North West of Ireland Open Triumphzug von Dier

Golfprofi Tobias Dier hat bei der "North-West-Ireland-Open" seinen ersten Sieg auf der europäischen PGA-Tour feiern dürfen und damit ein Stück deutsche Golfgeschichte geschrieben..


Tobias Dier: Sieg nach zuvor sieben verpassten Cuts
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Tobias Dier: Sieg nach zuvor sieben verpassten Cuts

Cavan - Tobias Dier hat in Irland sein Meisterstück als Golfprofi abgeliefert. Vor einem Jahr erwarb der 24-jährige Nürnberger auf der zweitklassigen Challenge Tour mit Rang vier bei der "North-West-Ireland-Open" seine Arbeitsberechtigungs-Karte für die PGA-Tour der Elite. Am Sonntag feierte der Rookie aus Franken exakt ein Jahr später im gleichen Turnier auf dem Par 72-Kurs im Slieve Russell GC seinen ersten Sieg.

Nur vier Bogeys auf vier Runden


Mit 271 Schlägen (66+68+66+71) ließ Dier im County Cavan Steven Dodd (272) und Mark Pilkington (274) aus Wales auch auf der letzten Runde keine Chance. Der nach dem zweiten Tag führende Nürnberger kassierte für seinen überraschend souveränen Sieg - nur vier Bogeys an vier Tagen! - mit rund 115.000 Mark aus der Gesamtdotierung von 700.000 Mark die größte Börse seiner jungen Karriere. Allerdings nutzten die besten Spieler der European Tour das Major-Wochenende (in Atlanta fand die PGA Championships statt) zu einer Auszeit, um Kräfte zu sammeln für das letzte Saisondrittel. Der Sieg dürfte Dier die Tourkarte für die kommende Saison gesichert haben.

Dier, der zuletzt sieben Cuts in Folge verpasst hatte, ist nach Bernhard Langer (63 Einzel-Siege weltweit), Alexander Cejka (3/München) und dem Hamburger Sven Strüver (3) erst der vierte deutsche Profi, dem ein PGA-Tour-Sieg gelang. 21 Birdies von Dier über vier Runden belegten sein glänzendes Ergebnis und die Konstanz über vier Wettkampftage.

Huget und Baraka abgeschlagen


"Immer einen Schlag zur Zeit machen, nicht vorausdenken oder spekulieren und immer schön die Ruhe bewahren." Nach diesem Motto hatte sich Dier bei Dublin Schlag um Schlag seinem "Traum" genähert. "Es ging irgendwie ganz leicht", meinte der Sieger, "Es war wie Zielgolf zu spielen, mehr nicht." Das empfanden die beiden übrigen Deutschen im Feld der 86 für die Endrunden qualifizierten Deutschen, Wolfgang Huget (Wegberg) und Kariem Baraka (München), nicht unbedingt. Huget kam mit 290 Schlägen auf Rang 70, Baraka fiel mit 291 Schlägen auf den 74. Platz zurück.



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