NFL-Topspiel gegen die Ravens 49ers verlieren durch Field Goal drei Sekunden vor Schluss

Mit einem Sieg hätten sich die San Francisco 49ers vorzeitig für die Playoffs qualifiziert. Die Baltimore Ravens hatten drei Sekunden vor Spielende aber einen nervenstarken Kicker.

Ließ sich von seinen Teamkollegen feiern: Baltimores Kicker Justin Tucker
Julio Cortez/AP

Ließ sich von seinen Teamkollegen feiern: Baltimores Kicker Justin Tucker


Die San Francisco 49ers haben in der NFL die erste Chance auf den Einzug in die Playoffs verpasst. Das Team mit dem deutschen Profi Mark Nzeocha verlor im Topspiel der US-Profiliga im strömenden Regen bei den Baltimore Ravens durch ein Field Goal drei Sekunden vor Spielende 17:20 (14:17).

Quarterback Lamar Jackson hatte die Ravens nach insgesamt 105 geworfenen und 101 gelaufenen Yards mit dem letzten Drive der Partie bis in die gegnerische Hälfte geführt. Drei Sekunden vor Schluss nahm Ravens-Coach John Harbaugh eine Auszeit und schickte seinen Kicker Justin Tucker auf den Platz. Während der Versuch des zweimaligen Probowlers aus 49 Yards Entfernung durch die senkrechten Stangen flog, lief die Zeit ab.

Der Moment, nachdem Justin Tucker (Nummer neun) das Field Goal traf
Rob Carr/AFP

Der Moment, nachdem Justin Tucker (Nummer neun) das Field Goal traf

Für Tucker war es bereits der 15. Gamewinner in seiner NFL-Karriere, 2013 schoss er mit 61 Yards das längste Field Goal in einem geschlossenen Stadion in der Geschichte. "Das ist der Typ, den du in einer solchen Situation brauchst", sagte sein Trainer Harbaugh nach der Partie.

Für die 49ers ist es erst die zweite Saisonniederlage im zwölften Spiel. Ihnen fehlt vier Spieltage vor Ende der Regular Season nur noch ein Sieg, um sich für die im neuen Jahr startenden Playoffs zu qualifizieren. Baltimore steht ebenfalls bei nur zwei verlorenen Spielen und hat wie San Francisco beste Chancen auf die Playoffs.

Patriots verlieren in Houston

Wie die 49ers verpasste auch Star-Quarterback Tom Brady mit den New England Patriots den vorzeitigen Einzug in die Playoffs. Gegen die Houston Texans unterlag der Super-Bowl-Sieger 22:28 (3:14). Vor allem Houstons Quarterback Deshaun Watson überzeugte dabei: Neben drei geworfenen Touchdowns lief er nach einem Doppelpass mit seinem Widereceiver DeAndre Hopkins zudem einmal selbst in die Endzone.

Unterlegen in Houston: Patriots-Quarterback Tom Brady
Tim Warner/AFP

Unterlegen in Houston: Patriots-Quarterback Tom Brady

Als bisher einziges Team hatten sich die New Orleans Saints bereits am vergangenen Donnerstag für die Playoffs qualifizieren können. Das Team von Quarterback Drew Brees schlug die Atlanta Falcons 26:18 (17:9) und ist nicht mehr von Platz eins in der NFC-South-Division zu verdrängen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels stand, dass Baltimores Lamar Jackson den Ball im letzten Drive bis zur 49-Yard-Linie geführt habe. Richtig ist, dass lediglich das Field Goal aus 49 Yards erzielt wurde.

hba/dpa/AP

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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
delusionist 02.12.2019
1. yards
Liebe Redaktion, es gibt Korrekturbedarf: das Field Goal wurde aus 49 Yards geschossen, doch das ist die gesamtdistanz für den Kick. Da die endzone (an deren Rückseite das Goal steht) 10 yards beträgt und zwischen Ballspot beim snap und dem Holder nochmal 7 Yards liegen, ist die Distanz des Kicks um 17 Yards größer als die Yardangabe für den Drive. Jackson hat die ravens also bis zur 32-yard Linie geführt. Der Ball wurde dann gesnappt, von der 39 gekickt und flog insgesamt 49 Yards.
bstendig 02.12.2019
2. Wow, Danke!
Wie wichtig! Nicht, dass die Geschichte falsch gesnappt - pardon: geschrieben - wird.
bran_winterfell 02.12.2019
3. Glückwunsch an die Ravens
@2: wichtig ist das natürlich alles nicht, ist "nur" Sport, aber wenn man darüber schreibt, dann als Journalist doch bitte auch richtig. Die 49ers haben gut und clever gespielt gegen die im Augenblick sehr dominanten Ravens, sowohl Defense als auch Offense sowie Garoppolo waren schon ziemlich überzeugend. Schade, dass das Spiel unter diesen Bedingungen stattfand. Trotzdem kann ihnen diese Niederlage ziemlich kostspielig kommen, verlieren sie damit den Kampf um den Division-Titel, sieht es mit einer Superbowl-Teilnahme doch eher mau aus, da sie dann wahrscheinlich auswärts gegen die Saints und die Seahawks antreten müssten. Das wird dann schwierig...
delusionist 02.12.2019
4. @bstendig (#2)
Danke für Ihren überflüssigen (weil inhaltsleeren) Kommentar zu meiner Anmerkung. Auch wenn es Sie bestimmt nicht im geringsten interessiert: Fürs korrekte Verständnis ist es schon ein enormer Unterschied, ob jemand aus 49 Yards (oder, wie der Artikel einem regelkundigen Zuschauer suggeriert) aus 66 Yards ein Field Goal erzielt. Letzteres wäre ein neuer Rekord, ersteres liegt innerhalb der üblichen Distanz. Und englische Regelfachbegriffe zu verwenden, ist in diesem US-Sport üblich, ein Eindeutschen wäre unsinnig, da es nur Raum für Missverständnisse schaffen würde. Die Verwendung der englischen Begriffe ist somit durchaus Konsens in der Szene. Mal abseits der Tatsache, dass Sie die Forenregeln offenbar nicht kennen: Wenn Sie nichts zu sagen haben, außer sich mit misanthropisch anmutendem, beißendem Sarkasmus über eine sachliche Korrektur in einem Artikel der Sportberichterstattung lustig zu machen, steht es Ihnen selbstverständlich auch frei, woanders weiterzulesen.
Muttimörkel 02.12.2019
5. Schon wichtig!
Ich finde die Korrektur von Delusionist schon schon wichtig. Wäre der Drive nur bis zur 49 Yard Linie gekommen, wäre ein FG aus dieser Distanz Rekordverdächtig! Vor allem bei dem gestrigen Wetter! der Artikel wurde ja offensichtlich für Leute, die sich für diesen Sport interessieren, übersetzt, da könnte man schon etwas mehr Sorgfalt erwarten!
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