Nowitzki (l.) zunächst Schwierigkeiten. Schröder wurde in seinem ersten Jahr kaum eingesetzt und auch zum Farmteam der Hawks abgeschoben.

Ganz anders sah es in der vergangenen Saison aus: Der deutsche Nationalspieler stand knapp 20 Minuten pro Partie auf dem Feld und erzielte dabei rund zehn Punkte, gab dazu im Schnitt vier Vorlagen und darf auch in wichtigen Phasen spielen. Das war im vergangenen Jahr noch ganz anders, oft durfte Schröder sogar nur zuschauen.

Mittlerweile hat sich der Point Guard jedoch an die anspruchsvolle Liga gewöhnt. Schröder weiß seine Schnelligkeit - seine wohl größte Stärke - nun besser einzusetzen. Dank seiner guten Defensive gestehen ihm die Hawks-Coaches auch Fehler im Angriff zu.

Dort hat Schröder auch an seinen Passfähigkeiten gearbeitet, er findet nun regelmäßig frei stehende Mitspieler und bedient diese.

Auch der Wurf ist deutlich konstanter geworden, die Verteidiger können mittlerweile nicht mehr absinken, sondern müssen den Spielmacher eng verteidigen - sonst werden sie so wie hier die Indiana Pacers bestraft.

Eines seiner stärksten Spiele machte Schröder im Dezember gegen die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki. Womöglich könnte der 21-Jährige der nächste deutsche NBA-Star werden. In Atlanta halten sie große Stücke auf den Point Guard.

Ähnlich geht es Bundestrainer Chris Fleming, der Schröder für die Heim-EM die Führungsrolle zuspricht. In der Qualifikation im vergangenen Sommer war Schröder bereits bester Punktesammler.

So gut die Rollenaufteilung zwischen Nowitzki (l.) und Schröder lief. Auf dem Feld gab es noch Abstimmungsprobleme – der Spielmacher war für den alternden Superstar oft zu schnell.

krä/dpa



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