Langjähriger Rivale von Nowitzki Auch Dwyane Wade beendet seine Karriere

Drei Meisterschaften mit Miami, olympisches Gold, Finals-MVP: Dwyane Wade hat seine Laufbahn nach einer Niederlage gegen Brooklyn beendet. Seine Rivalität mit Dirk Nowitzki war legendär.

Dwyane Wade wird von seinen Mitspielern gefeiert
Wendell Cruz/ USA Today Sports/ REUTERS

Dwyane Wade wird von seinen Mitspielern gefeiert


Das emotionale Karriereende von Dirk Nowitzki hat in den vergangenen Stunden zumindest in Deutschland medial alles überstrahlt. Beinahe untergegangen wäre dabei, dass eine weitere Basketball-Legende seine Laufbahn beendet hat: Dwyane Wade lief beim 94:113 gegen die Brooklyn Nets zum letzten Mal in der NBA auf.

Dabei gelang dem Shooting Guard, dessen Team auf Rang zehn die Playoffs knapp verpasste, noch einmal ein sogenanntes Triple-Double: 25 Punkte, 11 Rebounds und zehn Assists gingen auf das Konto von Wade, der lange Jahre zu den besten Spielern der Liga gehörte.

Dwyane Wade und Dirk Nowitzki im Kampf um den Ball 2006
Getty Images

Dwyane Wade und Dirk Nowitzki im Kampf um den Ball 2006

2003 schloss sich "D-Wade" im Alter von 21 Jahren Miami an. Fortan sollte er das Spiel der bis dahin eher erfolglosen Franchise prägen. 2006 führte er die Heats in den Finals gegen die Dallas Mavericks trotz eines 0:2-Rückstands zur ersten Meisterschaft der Teamhistorie. Wade wurde anschließend zum wertvollsten Spieler der Finals gewählt (MVP).

"Big Three" dominieren die Liga

In den Folgejahren verstärkten LeBron James und Chris Bosh die Mannschaft. Unter Trainer Erik Spoelstra entwickelte sich Miami dank der "Big Three" zum dominantesten Team der Liga. Die Rivalität mit Nowitzki fand ihren Höhepunkt im Jahr 2011, als Wade in der Finalserie nach einer 2:1-Führung eine der bittersten Niederlagen seiner Laufbahn hinnehmen musste.

Dwyane Wade und Dirk Nowitzki in den Finals 2011
REUTERS

Dwyane Wade und Dirk Nowitzki in den Finals 2011

Davon erholte sich Miami aber schnell: 2012 (4:1 gegen OKC) und 2013 (4:3 gegen San Antonio) gewann das Team aus Florida zwei weitere Meisterschaften. Nach dem Abgang von James zu Cleveland im Jahr 2014 war Miami allerdings kein Titelkandidat mehr. Wade zog es 2016 in seine Geburtsstadt zu den Chicago Bulls. Nach einer enttäuschenden Saison folgte er James zu den Cavaliers, doch auch dort wurde er nicht glücklich. Nun hat Wade seine Karriere dort beendet, wo sie vor 16 Jahren begonnen hat.

In 1053 NBA-Spielen erzielte Wade 23.165 Punkte. Damit liegt er im ewigen Ranking auf Rang 29. Zwischen 2004 und 2008 absolvierte der Superstar 100 Länderspielen für die USA, sein größter Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking.

bam



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