NBA-Finals Cavs verderben Warriors perfekte Playoffs

Meisterfeier vertagt: Nach zuvor 15 Playoff-Siegen in Serie haben die Golden State Warriors das vierte Spiel der Finalserie verloren. LeBron James und die Cleveland Cavaliers haben dabei Rekorde gebrochen.

LeBron James (unten) gegen Draymond Green
AP

LeBron James (unten) gegen Draymond Green


Superstar LeBron James und Kyrie Irving haben die Cleveland Cavaliers in Spiel vier der NBA-Finals zu einem 137:116-Sieg gegen die Golden State Warriors geführt. Damit platzte für die Warriors der Traum von den perfekten Playoffs. Zuvor hatte das Team aus Oakland 15 Playoff-Spiele in Folge gewonnen und hätte als erste Mannschaft in der Geschichte ohne Niederlage in der Postseason Meister werden können.

Trotzdem fehlt Golden State bei einer 3:1-Führung in der Best-of-seven-Serie nur noch ein Sieg zum fünften Meistertitel. Die Fans in Cleveland skandierten während der Partie zwar lautstark "Cavs in seven", um ihrer Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass die Cavaliers die Serie doch noch für sich entscheiden könnten. Doch bislang ist es noch keinem Team gelungen, einen 0:3-Rückstand in der Finalserie zu drehen.

"Wir versuchen, noch ein weiteres Spiel zu spielen", sagte James. "Heute Abend haben wir es geschafft, und hoffentlich können wir es auch Montag schaffen und hierher zurückkommen." Cleveland dominierte Spiel vier von Beginn an und stellte vor heimischem Publikum gleich mehrere Bestmarken auf: im ersten Viertel erzielten die Cavaliers 49 Punkte, zur Halbzeit führten sie 86:68. So viele Zähler hatte noch nie ein Team in den ersten beiden Abschnitten einer Finalserie geholt, auch die 13 erfolgreichen Dreier der Gastgeber vor der Pause sind neuer NBA-Rekord.

Irving war mit 40 Punkten der erfolgreichste Werfer der Partie, 28 Zähler erzielte er allein in der ersten Halbzeit. "King" James steuerte insgesamt 31 Punkte, elf Assists und zehn Rebounds bei und erzielte damit das neunte Triple-Double seiner Karriere in den NBA-Finals. Damit überholte er in dieser Statistik Lakers-Legende Earvin "Magic" Johnson und stellte einen weiteren Rekord auf.

Bei den Gästen war einmal mehr Kevin Durant der beste Mann. Seine 35 Punkte reichten aber nicht zum zweiten Auswärtssieg in Folge, weil Stephen Curry (14 Punkte) und Klay Thompson (13) hinter den Erwartungen zurückblieben. Die Warriors haben in der Nacht von Montag auf Dienstag die nächste Chance, die Meisterschaft perfekt zu machen. Dann kehrt die Serie zurück nach Oakland, wo Golden State bereits die ersten beiden Finalspiele klar gewonnen hatte (113:91, 132:113).

"Wenn du einen Heimvorteil hast, dann bringst du das Ganze im Idealfall zu Hause zu Ende", sagte Warriors-Trainer Steve Kerr. "Wir sind daher in einer tollen Ausgangslage, und jetzt müssen wir daraus Kapital schlagen." Allerdings ist Golden State gewarnt. Im vergangenen Jahr hatten die Warriors im Finale einen 3:1-Vorsprung gegen die Cavaliers verspielt.

mmm/dpa

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