NBA-Profi Lowry Die Zeit ist gekommen

In der NBA bekommt jeder seine Chance. Doch nur wenige können sie so nutzen wie Kyle Lowry. Einst verfolgte ihn das Pech, nun ist er Starter bei den Houston Rockets. Das Basketball-Magazin "FIVE" stellt den Point Guard vor.
Von Simon Steinkogler
Rockets-Profi Lowry: In dieser Saison vom Ersatzmann zum Starter befördert

Rockets-Profi Lowry: In dieser Saison vom Ersatzmann zum Starter befördert

Foto: Pat Sullivan/ AP

Nicht jeder kann ein Star sein. Diese Rolle ist nur wenigen vorbehalten. Ein elitärer Club, zu dem einem ohne beeindruckende Statistiken und Talent der Zutritt verweigert wird. Der Rest der Liga wartet vor der Tür und kämpft um Minuten und Positionen. Auch Kyle Lowry zählt dazu, doch der 25-Jährige hebt sich in dieser Saison von der breiten Masse ab.

Der Point Guard der Houston Rockets kann mehr als zufrieden sein. Mit 13,4 Punkten, 4,1 Rebounds und 6,7 Assists pro Spiel produziert er neue persönliche Bestleistungen. Bei der Niederlage gegen die Miami Heat (119:125) am vergangenen Sonntag (Ortszeit) war Lowry erneut Houstons bester Mann. Er warf 25 Punkte, holte sieben Rebounds und schaffte neun Assists.

Der bullige Aufbauspieler, der mit seiner Geschwindigkeit auch Running-Back in der Football-Profiliga NFL hätte werden können, überzeugt durch harte Verteidigung und einen aggressiven Zug zum Korb. Auch seine Schwäche, den Dreier, hat der 1,83 Meter große Lowry dieses Jahr stark verbessert. Die langen Jahre harter Arbeit und des Wartens haben sich ausgezahlt.

Geboren in Philadelphia, wollte Lowry nach der Schule ein College in der Nähe besuchen und entschied sich für Villanova. Dort spielte er zwei erfolgreiche Jahre, fiel aber aufgrund einer Verletzung am Kreuzband längere Zeit aus. Bei den Memphis Grizzlies, die ihn 2006 an 24. Stelle der NBA-Draft wählten, blieb das Pech an ihm haften. Nach nur zehn Spielen brach er sich das Handgelenk, und seine Saison war gelaufen. Nach zwei weiteren Jahren mit unbeständigen Leistungen und mäßiger Einsatzzeit wurde Lowry von Memphis zu den Houston Rockets transferiert. Dort fand er sich in seiner Rolle als Ersatzmann wieder. Brooks war der unangefochtene Starter als Point Guard, spielte eine überragende Saison. Lowry musste weiter auf seine Zeit warten. Bis jetzt.

Seit dem Trade, der Brooks zu den Suns schickte, liefert Lowry mehr als 17 Punkte pro Partie, hat das Spiel seiner Mannschaft fest im Griff. Houston ist seit dem All-Star-Wochenende auf der Überholspur und eilt mit großen Schritten dem achten Platz in der Western Conference entgegen. Die Playoffs sind das Ziel. Die Stimmung in Houston ist euphorisch. Kyle Lowry ist zufrieden.

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