NFL Eagles-Spieler erheben Fäuste bei der Nationalhymne

Während der Streit zwischen der American-Football-Liga NFL und der Spielergewerkschaft um Protestaktionen während der Nationalhymne weitergeht, haben Spieler erneut ein Zeichen gesetzt.
Malcolm Jenkins mit erhobener Faust

Malcolm Jenkins mit erhobener Faust

Foto: Mitchell Leff/ AFP

Der Hymnenstreit in der US-Football-Profiliga NFL setzt sich fort: Während die Debatte um eine Bestrafung von Protesten beim Abspielen der Nationalhymne noch in vollem Gang ist, haben Malcolm Jenkins und De'Vante Bausby vom amtierenden Super-Bowl-Sieger Philadelphia Eagles vor einem Vorbereitungsspiel gegen die Pittsburgh Steelers die rechte Faust gehoben.

"Ich denke, es ist wichtig, dass wir die Plattform so gut wie möglich nutzen", sagte Jenkins, der "darauf wartet", dass sich die Liga mit der Spielergewerkschaft einigt.

Bei den Miami Dolphins reckte Robert Quinn ebenfalls seine Faust nach oben, seine Teamkollegen Kenny Stills und Albert Wilson knieten während der Hymne.

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"Bleibt stark, Brüder", schrieb der frühere NFL-Quarterback Colin Kaepernick in den sozialen Netzwerken. Der 30-Jährige hatte die Spielerproteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern in den USA vor zwei Jahren ausgelöst.

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Erste Gespräche waren zuletzt ohne Ergebnis geblieben. Beide Seiten kündigten weitere Verhandlungen an, nachdem sich Liga und Spieler-Vertreter bereits zuvor auf die vorläufige Aussetzung einer im Frühjahr von den Besitzern der 32 Teams beschlossenen Kompromisslösung verständigt hatten.

Demnach sollte das Knien von Spielern während der US-Hymne bestraft, kritischen Profis aber der Aufenthalt in der Kabine während der Eröffnungszeremonien erlaubt werden. Diese Regelung war zuletzt außer bei der Spielergewerkschaft auch im Lager der Teams auf Kritik gestoßen.

US-Präsident Donald Trump, der im Vorjahr niederkniende Spieler für ihren Protest gegen Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt wüst beschimpft und damit für eine Eskalation der Debatte gesorgt hatte, war ebenfalls nicht einverstanden. Trump forderte anstelle der "dummen Lösung" die Suspendierung von Protestlern ohne Gehaltsfortzahlung.

mfu/sid