Disqualifikation beim Tennis-Masters in Rom Stuhl auf den Platz geschleudert - Kyrgios sorgt für Eklat

Er legte sich mit Zuschauern an, schleuderte seinen Schläger auf den Sandplatz und warf einen Stuhl aufs Spielfeld: Skandal-Tennisprofi Nick Kyrgios hat erneut für Aufsehen gesorgt.

Nick Kyrgios: Nicht der erste Ausfall
Clive Brunskill / Getty Images

Nick Kyrgios: Nicht der erste Ausfall


Nick Kyrgios hat beim Tennis-Masters in Rom für einen Eklat gesorgt. Beim Stande von 6:3, 6:7(5) 1:1 in seinem Zweitrundenmatch gegen den Norweger Casper Ruud hatte der Australier zunächst mit Teilen des Publikums diskutiert und war vom Schiedsrichter wegen "unsportlichen Verhaltens" mit einem Strafspiel zum 1:2 belegt worden.

Nach dieser Sanktion gingen dem 24-Jährigen die Nerven endgültig durch: Unmittelbar nachdem der Schiedsrichter die Strafe über das Mikrofon verkündet hatte, schmetterte Kyrgios seinen Schläger auf den Sandplatz-Boden, kickte mehrere Wasserflaschen weg und schleuderte einen Plastikstuhl in die Mitte des Spielfelds.

Angesichts dieses Ausbruchs rief der Schiedsrichter den Oberschiedsrichter auf den Platz. Kyrgios schüttelte die Hände seines Gegners und des Schiedsrichters und verließ den Platz. Kyrgios wurde disqualifiziert und Casper Ruud zum Sieger erklärt. Der trifft nun in der dritten Runde des Sandplatzturniers auf den Argentinier Juan Martín del Potro.

Nicht der erste Ausfall von Kyrgios

Kyrgios hatte sich bereits zuvor mit den Zuschauern angelegt und war dafür vom Schiedsrichter verwarnt worden. Darüber hinaus leistete er sich einen Disput mit einem Ordner, der für den Einlass der Zuschauer zuständig war.

Noch hat die ATP nicht erklärt, welche weitere Strafe Kyrgios erwartet. Es war nicht sein erster aufsehenerregender Auftritt: Im März hatte er sich beim Masters-Turnier in Miami mit einem Fan angelegt, der ihn beleidigt haben soll. Der Zuschauer wurde unter höhnischem Applaus von Kyrgios und vielen weiteren Fans vom Sicherheitspersonal aus dem Stadion geleitet.

2016 hatte Kyrgios in Shanghai sein Zweitrundenmatch gegen den Deutschen Mischa Zverev abgeschenkt. Die ATP hatte sein Verhalten als "inakzeptabel und respektlos" gegenüber den Fans und dem Sport bewertet. Dafür wurde er mit einer Geldstrafe sowie einer Sperre belegt, die jedoch nach seiner Ankündigung, sich in sportpsychologische Behandlung zu begeben, von acht auf drei Wochen verringert wurde.

2015 war Kyrgios für einen Monat gesperrt worden, weil er während eines Matches gegen Stan Wawrinka die Freundin des Schweizers beim Seitenwechsel in drastischen Worten als Fremdgängerin bezeichnet hatte. Damals musste er 25.000 Dollar (etwa 21.200 Euro) Strafe zahlen.

bka/bam/Reuters/dpa/sid



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
w.vollmer 16.05.2019
1. Schwachkopf
Man sollte ihm die Zulassung zu den Turnieren endgültig entziehen. Unwürdig. Wenn er mit dem Leben eines Tennisprofis nicht zurecht kommt, hat er dort auch nichts zu suchen. Letztlich gefährtet er auch noch Dritte mit seinem Verhalten.
srbler 16.05.2019
2. och je-
ich finde das echt alles halb so wild, er hat keinen irgendwie in gefahr gebracht oder so, beim fußball gefährden spieler gegner bei manchem foul erheblich, das wird dann gerne als taktisch bezeichnet, da gibts ne gelbe oder so und gut, also was solls? zum tenniszikurs gehört show, jimmy connors oder so, das war noch cool
sh.stefan.heitmann 17.05.2019
3. selbst beim ersten mal
wäre eine Strafe wie 1 Jahr keine Turniere gerechtfertigt. Jetzt sollte es ein lebenslanges Verbot geben, ich verstehe nicht warum sich die ATP soetwas bieten lässt.
richey_edwards 17.05.2019
4. Alle wollen "Typen" und kommt dann
mal einer will man ihn gleich sperren. Ist doch gar nichts gegen McEnroe früher. Muss es immer so keimfrei zugehen wie bei Federer?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.