Neue Hoffnung Österreich stellt Ullrich Lizenz in Aussicht

Ungeachtet aller Dopingverdächtigungen ist Österreichs Radsportverband offenbar bereit, Jan Ullrich eine Profilizenz zu erteilen. Drei Tage nach seinem Austritt aus dem gegen ihn ermittelnden Schweizer Radsportverband erhielt der 32-Jährige unerwartete Unterstützung aus dem Nachbarland.


Hamburg - " Wenn Jan nach Österreich zieht, erhält er von mir eine Profilizenz", sagte Rudolf Massat, Geschäftsführer des Österreichischen Radsportverbandes. Der Sportfunktionär verteidigt zudem verdächtige Dopingsünder: "Radprofis sind keine Heiligen, aber wie man mit den Sportlern umgeht, ist einfach unwürdig, menschenverachtend. Man soll jeden Menschen mit Fairness behandeln."

Radprofi Ullrich: Neue Hoffnung
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Radprofi Ullrich: Neue Hoffnung

Ullrich müsste bei einem Verbandswechsel seinen Wohnsitz in das betreffende Land verlegen. Massat kritisierte unterdessen die Dopingfahnder und den Radsport-Weltverband (UCI): "Bis jetzt sind alle Veröffentlichungen nur Spekulationen und das ist ein unmöglicher Zustand. Die UCI hat die Probleme auf die Landesverbände abgeschoben. Es kann doch nicht sein, dass Ivan Basso in Italien freigesprochen wird, Ullrich in der Schweiz verdonnert wird und man gegen Jörg Jaksche in Österreich ein Verfahren eröffnet, das dann sofort mangels Beweisen niedergeschlagen wird."

pav/sid



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