Schwere Verletzung in der NFL "Ich habe mich weggedreht. Ich konnte nicht hinsehen"

Eine Verletzung schockiert die NFL: Redskins-Quarterback Alex Smith hat sich bei einem Zusammenstoß das Schien- und Wadenbein gebrochen. Die Szene erinnert stark an ein historisches Foul.

Quarterback Alex Smith (unten)
DPA

Quarterback Alex Smith (unten)


American Football ist ein harter Sport, heftige Zusammenstöße sind alltäglich. Wenn in der NFL eine Verletzung sportliche Resultate überschattet, muss also schon etwas besonders Ungewöhnliches passiert sein. Oder, wie im Fall von Alex Smith: etwas besonders Dramatisches.

Smith, 34, ist Quarterback der Washington Redskins, und wird voraussichtlich lange Zeit nicht auf das Footballfeld zurückkehren. Bei der 21:23-Niederlage gegen Houston Texans brach er sich das Schien- und Wadenbein. Die Bilder des in die falsche Richtung abgewinkelten rechten Beins schockieren die NFL.

Die Verletzung ereignete sich bei einem Sack durch zwei Houston-Profis, J.J. Watt und Kareem Jackson, beim Sturz verhakte sich Smiths Bein unglücklich. Watts und Jacksons Einsatz war regelkonform gewesen.

Alex Smith (r.)
AFP

Alex Smith (r.)

"Es bricht einem das Herz", sagte Washingtons Headcoach Jay Gruden. Die Szene sei kaum mitanzusehen gewesen. Smiths Teamkollege Chase Roullier sagte der "Washington Post", man werde bei der Videoanalyse vorspulen, um die Szene zu umgehen: "Das zu sehen, tut weh."

Die Verletzung rief Erinnerungen wach an eine der übelsten Szenen der NFL-Geschichte: Am 18. November 1985, auf den Tag genau vor 33 Jahren, zog sich der damalige Redskins-Quarterback Joe Theismann die gleichen Frakturen zu. Die Verletzung, die damals Theismanns Karriere beendete, wurde von ESPN-Zuschauern zum "schockierendsten Moment der NFL-Historie" gewählt.

Theismann selbst meldete sich nach Smiths Verletzung via Twitter. "Exakt wie bei mir vor 33 Jahren", schrieb er, und kurz darauf: "Es tut mir so leid für ihn." Der MVP und Super-Bowl-Gewinner 1983 war beim Spiel gegen Houston im Stadion gewesen. "Ich habe mich weggedreht. Ich konnte nicht hinsehen", zitiert ihn die "New York Times". Die Szene habe "lebhafte Erinnerungen geweckt."

mon/AP/Reuters

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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
schreckgespenst 19.11.2018
1. Foul?
Die Verletzung bei Joe Theismann resultierte auch aus einem regelkonformen Sack. Die Szene ist schwer anzuschauen, es handelte sich aber -genau wie im Spiel Gestern- nicht um ein Foul.
Leser161 19.11.2018
2. Verstehe ich nicht
Theismann wurde das Bein sehr fies zertrümmert meines Wissens (Auch wenn alles regelkonform ablief). Smith hat einfach ein gebrochenes Bein. Das ist jetzt erstmal kein Spass und sah auch fies aus, aber wenn ich das richtig lese wurden keine Gelenke oder Bänder in Mitleidenschaft gezogen und auch nichts zertrümmert, besser fies aussehen als fies sein. Ich persönlich hätte lieber das Bein gebrochen wie Smith als zerfranste Knie wie ein Fussballer. Profisport ist generell nicht gut für die Gesundheit, warum sich jetzt so auf Football eingeschossen wird verstehe ich nicht.
hileute 19.11.2018
3. So hart das auch klingt
aber das kann nunmal passieren beim Football, das ist einfach unglücklich gelaufen
M. Vikings 19.11.2018
4. Ich weiß nicht ob sich hier jemand einschießt.
Zitat von Leser161Theismann wurde das Bein sehr fies zertrümmert meines Wissens (Auch wenn alles regelkonform ablief). Smith hat einfach ein gebrochenes Bein. Das ist jetzt erstmal kein Spass und sah auch fies aus, aber wenn ich das richtig lese wurden keine Gelenke oder Bänder in Mitleidenschaft gezogen und auch nichts zertrümmert, besser fies aussehen als fies sein. Ich persönlich hätte lieber das Bein gebrochen wie Smith als zerfranste Knie wie ein Fussballer. Profisport ist generell nicht gut für die Gesundheit, warum sich jetzt so auf Football eingeschossen wird verstehe ich nicht.
Knieverletzungen gehören in der NFL auch fast zur Tagesordnung. Gucken Sie sich einfach die injurie reports an. Ich mache das immer am Tag des Erscheinens bei den Vikings und beim kommenden Gegner. Letzte Saison hatten bei den Vikings Sam Bradford, Teddy Bridgewater und Dalvin Cook Knieverletzungen. Bei Sam Bradford konnte man mit technischen Mitteln nicht mal mehr den Heilungsprozess beobachten und beurteilen, weil sein Knie durch die verschiedenen Knieverletzungen völlig verknorpelt ist. Mich wundert das er überhaupt noch einen Vertrag bei den Cardinals bekommen hat.
zardoz77 19.11.2018
5. Sie nannten ihn Mücke
Wie sagt Bud Spencer einst so trefflich: Football ist eben kein Murmelspiel!
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