50-Pfund-Bombe in Dublin Offenbar schwerer Anschlag beim Giro d'Italia vereitelt

In Dublin ist am Sonntag offenbar nur knapp ein Bombenanschlag verhindert worden. Kurz bevor der Radsportklassiker Giro d'Italia Station in der irischen Hauptstadt machte, wurde laut Medienberichten eine 50-Pfund-Bombe entdeckt.

Radprofis und Zuschauer in Dublin: Knapp einer Katastrophe entgangen?
DPA

Radprofis und Zuschauer in Dublin: Knapp einer Katastrophe entgangen?


Hamburg - Der Giro d'Italia soll irischen Medienberichten zufolge nur knapp einem schweren Anschlag entgangen sein. Laut der Tageszeitung "Irish Independent" hatten Anti-Terror-Einheiten in der Nacht auf Sonntag in einem Auto im Westen Dublins eine 50-Pfund-Bombe mit Zeitzünder entdeckt, kurz bevor das Feld des Giro d'Italia die irische Hauptstadt erreichte.

"Das war eine tödliche Bombe in voller Größe und einsatzbereit. Sie hätte verheerende Folgen gehabt", zitiert das Blatt eine ungenannte Quelle. Am Sonntag befanden sich anlässlich der der 3. Etappe der Italien-Rundfahrt, die in diesem Jahr in Irland begann, hunderttausende Menschen auf Dublins Straßen.

Unklar ist bisher noch, wo genau die Bombe gezündet werden sollte und ob der Giro überhaupt das Ziel war. Laut dem "Guardian" vermuten Sicherheitsquellen allerdings, dass die Bombe für ein Ziel in der Region bestimmt war. Ein Bombenkommando der Armee entschärfte den Sprengkörper.

Ein der Real Irish Republican Army (RIRA) nahestehender Mann soll bereits festgenommen worden sein. Die RIRA ist Nachfolger der für Terroranschläge bekannt gewordenen paramilitärischen Organsisation IRA.

mib/sid



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