NBA-Finale MVP Durant führt Golden State zum Titel

Die Golden State Warriors haben das fünfte Spiel der NBA-Finalserie gegen Cleveland klar gewonnen und den Titel geholt. Der wertvollste Spieler Kevin Durant war so treffsicher wie zuletzt Shaquille O'Neal.

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Am Ende reichte auch die erneut exzellente Leistung von LeBron James nicht: Die Golden State Warriors sind im NBA-Finale ihrer Favoritenrolle gerecht geworden, haben im fünften Spiel der Best-of-seven-Serie den vierten Sieg geholt und damit die Cleveland Cavaliers entthront. Beim 129:120-(71:60)-Erfolg überragten die Superstars Stephen Curry und Kevin Durant, der im Anschluss zum wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie gekrönt wurde.

Durant und Curry kamen zusammen auf 73 Punkte. Das reichte zum Sieg gegen die Cavs, bei denen James (41 Punkte) und Kyrie Irving (26) eine ähnlich gute Trefferquote hatten. Durant war mit 39 Punkten der Top-Scorer im Team des neuen Champions. Curry kam beim Heimerfolg der Warriors auf 34 Punkte und zehn Assists. "Man muss vor Clevelands Leistung den Hut ziehen", sagte Durant. "LeBron und Kyrie, etwas wie die beiden habe ich noch nie gesehen."

Wirklich entscheidend für den vierten Sieg der Warriors war am Ende allerdings die Trefferquote der Bankspieler: Bei Cleveland steuerten die Ersatzleute nur sieben Punkte bei, Golden State freute sich vor allem dank Andre Iguodala (20) über insgesamt 35 Punkte von der Bank.

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"Wir haben uns durchgesetzt, und wir sind Meister. Es ist großartig, das Ganze auf heimischem Boden erreicht zu haben", sagte Durant. Der 28-jährige MVP brachte es in der Finalserie auf durchschnittlich 35,2 Punkte und knackte in allen fünf Spielen jeweils die 30-Punkte-Marke - das hatte zuletzt Shaquille O'Neal im Jahr 2000 geschafft. Durch die Niederlage in der vierten Partie hatte Golden State die historische Marke von 16 Playoff-Siegen in Folge knapp verpasst.

Für Olympiasieger Durant, der vor der Saison von den Oklahoma City Thunder zu den Warriors gewechselt war, ist es der erste Meistertitel in der NBA. Der 28-Jährige musste für den Trade viel Kritik einstecken, denn er verstärkte eine ohnehin schon herausragende Mannschaft und war somit mitverantwortlich für eine recht einseitige Saison, die auch im Finale nur selten Spannung bot.

"Es ist einfach eine tolle Gruppe von Jungs, eine tolle Gemeinschaft, eine tolle Arena, tolle Fans", sagte Durant. "Ich bin so glücklich, ein Teil davon zu sein. Ich kann es nicht abwarten mit meinen Mannschaftskollegen in der Umkleide zu feiern."

krä/dpa

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spon-facebook-10000012354 13.06.2017
1. NBA Meisterschaft
Schöne Serie, aber auch sehr problematisch: Durant und Curry kamen zusammen auf 73 Punkte. Das reichte zum Sieg gegen die Cavs, bei denen James (41 Punkte) und Kyrie Irving (26) eine ähnlich gute Trefferquote hatten. Dies dokumentiert die Ausnahmestellung dieser vier Spieler, macht aber auch deutlich, dass in der NBA dringend etwas passieren muss. Durch die Niederlage in der vierten Partie hatte Golden State die historische Marke von 16 Playoff-Siegen in Folge knapp verpasst. Dies bedeutet aber auch, dass etwas im System der NBA verändert werden muss, eventuell in der NBA Draft, sonst gewinnt in den USA im Basketball nur noch ein Verein bzw. zwei Vereine wie hier in Europa Real Madrid im Fußball. Man wird sehen wie die NBA mit der Situation umgeht..... https://de.wikipedia.org/wiki/National_Basketball_Association https://de.wikipedia.org/wiki/NBA_Draft
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